Wer auf Reisen oder beim Campen auf stabiles Internet angewiesen ist, bekommt mit dem Acer Connect Enduro M3 einen spannenden Begleiter an die Hand. Der mobile 5G-Router ist zwar schon ein paar Jahre auf dem Markt, hat aber mit einem Straßenpreis von rund 280 Euro und einem praktischen eSIM-Angebot inklusive 20 GB Datenvolumen immer noch viel zu bieten. Zwei Roadtrips nach Frankreich und Norwegen zeigen: Das Gerät ist ein echter Dauerläufer – mit nur kleinen Schwächen.
Robustes Gehäuse und starker Akku
Der erste Eindruck überzeugt: Das Gehäuse des Enduro M3 ist griffig, stabil und wetterfest. Zertifizierungen nach IP54 und MIL-STD-810H machen ihn resistent gegen Staub, Wasser und Stürze – perfekt für raue Outdoor-Bedingungen, wie wir bei unserem Roadtrip nach Norwegen vorgefunden haben. Trotz der Schutzklasse bleibt der Router mit 250 g angenehm leicht und handlich.

Ein echtes Highlight ist der fest verbaute 6500-mAh-Akku. Im Test hielt der M3 bei kontinuierlicher Nutzung beeindruckende 23 Stunden durch – damit übertrifft er viele Konkurrenten deutlich. Allerdings dauert der Ladevorgang fast 4 Stunden – schnell aufladen vor dem spontanen Ausflug fällt damit flach. Ein weiterer Wermutstropfen: Der Akku ist leider nicht wechselbar.
Flexible Mobilfunkverbindung per SIM oder eSIM
Der Router funkt über alle relevanten 4G- und 5G-Bänder und lässt sich wahlweise mit Nano-SIM oder integrierter eSIM betreiben. Letztere nennt sich bei Acer „SIMO“ und erlaubt weltweites Roaming mit Datentarifen für über 130 Länder – ohne SIM-Kartenwechsel. Besonders praktisch: Beim Kauf sind bereits 20 GB Startvolumen inklusive, was den Einstieg leicht macht. Damit ist Acer übrigens auch etablierten Anbietern wie Netgear einen Schritt voraus, die immer noch keinen Router im Programm haben, der eine moderne eSim-Lösung bietet.
Im Test überzeugte der M3 mit ordentlichen Datenraten:
- Download via Wi-Fi 6 (5 GHz): bis zu 605 Mbit/s
- Upload: rund 100 Mbit/s
- Per USB-Tethering: 620 Mbit/s im Download
Für die Verbindung zwischen Geräten sorgt Wi-Fi 6 mit Dualband (2,4 und 5 GHz), was im WLAN selbst gute Werte von 198 Mbit/s (Download) und 245 Mbit/s (Upload) lieferte. Bis zu 16 Geräte lassen sich gleichzeitig verbinden.

Bedienung: Funktional, aber nicht zeitgemäß
Die Steuerung erfolgt direkt über den 2,4-Zoll-Touchscreen oder per Web-Oberfläche. Eine App gibt es nicht – und die Web-Oberfläche wirkt etwas grob und technisch. Zwar lässt sich alles Wesentliche einstellen, etwa SSIDs, VPN, Datenzähler oder Frequenzbänder. Aber moderne Komfortfunktionen wie WPS oder ein Access-Point-Modus fehlen.
Ganz nett gelöst ist die USB-Tethering-Funktion, bei der der Router per USB-C direkt mit Windows-, Apple-Computer verbunden werden kann. Das spart Akku und liefert sehr hohe Datenraten.
Datenschutz und Sicherheit
Punkten kann der M3 mit WPA3-Verschlüsselung und integrierter VPN-Funktionalität. Wer also anonym surfen oder sensible Daten schützen will, bekommt hier solide Werkzeuge an die Hand. Auch Gastnetzwerke sind einrichtbar – leider jedoch ohne QR-Code-Funktion.
Fazit: Preis-Leistung stimmt
Der Acer Connect Enduro M3 ist sicher nicht der modernste oder vielseitigste mobile Router auf dem Markt – aber einer der praktischsten. Gerade für Camper, die einen robusten Begleiter mit langer Laufzeit und flexibler Verbindungsmöglichkeit suchen, ist er eine lohnenswerte und vor allem überschaubare Investition. Die fehlenden Komfortfunktionen fallen im Alltag weniger ins Gewicht, solange der Fokus auf stabiler Internetverbindung und Ausdauer liegt.


