Crash-Test überlebt: DJI Avata 360 – Die robusteste 360-Grad-Drohne aller Zeiten?

Crash-Test bestanden: Die DJI Avata 360 im Härtetest. Warum dieser 360-Grad-Panzer fast unzerstörbar ist und wo die Technik dennoch an ihre Grenzen stößt.

DJI Avavta 360 im Flug

360-Grad-Drohnen wie die kürzlich vorgestellte Antigravity A1 üben einen besonderen Reiz aus. Sie versprechen nicht einfach nur Luftaufnahmen, sondern eine neue Art des Filmens. Statt sich schon beim Flug auf einen festen Bildausschnitt festlegen zu müssen, nimmt die Drohne die Szene rundum auf. Der eigentliche Bildaufbau entsteht erst später am Rechner. Genau das macht diese Geräte für kreative Filmer so spannend.

360 Grad-Effekt
360 Grad-Drohnen ermöglichen völlig neue Perspektiven und Effekte. © OutdoorMonster

Schon die Antigravity A1 zeigte, wie reizvoll das 360-Grad-Prinzip in der Luft sein kann, musste sich aber auch mit den typischen Grenzen eines sehr kompakten Systems auseinandersetzen. Die DJI Avata 360 geht nun einen anderen Weg. Sie will nicht in erster Linie die leichteste oder unkomplizierteste 360-Grad-Drohne sein. Sie will das robustere, leistungsfähigere und klar professioneller gedachte Werkzeug sein.

Wir haben die Avata 360 seit Mitte Februar intensiv ausprobiert. Dabei kam sie nicht nur bei ruhigen Landschaftsaufnahmen zum Einsatz, sondern auch in deutlich anspruchsvolleren Situationen. Nach mehr als zehn Flugstunden lässt sich recht klar sagen, wo DJI einen großen Schritt nach vorn macht, wo die Drohne begeistert und an welchen Stellen sie trotz ihrer Stärken noch Ecken und Kanten hat.

Ein völlig anderes Konzept einer 360 Grad-Drohne: Die neue DJI Avata 360. © OutdoorMonster

DJI Avata 360 auf einen Blick

  • Gewicht: 455 Gramm
  • Kamera: 360 Grad Dual-Lens,  1/1,1″ Sensor, Blende  f/1.9
  • Flugzeit: bis zu 23 Minuten
  • max. Windresistenz: 10,7 m/s, Windstärke 5 max.
  • Geschwindigkeit: bis zu 18 m/s (S-Mode)
  • Reichweite: bis 10 km CE
  • Hindernissensoren: Omnidirektionales Sichtsystem, ergänzt durch frontseitiges LiDAR und  Infrarotsensor an der Unterseite
  • Speicher: 42 Gbyte intern (+ MicroSD-Slot, bis 1 TByte)

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Kurzfazit

Die DJI Avata 360 überzeugt vor allem durch ihren klar professionelleren Ansatz im noch jungen Segment der 360-Grad-Drohnen. Die Kombination aus robuster Bauweise, flexiblen Steuerungsoptionen und stärkerer Bildqualität sorgt für ein deutlich erwachseneres Gesamtpaket, während 10-Bit-Farbprofile, bessere Stitching-Ergebnisse und geringere Lensflares auch bei anspruchsvolleren Aufnahmen mehr Reserven schaffen. Trotz spürbarer Schwächen bei Lautstärke, rechtlichen Hürden und Workflow erweist sich die Avata 360 als überzeugendes Werkzeug für ambitionierte Creator.

DJI Avata 360

DJI Avata 360

  • Robust und widerstandsfähig
  • Tolle 360 Grad-Effekte
  • Viele Steuerungsmöglichkeiten
  • Laut
  • Rechtlich anspruchsvoll
  • Aufwendige Nachbearbeitung
Testergebnis: i 1,87 (gut)
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Avata 360: Mehr Arbeitsgerät als Spaßdrohne

Schon beim ersten Kontakt wird klar, dass die Avata 360 einen anderen Ansatz als die Antigravity A1 verfolgt. Die DJI-Drohne wirkt deutlich massiver, präsenter und erwachsener. Das beginnt beim Gehäuse und setzt sich beim gesamten Fluggefühl fort. DJI setzt hier auf ein klassisches Cine-Whoop-Konzept mit fest integrierten Propellerschützern. Das sorgt nicht nur für einen eigenständigen Look, sondern vor allem für Stabilität und Schutz im raueren Einsatz.

DJI hat der Avata 360 ein Gehäuse spendiert, das nicht nur auf den ersten Blick wie aus einem Guss wirkt. Die voll integrierten Propellerschützer sind nicht bloß eine Designentscheidung, sondern ein zentraler Teil des Sicherheits- und Robustheitskonzepts. Gerade bei einer FPV-orientierten Drohne, die auch näher an Hindernissen, Fahrzeugen oder Strukturen eingesetzt wird, ist das ein echter Vorteil. So kann man beispielsweise mit deaktivierter Hinderniserkennung einfach “durch” einen Baum fliegen.

Kleinere Berührungen mit Ästen oder das etwas härtere Aufsetzen bei einer Landung verzeiht die Drohne deutlich souveräner, als man es von offenen Konstruktionen wie der A1 kennt. Das nimmt Druck aus dem Flug und schafft vor allem dann Sicherheit, wenn es nicht nur um entspanntes Sightseeing, sondern um dynamische Aufnahmen geht. Mit ihrem panzergleichen Auftritt verführt sie schon fast zu gefährlichen Manövern. Und jeder der Drohnen fliegt, weiß: Je näher man an Bäumen, Felsen, Gebäuden oder was auch immer operiert, desto besser die Aufnahme.

Zu dem wohligen Sicherheitsgefühl trägt auch die omnidirektionale Hinderniserkennung bei, die gerade beim Fliegen in engeren Umgebungen ein spürbares Plus an Sicherheit vermittelt. Wir haben etwa mehrmals versucht die Avata 360 mit vollem Tempo in Bäume zu fliegen – erfolglos. Wahlweise umkurvt sie Hindernisse oder bremst ab.

Euphorisiert von diesem Ergebnis, haben wir uns dann leider ein wenig zu viel getraut. Bei einem Flug knapp über einen, kargen Baumwipfel versagte die Hinderniserkennung und die Avata 360 kollidierte mit hoher Geschwindigkeit mit einem Ast und stürzte aus rund 15 Metern Höhe ab. Es folgte ein Wechselbad der Gefühle: Einerseits die Angst, das wertvolle Testgerät geschrottet zu haben, andererseits das gute Gefühl, sich auf die Technik verlassen zu können.

Denn DJI macht es einfach, abgestürzte Drohnen bergen zu können. Dazu gibt es unter anderem die Möglichkeit, sich die letzten Sekunden vor Absturz noch einmal anschauen zu können. Zudem lässt sich ein Piepton abspielen, der das Aufspüren der Drohne erheblich vereinfacht sowie eine Art Wiederfind-Funktion in der Fernbedienung. Nicht zuletzt überstand die Avata 360 diesen Absturz erstaunlich gut: Kein Kratzer an den Linsen, keine Schrammen oder gebrochene Propeller – Hut ab!

Die Avata 360 überstand alle Crashs im Test problemlos. Anders der Motion Controller: Der verlor nach einem Sturz aus der Hosentasche den Steuerungsnippel. © OutdoorMonster

Rechtliches: Ein klarer Punkt gegen die spontane Leichtigkeit

Das robuste Chassis gibt es aber nicht geschenkt. Mit einem Gewicht von rund 455 Gramm bewegt sich die Avata 360 klar oberhalb der wichtigen 250-Gramm-Grenze. Das hat Folgen. Als Pilot benötigt man unter anderem den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Dazu kommen strengere Vorgaben bei Abständen und Einsatzorten. Dieser Punkt ist wichtig, weil er den Charakter der Drohne mitbestimmt. Die Avata 360 ist also kein unkompliziertes Immer-dabei-Gerät für jede Situation. Sie richtet sich an Anwender, die bereit sind, sich mit Vorschriften, Planung und einem professionelleren Einsatzrahmen auseinanderzusetzen. Wer maximale Einfachheit will (bei Drohnen ohnehin schwierig) , dürfte sich mit leichteren Alternativen wohler fühlen.

Avata 360 Größe
Die Avava 360 (rechts) wirkt im Vergleich zur Neo 2 geradezu riesig. © OutdoorMonster

Kamera: Ein Schritt nach vorn

Das Herzstück der Avata 360 ist das drehbare Kameramodul. Genau damit hebt sie sich klar von klassischen FPV- und Kameradrohnen ab. DJI setzt hier auf ein 360-Grad-System mit zwei weitwinkligen Optiken und 1-Zoll-äquivalenten Sensoren, das 8K-Video mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde in HDR sowie 120-Megapixel-Fotos aufzeichnet. Die großen 2,4-Mikrometer-Pixel und der hohe Dynamikumfang sollen vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen Vorteile bringen, etwa bei starken Kontrasten zwischen Himmel, Wald und Boden.

Ferner bietet die Avata 360 die Kombination aus 10 Bit Farbtiefe und dem D-Log M Profil, was dafür sorgt, dass die Kamera laut DJI über eine Milliarde Farbabstufungen aufzeichnet und so einen extrem hohen Kontrastumfang einfängt. Das ermöglicht in der Nachbearbeitung viel Freiheit bei der Farbgestaltung. Zusätzlich beherrscht das System auch einen Einzelobjektiv-Modus für klassische Drohnen-Aufnahmen in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Damit positioniert DJI die Avata 360 zwischen FPV-Drohne und fliegender 360-Grad-Kamera.

DJI Avata 360 Lensflares
Sogenante Lensflares sind auch bei der Avata 360 ein Thema, allerdings kein dramatisches. © OutdoorMonster

Schon die ersten 8K-Aufnahmen zeigen, dass DJI hier nicht nur auf dem Datenblatt punktet. Das Material wirkt detailreich, sauber und in vielen Situationen erstaunlich souverän. Besonders beim Dynamikumfang und beim generellen Bildeindruck macht die Drohne einen guten Eindruck. Helle Bereiche fransen nicht sofort aus, Schatten behalten erkennbar mehr Struktur und auch schwierigere Lichtsituationen lassen sich besser kontrollieren, als man es von der Antigravity A1 kennt. Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen liefert die Avata 360 ansprechende Aufnahmen. Nicht falsch verstehen: Wir sprechen hier nicht von der Bildqualität einer Mavic 4 Pro oder Air 3s.  Aber für eine robuste 360-Grad-FPV-Drohne ist das Ergebnis bemerkenswert stark.

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Und auch beim sogenannten Stitching überzeugt die Avata 360. Dazu muss man wissen:  Einer der kritischen Punkte bei 360-Grad-Systemen ist die Nahtstelle zwischen den beiden Bildhälften. Wenn diese Übergänge im fertigen Video sichtbar werden, verliert das Material schnell seinen Reiz. DJI hat dieses Problem insgesamt gut im Griff. Das Stitching gelingt in den meisten Alltagssituationen einwandfrei. Nur im Nahbereich stößt das System an bauartbedingte Grenzen. Wer etwa sehr dicht an Zweigen, Mauern oder Objekten vorbeifliegt, kann weiterhin Übergänge oder kleine Fehler provozieren. Und auch Lensflares, also Spiegelungen in den Objektiven, handhabt die Avata 360 zwar nicht perfekt, aber besser als die Antigravity A1.

Gelungen ist auch der Schutz der empfindlichen Linsen. Damit die untere Linse beim Landen nicht den Boden berührt und zerkratzt, dreht sich das Objektiv wodurch lediglich Gummifüße Bodenkontakt herstellen. Hinzu kommt ein Lens Replacement Kit, mit dem sich beschädigte Linsen einfacher tauschen lassen.

Was 360 Grad in der Praxis wirklich bringen

Der größte Vorteil einer solchen Drohne lässt sich aber nicht auf technische Angaben herunterbrechen. Er liegt in der Freiheit, die das Material später beim Schnitt bietet. Genau hier spielt die Avata 360 ihre besondere Stärke aus. Man muss beim Flug deutlich weniger perfekt framen als mit einer klassischen Drohne. Wenn das Motiv im Moment der Aufnahme nicht exakt mittig sitzt, ist das nicht dramatisch. Im Schnitt kann man den Bildausschnitt später neu setzen, die Perspektive ändern oder das Motiv sauber nachführen. Das macht das Filmen entspannter und steigert zugleich die Trefferquote.

Hinzu kommt ein zweiter kreativer Vorteil: Aus einem einzigen Flug lassen sich mehrere Perspektiven gewinnen. Man kann den Blick nach vorne richten, nach hinten, seitlich oder von oben. Auch vertikale Formate für Social Media lassen sich aus demselben Material erzeugen. Das spart Zeit vor Ort und eröffnet Möglichkeiten, die man mit klassischem Videomaterial so nicht hat.

Avata 360 Gogglesicht
Fliegen mit Goggles macht uns deutlich mehr Spaß, als mit einer Fernbedienung samt Bildschirm. © OutdoorMonster

Besonders faszinierend wirkt der Effekt, dass die Drohne im fertigen 360-Grad-Bild praktisch verschwindet. Im Material entsteht dadurch ein freier Blick durch den Raum, der oft fast unwirklich aussieht. Gerade bei Aufnahmen mit Goggles und Head-Tracking verstärkt das den Eindruck, sich tatsächlich mitten in der Szene zu bewegen.

Die PC-Software DJI Studio unterstützt dieses Arbeiten mit Reframing, Keyframes und Tracking-Funktionen. Gleichzeitig hat das Ganze aber seinen Preis. Der Schnitt von 8K-360-Grad-Material fordert einen leistungsstarken Rechner sowie viel Aufwand. Wer abseits davon auf ein schnelles, leichtfüßiges Smartphone-Erlebnis mit der App DJI Fly hofft, wird leider enttäuscht. Kurz vor dem Markstart hinterließ die App noch einen eher rudimentären Eindruck. Hier ist noch viel Luft nach oben.

DJI Studio
Das 360 Grad-Material bearbeitet man derzeit am besten mit DJI Studio auf dem Computer.© OutdoorMonster

Flugverhalten: Satter, stabiler, direkter als erwartet

Rein auf dem Papier könnte man vermuten, dass die Avata 360 wegen ihres Gewichts etwas schwerfälliger reagiert. In der Praxis fühlt sich die Drohne jedoch überraschend agil an. Sie liegt ruhig in der Luft, reagiert direkt auf Steuerbefehle und vermittelt insgesamt ein kontrolliertes Fluggefühl.

Im Sportmodus erreicht die Drohne eine für diese Klasse beachtliche Geschwindigkeit von rund 65 km/h. Entscheidend ist aber weniger der nackte Zahlenwert als das Gefühl im Einsatz. Die Avata 360 bleibt auch dann berechenbar, wenn es etwas enger oder schneller wird. Auch bei Wind schlägt sie sich überzeugend. In anspruchsvolleren Bedingungen bleibt sie in der Regel stabil . Das sorgt nicht nur für ruhigere Aufnahmen, sondern gibt auch mehr Vertrauen, wenn man bei schwierigem Wetter oder in bergigeren Regionen unterwegs ist. Im Test überzeugte zudem die Übertragung. Selbst in schwierigeren Umgebungen mit Bäumen, Felsen oder komplexeren Strukturen blieb die Verbindung fast immer stabil.

Weniger angenehm ist allerdings der Geräuschpegel (höre Video oben). Die Avata 360 ist alles andere als eine leise Drohne. Das hochfrequente Surren der Propeller macht sie sehr präsent. Selbst in 100 Meter Höhe ist sie noch zu hören. Wer unauffällig filmen möchte, sollte sich besser nach einer anderen Drohne umschauen.

Avata 360: Steuerung, Übertragung und Controller

Ein großer Pluspunkt der Avata 360 liegt dafür bei den Steuerungsoptionen. Die Drohne lässt sich nicht nur mit Goggles fliegen, sondern auch mit kompatiblen Controllern. Gerade die Unterstützung für den DJI RC 2 ist im Alltag ein echter Vorteil. Wer nicht immer mit Brille fliegen will oder als Solo-Creator möglichst unkompliziert arbeiten möchte, bekommt damit eine sehr praktische Lösung.

Avata 360 Goggles N3
In der Motion Fly More Combo sind unter anderem die Goggles N3 sowie der Motion Controller 3 enthalten. © OutdoorMonster

Die Goggles machen das System allerdings besonders reizvoll, weil sie den 360-Grad-Ansatz direkt erlebbar machen. In Kombination mit Head-Tracking entsteht ein sehr freier Blick in die Szene, ohne dass die Drohne ihre Flugrichtung ändern muss. Das erweitert nicht nur die kreative Perspektive, sondern macht das Fliegen auch auf besondere Weise immersiv.

Interessant ist die Avata 360 auch für Anwender, die bereits im DJI-Ökosystem unterwegs sind. Wer passende Goggles oder schon einen kompatiblen Controller schon besitzt, muss nicht zwangsläufig ein Komplettset kaufen. Das senkt die Einstiegshürde spürbar und macht ein Upgrade deutlich attraktiver.

Avata 360: Noch nicht ganz runder Gesamteindruck

So überzeugend die Avata 360 in vielen Bereichen ist, ganz frei von Schwächen bleibt sie nicht. Besonders auffällig war im Test der Single-Lens-Modus. Die Idee dahinter ist stark, weil sich damit auch klassischere, direkt nutzbare Aufnahmen erzeugen lassen. In der aktuellen Form wirkte dieser Modus allerdings nicht ausgereift. Das Flugverhalten zeigte dabei ein seltsames Springen.

Ebenfalls nicht perfekt arbeitete die automatische Rückkehr zum Startpunkt (Return to Home). Die Drohne kehrte zwar zuverlässig zurück, traf den vorgesehenen Landeplatz aber fast nie sondern peilte eine Landung einige Meter daneben an. Nervig, aber in diesem Punkt sind wir zuversichtlich, dass DJI diese(n) Fehler noch ausbügelt.

Akku und Praxisreichweite: Solide, aber nicht sensationell

Wie bei fast allen leistungsstarken Drohnen lohnt es sich, die Herstellerangaben zur Flugzeit mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten. DJI verspricht bis zu 23 Minuten Flugzeit. Im realen Betrieb fällt die Praxislaufzeit naturgemäß mit rund 17 Minuten geringer aus. Für normale Einsätze ist das okay, üppig ist es aber nicht. Gerade deshalb ergibt ein Paket mit mehreren Akkus in der Praxis deutlich mehr Sinn als die nackte Basiskonfiguration. Positiv fällt auf, dass DJI hier durch unterschiedliche Pakete und Zubehörkombinationen mehrere sinnvolle Wege anbietet.

Avata 360: Preise und Pakete

Denn die Avata 360 startet in mehreren Konfigurationen.

  • Die reine Drohne kostet faire 459 Euro. Das ist vor allem für Nutzer interessant, die bereits kompatible Goggles oder einen passenden Controller besitzen und ihr bestehendes DJI-Setup gezielt erweitern möchten.
  • Die Variante mit DJI RC 2-Fernbedienung liegt bei 719 Euro. Wer eine klassischere Steuerung bevorzugt oder bewusst ohne Goggles arbeiten möchte, bekommt damit ein rundes Paket.
  • Sowohl die Fly More Combo mit DJI RC 2 als auch die Motion Fly More Combo kosten jeweils 939 Euro. In der Motion-Combo ist statt des RC2 die Goggles N3 sowie der Motion Controller 3 enthalten. Diese Varianten sind für Käufer am sinnvollsten, die von Grund auf mit der Avata 360 durchstarten wollen. Denn neben drei Akkus samt Ladegerät, sind eine Tragetasche sowie ein Landepad  enthalten.

Fazit DJI Avata 360

Die DJI Avata 360 ist eine spannende, in vielen Punkten beeindruckende Drohne. Sie verbindet das kreative Potenzial echter 360-Grad-Aufnahmen mit Robustheit und Stabilität. Auch die Bildqualität, die saubere Umsetzung des 360-Grad-Konzepts, die starke Übertragung und das insgesamt vertrauenswürdige Flugverhalten sprechen klar für das System. Gleichzeitig ist sie nicht ohne Schwächen. Die Drohne ist laut, rechtlich anspruchsvoller als leichte Modelle und hat softwareseitig noch viel Luft nach oben.

DJI Avata 360

DJI Avata 360

  • Robust und widerstandsfähig
  • Tolle 360 Grad-Effekte
  • Viele Steuerungsmöglichkeiten
  • Laut
  • Rechtlich anspruchsvoll
  • Aufwendige Nachbearbeitung
Testergebnis: i 1,87 (gut)
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Im Vergleich zur Antigravity A1 wird genau dadurch die unterschiedliche Ausrichtung sichtbar. Die A1 wirkte als Konzept besonders spannend, leicht und in ihrer Idee fast schon spielerisch. Die Avata 360 denkt größer, vielfältiger und professioneller. Sie verlangt mehr Vorbereitung, mehr Nachbearbeitung und mehr Bereitschaft, sich wirklich auf das System einzulassen. Dafür liefert sie aber auch das insgesamt reifere, belastbarere und bildstärkere Werkzeug.

Für wen lohnt sie sich also? Für Kreative, Filmer, Solo-Creator und ambitionierte FPV-Nutzer, die den Mehrwert von 360 Grad ausspielen wollen und bereit sind, sich auf einen anspruchsvolleren Workflow einzulassen.


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