DJI Neo 2 im Test: Flug-Videos und echte Erfahrungen mit der neuen Mini-Drohne

Gestartet aus der Hand, gelandet im Test: Die DJI Neo 2 begeistert als smarte Mini-Drohne für Selfies, Sport und Reisen.

DJI Neo 2 Drohne von vorn, Kamera

Die erste DJI Neo hat die Drohnenwelt überrascht. Nicht etwa wegen ihrer überragenden Bildqualität oder Flugzeit, sondern weil sie als erste, günstige Selfie-Drohne ein völlig neues Nutzungsszenario bot. Handstart, Gestensteuerung, automatische Verfolgung – alles ohne Fernbedienung.  All das war innovativ und machte die Neo besonders attraktiv für Einsteiger und Social-Media-Nutzer. Gleichzeitig zeigte sie klare Nachteile: kurze Flugzeit, instabile, detailarme Bilder, übersichtliches Flugverhalten und laute Rotoren. Mit der Neo 2 will DJI all diese Punkte ausräumen. So viel vorab: In fast allen Bereichen gelingt das erstaunlich gut.

DJI Neo 2 Drohne und Neo im Größpen-Vergleich
Im Vergleich zur Neo 1 ist die Neo 2 (unten) in nahezu jeder Beziehung gewachsen – auch in puncto Größe. @ OutdoorMonster

Hinweis: OutdoorMonster bekam die Neo 2 direkt vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt.

Die wichtigsten Funktionen der Neo 2 zusammengefasst. @ OutdoorMonster

DJI Neo 2: Design und Aufbau

Die Neo 2 setzt weiterhin auf ein kleines, geschlossenes Design. Das Wichtigste: Mit nur 151 Gramm liegt sie deutlich unter der 250-g-Grenze. Damit zählt sie zu den leichtesten Kameradrohnen am Markt. Neu ist die Tastenanordnung auf der Unter- (dazu gleich mehr) und vor allem ein kleines, aber sehr gut ablesbares Display an der Vorderseite. Es dient zur Anzeige des gewählten Modus und der entsprechenden Parameter. So weit, so gut.

DJI Neo 2 Frontdisplay
Links das neue Display, rechts der Sensor für die Erkennung von Handgesten. @ OutdoorMonster

Zwei Dinge haben uns aber gestört. Punkt 1: Die Neo 2 ist mit 147 × 171 × 41 mm einen Ticken breiter und länger als die Neo 1 (130 × 157 × 48,5 mm). Da sie weiterhin keine klappbaren Flügel hat, wie zum Beispiel die HoverAir X1 Promax, passt sie daher in noch weniger Jackentaschen als der Vorgänger. Auch in Fahrradtrikots muss man sie stärker hineinquetschen. In Sachen Mobilität sieht es also ein wenig schlechter aus.

Neo 2 Jackentasche
Es ist ein wenig Glückssache, ob die Neo 2 in die Jackentasche passt. @ OutdoorMonster

Fernsteuerung nur mit Zusatzmodul

Punkt 2 sind die neuen Antennen am Heck (nur bei der Fly More Combo). Die nerven beim Verstauen und hinterlassen außerdem nicht den stabilsten Eindruck. Was man aber wissen muss: Dabei handelt es sich um ein Modul, das man nur dann benötigt, wenn man die Neo 2 per Controller steuern möchte. Denn ohne dieses Modul (“Digital Transceiver”) funkt die Drohne lediglich per WLAN direkt zur Smartphone-App. Mit Modul wird aus der Mini-Drohne ein vollwertiges O4-System, das auch DJI-Fernsteuerungen und FPV-Brillen unterstützt.

Das sorgt für Flexibilität, führt aber gleichzeitig zu Kritik. Bei der Neo 1 war die Controller-Unterstützung integriert, jetzt kostet sie Aufpreis (als Zubehör 21 Euro) beziehungsweise ist nur in der „Fly More Combo“ enthalten. Außerdem hätte DJI aus unserer Sicht die Montage bzw. Demontage einfacher gestalten können: Denn das Modul ist durch vier kleine Schrauben gesichert. Man hat aber nicht immer einen passenden Schraubendreher dabei. Das hätte man eleganter lösen können.

DJI Neo 2 04-Modul
Unpraktisch: Das O4-Funkmodul wird mit vier kleinen Schrauben an der Drohne befestigt. @ OutdoorMonster

Und noch zwei Kritikpunkte: Die DJI Neo 2 verfügt weiterhin über keinen microSD-Slot. Immerhin ist der interne Speicher in der neuen Version von 22 auf 49 Gigabyte gewachsen. Das reicht bei 4K-Aufnahmen mit 30 fps für ungefähr 150 Minuten Video. Die dunkelgraue Gehäusefarbe wirkt edel, hat in der Praxis aber einen Nachteil. Stürzt die Neo 2 ins hohe Gras oder ins Unterholz (was nicht selten vorkommt), lässt sie sich deutlich schwerer wiederfinden als ein helles Modell.

DJI Neo 2 Gebuesch
Das unauffällige Grau der Neo 2 macht es nicht immer einfach, die kleine Drohne nach einem Absturz wieder aufzuspüren. @ OutdoorMonster

DJI Neo 2: Bessere Bildqualität

Beim ersten Blick ins Datenblatt waren wir zunächst enttäuscht. Denn die Neo 2 arbeitet genau wie die Neo 1 mit einem kleinen 1/2-Zoll-Sensor und 12 Megapixeln. Und genau dieser Punkt war beim Vorgänger einer der größten Kritikpunkte. Die Neo 1 lieferte zwar 4K-Auflösung, doch die Videoqualität war in der Praxis oft weit davon entfernt, wie „4K“ sein sollte. Statt knackscharf sah man sichtbare Artefakte bei Bewegung, wenig Details, schwache Kontraste, überstrahlte Himmel, unnatürliche Farben und viel Rauschen bei schwachen Lichtverhältnissen. Dazu gab es maximal 30 Bilder pro Sekunde. Dies ist zwar eigentlich kein großes Thema, führt jedoch bei schnellen Bewegungen, wie Kurven oder Verfolgen von Objekten, mitunter zu Rucklern und unscharfen Details. Fließende Bewegungsabläufe ohne störende Effekte sind erst mit 60 fps möglich, wie sie die Neo 2 bietet. Besonders bei dynamischen Drohnenaufnahmen ist dies entscheidend.

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Und noch ein Fortschritt: Die Neo 2 arbeitet zwar weiterhin mit einem kleinen Sensor, kombiniert diesen aber mit einer lichtstärkeren Optik (f2,2 statt f2,8). Diese lichtstärkere Linse führt in der Praxis zu einem erweiterten Dynamikumfang, saubereren Lichtern (Highlights) und sichtbar reduziertem Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen wie Dämmerung. Im Gegensatz zur Neo 1, die helle Himmelsbereiche schnell “ausbrennen” ließ, bewahrt die Neo 2 die Detailzeichnung in diesen hellen Partien deutlich länger, und das sogar ohne den Einsatz spezieller HDR-Funktionen. Dadurch wirken Farben natürlicher, Hauttöne weniger „künstlich” und die Sättigung von Vegetation ausgewogener.

Gamechanger Zwei-Achsen-Gimbal

Ein weiterer spürbarer Fortschritt betrifft die Stabilisierung. Die Neo 1 setzte nur auf ein einachsiges Gimbal für die Neigung in Kombination mit elektronischer Stabilisierung. Bei schnellen Bewegungen, Schräglagen und seitlichen Korrekturen stieß diese Lösung sichtbar an Grenzen. Die Neo 2 arbeitet nun mit einem zweiachsigen Gimbal und einer zurückhaltender abgestimmten elektronischen Stabilisierung. Kippbewegungen fängt sie ruhiger ab, seitliche Läufe und Radfahrten glättet die Software feinfühliger. Für dynamische Selfie-Clips ergibt das ein deutlich ruhigeres Bild. Erst bei sehr abrupten Richtungswechseln zeigt sich weiterhin der Vorteil eines dreiachsigen Gimbals, wie er größeren DJI-Modellen vorbehalten ist. Kurzum: Im Vergleich zur Neo 1 haben sich Bild und Stabilisierung sichtbar verbessert:

  • 4K 60 fps statt 4K 30 fps
  • stabilere Detailwiedergabe bei Bewegung
  • Gimbal greift feiner ein, weniger sichtbare Verwackler
  • geringeres Rauschen bei Innen- und Dämmerlicht
Neo 2 in Hand
Der mechanische 2-Achsen-Gimbal ermöglicht deutlich ruhigere und stabilere Videoaufnahmen als beim Vorgänger. @ OutdoorMonster

Die Videos sehen selbst auf einem 4K-Bildschirm klasse aus, machen Spaß und sind für den privaten Gebrauch mehr als ausreichend. Klar sollte aber auch sein: Teurere DJI Drohnen wie die DJI Flip und noch mehr die DJI Mini 5 Pro legen in Sachen Videoqualität mindestens eine Schippe drauf. Das zeigt sich besonders bei wenig Licht, wo die Neo 2 sensortechnisch limitiert ist. Für Abendlicht reicht es noch, für Nachtläufe definitiv nicht. Das liegt aber nicht nur an der schwachen Bildqualität, sondern auch daran, dass die Neo 2 in dunklen Umgebungen Probleme hat, Personen im Fokus zu halten.

Flugverhalten und Steuerung

Die Neo 2 fliegt ferner spürbar besser als ihr Vorgänger. Laut Hersteller erreicht sie im Horizontalflug 8 m/s im Normalmodus und 12 m/s im Sportmodus. Damit ist sie fast doppelt so schnell wie die Neo 1. Die Drohne reagiert zudem direkter auf Steuerbefehle, setzt Richtungswechsel sauberer um und hält die Höhe stabiler, auch wenn sie seitlich versetzt wird. Das typische Pumpen der Neo 1, also das Auf- und Abwippen bei Korrekturen, tritt bei der Neo 2 kaum noch auf.

Deutlich wird der Unterschied vor allem auf engem Raum. Zwischen Bäumen, Hecken oder Pfosten lässt sich die Neo 2 mit Controller präziser steuern, ohne auszubrechen oder plötzlich abzubremsen. Auch hier hält die Neo 2 hält Kurs und Tempo gleichmäßiger als der Vorgänger, was in Bewegungsszenen zu sichtbar ruhigerem Filmmaterial führt.

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Dabei ist ferner der aus größeren DJI Drohnen bekannte „Tempomat-Modus“, durch den die Neo 2 ein konstantes Flugtempo hält. Im Test funktionierte das gut. Die Drohne fliegt selbständig mit gleichbleibender Geschwindigkeit weiter, ohne dass der Stick dauerhaft gedrückt werden muss. Das erleichtert gleichförmige Verfolgungsszenen, etwa beim Joggen oder Radfahren. Insgesamt wirkt die Neo 2 durch die Verbesserungen im Zusammenspiel mit einer Fernbedienung weniger wie ein Spielzeug, sondern vielmehr wie eine kleine, ernstzunehmende Kameradrohne. Sie bietet nicht nur mehr Geschwindigkeit als die Neo 1, sondern auch mehr Kontrolle.

DJI Neo 2: Verbesserte Automatik Modi

Viel spannender sind bei der Neo 2 aber die automatischen Modi. Und genau hier liefert DJI voll ab. Dazu muss man wissen: Genau wie die erste Neo, lässt sich auch die Neo 2 nicht nur klassisch per Smartphone-App oder Controller steuern, sondern vollständig ohne Zubehör. Das ist ganz einfach: Modus per Taste auswählen (zum Beispiel „Follow“), Starttaste drücken, Neo 2 in der offenen Handfläche vor sich halten und los geht’s. Die Neo 2 führt dann das gewünschte Manöver aus, kehrt dann zum Nutzer zurück und landet auf der ausgestreckten Hand. Allein das ist schon cool.

Die Neo 2 kann nicht nur von hinten, sondern auch von vorne und von der Seite filmen. @ OutdoorMonster

Was DJI aber jetzt mit der Neo 2 veranstaltet hat, grenzt schon fast an Magie. Denn die Drohne lässt sich nun sogar mit Handgesten steuern. Das funktioniert ebenfalls verblüffend einfach (und verblüffend gut). Angenommen, die Neo 2 folgt euch, ihr wollt aber, dass sie euch von vorne statt von hinten filmt. Dann zeigt ihr der Neo 2 eure Handfläche und wartet kurz, bis sie die Erkennung durch ein blaues Statuslicht bestätigt. Fortan könnt ihr sie wie von Zauberhand nach links, rechts, oben und unten bewegen und so in die gewünschte Position manövrieren. Durch eine Zweihand-Geste könnte ihr sogar die Distanz anpassen. Die Landung erfolgt ebenfalls per Geste: Hand ausstrecken und kurz warten, bis die Neo 2 landet. Das gabs zwar auch schon beim Vorgänger, funktioniert hier aber deutlich zuverlässiger.

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Zusätzlich verfügt die Drohne über einen Sprachmodus, der die die Gestensteuerung um einfache Sprachbefehle, etwa zum Starten, Stoppen der Aufnahme oder Wechseln des Modus ergänzt. Das funktioniert allerdings nur im Zusammenspiel mit der Smartphone-App und im Test nicht sehr zuverlässig. Aus unserer Sicht eher ein Gag als sinnvolles Feature.  

Optimierte Bedienung

Neben der Gesten- und Sprachsteuerung verfügt die Neo 2 über ein überarbeitetes Tastenfeld am Gerät selbst. Oben sitzt der Einschalter, darunter drei Funktionstasten und an der Front das bereits erwähnte Statusdisplay. Eine der Tasten aktiviert den Handstart-Modus, zwei weitere steuern je nach Kontext Funktionen wie Modi oder Parameter wie Höhe und Winkel. Gut: Da sich die Starttaste nun unten am Gehäuse befindet, kann man die Neo 2 im Gegensatz zum Vorgänger mit nur einer Hand starten. Zusammen ergibt das ein geniales Bedienkonzept, das näher an einer autarken Selfie-Kamera liegt als an einer klassischen Drohne.

tasten neo 2
Praktisch: Die Neo 2 lässt sich aufgrund des neuen Tastenlayouts mit nur einer Hand starten. @ OutdoorMonster

Im Prinzip hat uns nur eine Sache gestört. Und zwar die Begriffe auf dem Display und der Smartphone-App (wahrscheinlich dem Beta-Status geschuldet). Uns ist auf jeden Fall nicht klar, was zum Beispiel bei Entfernung „Beenden“ bedeuten soll. Oder was der Unterschied zwischen „niedrig“ und flach“ ist.

Hinderniserkennung und Sicherheit

Neben der verbesserten Flugstabilität ist die größte Neuerung der Neo 2 das Zusammenspiel aus Hinderniserkennung und automatisierten Bedienmodi. Die Drohne verfügt jetzt über eine Rundumerkennung inklusive Laserradar (LIDAR), die auch bei Dämmerung oder in Innenräumen arbeitet. Zusätzlich ist ein abwärts gerichteten Infrarotsensorsystem an Bord. Die Kombination funktioniert klasse. Wenn einen die Drohne zum Beispiel von vorne filmt und sie auf Hindernis trifft, wird sie (fast immer) einen alternativen Weg finden und weiterfilmen. Die Neo 1 wäre blind ins Verderben geflogen und abgestürzt. Ebenfalls klasse: Im Test schaffte es die Neo 2 sogar uns mehrere hundert Metern durch einen engen, dicht bewachsenen Trail mit unzähligen Sträuchern und Bäumen zu folgen (siehe Video) – Wahnsinn.

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Fehlerfrei arbeitet die Hinderniserkennung der Neo 2 allerdings nicht. Im Test crashte sie öfter. Zum Beispiel im Boomerang-Modus mit Vollgas in eine Baumkrone. Auch im Follow-Modus verfing sie sich mitunter im Gestrüpp. Das ist aber aufgrund ihrer geschützten Propeller in der Regel kein großes Thema. Für so widerstandsfähig wie die Neo 1, die als nahezu unzerstörbar gilt, halten wir sie allerdings nicht. Das liegt in erster Linie am empfindlicheren 2-Achsen-Gimbal, der eine potenzielle Schwachstelle darstellt.

Praxistest beim Mountainbiken

Doch wie sieht es beim Fahrradfahren aus? Um das herauszufinden, haben wir die Neo 2 dem ultimativen Härtetest für jede Follow-Drohne unterzogen: Mountainbiken im Wald. Sprich: enge Pfade, dichtes Geäst und viele Richtungswechsel. Dazu muss man wissen: Die Neo 2 verfügt im Gegensatz zur Neo 1 über einen speziellen Cycling-Follow-Modus. Der soll dafür sorgen, dass die Drohne auch bei höheren Geschwindigkeiten zuverlässig am Fahrer dranbleibt und die gewählte Position hält. Klasse dabei: Genau wie im „normalen“ Follow-Modus hat man dabei die Wahl, ob einen die Drohnen klassisch von hinten, oder aber auch schräg von vorne oder seitlich filmen soll. Insgesamt stehen acht Blickwinkel zur Auswahl. Ein dicker Vorteil etwa im Vergleich zur HoverAir X1 Promax, die einen im Cycling-Modus nur von hinten filmt.  

Und das Beste: Im Test konnte uns die Neo 2 (fast immer) bis zu 40 km/h mühelos folgen. Selbst moderate Kurven meistert sie souverän, korrigiert anschließend ihre Flugbahn und nimmt die ursprüngliche Kameraposition wieder ein. Nur in sehr engen Passagen, bei dichtem Bewuchs oder abrupten Richtungswechseln stößt das System ähnlich wie bei der X1 Promax an seine Grenzen. Trotz ihrer fortschrittlichen Hinderniserkennung kam es vereinzelt zu Kollisionen, etwa mit überhängenden Ästen.

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Was die Neo 2 aber viel besser als die X1 Promax kann, ist das Filmen von vorne. Während die X1 ab einer gewissen Geschwindigkeit nicht mehr mithält, abdreht und dann von hinten weiterfilmt, macht das die Neo 2 deutlich besser. Selbst moderate Kurven bekommt sie gut hin und nimmt anschließend wieder die gewählte Position ein – chapeau. Kurzum: die DJI Neo 2 ist aus unserer Sicht zusammen mit der X1 Promax aktuell die beste Drohne für Radfahrer und Mountainbiker.

Tracking und Gestensteuerung

Ebenfalls neu: Die Neo 1 konnte ausschließlich Personen verfolgen. Die Neo 2 erweitert das automatische Tracking um Fahrzeuge und Fahrräder, was den Einsatzzweck deutlich erweitert. Die Erkennung funktioniert zuverlässig, solange das Objekt sichtbar bleibt. Kurzzeitige Verdeckung, etwa hinter einzelnen Bäumen, toleriert die Drohne, bei vollständiger Abschirmung stoppt das Tracking wie erwartet.

DJI Neo 2 Handgeste
Mitunter wirkt die Gestensteuerung etwas theatralisch. @ OutdoorMonster

Beim Vorgänger war die Verfolgung außerdem auf ein einfaches ActiveTrack beschränkt, das den Nutzer ausschließlich von hinten filmte. Die Neo 2 bietet jetzt ActiveTrack 360 und damit deutlich mehr Kontrolle über die Kameraposition. Die Drohne lässt sich näher heranholen oder weiter entfernen sowie frei um die Person herum platzieren – etwa oben links, unten rechts oder direkt frontal. So entstehen abwechslungsreichere, dynamischere Aufnahmen, die deutlich professioneller wirken als beim Vorgänger.

Allerdings gilt: Die erweiterten Verfolgungsfunktionen stehen nur im Zusammenspiel mit einem Controller zur Verfügung. Ohne Sender, also im reinen Gesten- oder Handmodus, kann die Neo 2 zwar starten, folgen und filmen, aber nicht zwischen Tracking-Profilen wechseln. Unterstützt werden laut DJI der RC2 Mini-Controller, die klassischen N2- und N3-Fernsteuerungen, der FPV3-Stick sowie die Steuerung per Smartphone-App über WLAN. Nicht kompatibel ist der neue RC Pro 2 mit Klappdisplay.

DJI Neo 2 Controller
In Zusammenspiel mit einer Fernbedienung lässt sich die Neo 2 auch wie eine normale Drohne fliegen. @ OutdoorMonster

DJI Neo 2: Akkulaufzeit

DJI gibt bis zu 19 Minuten Flugzeit an. Realistisch sind aber eher 12 bis 13 Minuten bis zur Zwangslandung. Ein zweiter oder dritter Akku gehört also fast schon zur Pflichtausstattung. Neigt sich die Ladung dem Ende und ein interner Grenzwert wird erreicht, schaltet die Neo 2 nicht einfach in den Sinkflug, sondern landet selbstständig. Bis „zur letzten Sekunde“ zu fliegen möchte, ist bei der Neo 2 also nicht möglich. Die Drohne unterstützt das Laden über USB-C mit einer maximalen Eingangsleistung von 30 Watt. Im Test benötigt ein vollständig entladener Akku für die volle Ladung (100 %) knapp 50 Minuten, während rund 35 Minuten genügen, um 80 % Kapazität zu erreichen.

Lautstärke und Klang

Und noch ein wichtiger Punkt: Eines der größten Ärgernisse der ersten Neo war ihr auffälliges, hochfrequentes Surren. Glücklicherweise klingt die Neo 2 angenehmer, tiefer und insgesamt weniger schrill. Komplett leise ist sie jedoch nicht. Die Physik lässt sich nicht austricksen, sodass die vier kleinen Rotoren weiterhin das typische Mini-Drohnen-Geräusch erzeugen. Im Test blieb sie auch in unmittelbarer Nähe erträglich, was bei einer Selfie-Drohne, die oft in Körpernähe startet, wichtiger ist als bei anderen Drohnen.

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Für wen ist die DJI Neo 2 ideal?

Im DJI-Portfolio nimmt die Neo 2 definitiv eine andere Rolle ein als Mini 5 Pro oder DJI Flip. Während die Mini-Serie klassische Kameradrohnen mit Schwerpunkt auf Bildqualität und Flugreichweite abdeckt, und die Flip als Vlogger-Kamera mit großem Sensor und filmischer Darstellung positioniert ist, setzt die Neo 2 vor allem auf Einfachheit, geringes Gewicht und schnelle Einsatzbereitschaft. Sie ist nicht als vollwertige Kamera-Drohne konzipiert, sondern als ultraleichte Begleiterin für kurze, spontane Clips, inklusive automatischem Tracking, Gestensteuerung und kompletter Rundum-Hinderniserkennung. Ihre Zielgruppe sind nicht ambitionierte Filmer, sondern Nutzer, die noch nie oder selten eine Drohne geflogen sind. Dazu zählen Familien, Sportler und Reisende, die ohne Fremdhilfe spektakuläre Selfie- und Follow-Aufnahmen erstellen möchten. In dieser Nische ist die Neo 2 unschlagbar, nicht zuletzt wegen ihres verführerischen Preises.

DJI Neo 2 Drohne hebt ab
Die Neo 2 ist nicht nur für Einsteiger unsere Empfehlung, sondern für alle, die einfach und schnell eindrucksvolle Aufnahmen aus der Luft machen möchten. @ OutdoorMonster

DJI Neo 2: Varianten und Preise

Die Neo 2 gibt es in drei Ausstattungsstufen. Die Basisversion kostet sehr faire 239 Euro und enthält nur die Drohne mit einem Akku. Das “Fly More Combo-Paket (Drone only)” für 329 Euro erweitert den Lieferumfang um zwei zusätzliche Akkus und einen Ladehub. Dazu gibt es die DJI Neo 2 Fly More Combo für 399 Euro, die zusätzlich einen RC-N3-Controller und das O4 Transceiver-Modul enthält. Darüber hinaus bietet DJI das Motion Fly More Combo für ca. 579 Euro an. Es enthält den Motion-Controller sowie ebenfalls das Funkmodul für die O4-Verbindung.

Neo 2 Fly More Combo
Für Drohneneinsteiger das beste Paket ist die “Fly More Combo” inklusive Fernbedienung und Zusatz-Akkus. @ OutdoorMonster

Fazit: Kleine Drohne, großer Fortschritt

DJI hat mit der Neo 2 die Schwächen der ersten Generation fast vollständig ausgeräumt und das Konzept einer ultraleichten Selfie-Drohne weitergedacht. Mehr Stabilität, bessere Bildqualität, 4K60, ein echter Zwei-Achsen-Gimbal, zuverlässigeres Tracking, faszinierende Gestensteuerung, Top-Hinderniserkennung, bessere Flugeigenschaften, angenehmeres Propellergeräusch – all das macht die Neo 2 zu einer Drohne, die sich deutlich erwachsener anfühlt, ohne ihre Einfachheit zu verlieren.

Die DJI Neo 2 auf der Hand mit Kauftippsiegel
Die Neo 2 hat den @ OutdoorMonster Kauftipp vollkommen verdient.

Sie ist sicher nicht die erste Wahl für Cine-Shots über Bergketten oder Langzeit-Flüge über Küstenlinien. Aber sie ist die perfekte Drohne für alle, die schnelle und schicke und Clips von sich selbst, der Familie oder sportlichen Aktivitäten schießen wollen und das ohne lange Vorbereitung, ohne Flugerfahrung und ohne YouTube-Tutorials. Einschalten, in die Hand legen, losfilmen. Hinzu kommt nicht zuletzt der äußerst attraktive Preis. Mehr Drohne gibt’s nirgendwo fürs Geld. Hier findet Ihr die Neo 2 zum Bestpreis:

Kaufbutton Amazon

Wer zum ersten Mal eine Drohne kauft, macht mit ihr definitiv nichts falsch. Wer schon größere DJI-Modelle besitzt, bekommt einen erstaunlich leistungsfähigen „Immer-dabei-Flieger“, der in Sekunden startklar ist. Und wer Social-Clips oder Action-Reels produziert, wird sich fragen, warum diese Art Drohne nicht schon früher existierte.

Pro

  • Sehr einfache Bedienung, auch ohne Controller
  • Sehr gutes Tracking im Follow-Modus
  • Magische Gestensteuerung
  • Ansprechende Bildstabilisierung und Videoqualität
  • Gute Rundum-Hinderniserkennung
  • Für eine Mini-Drohne starkes Flugverhalten
  • Ideale “Immer-dabei”-Drohne
  • Attraktiver Preis

Contra

  • Nur ca. 13-14 Minuten echte Flugzeit
  • Kein microSD-Slot, Speicher nicht erweiterbar
  • Controller-Support nur mit Zusatzmodul

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