DJI Osmo Pocket 4 im Test: Dieses Upgrade merkt man sofort bei schlechtem Licht

Die DJI Osmo Pocket 4 überzeugt im Test mit starkem Lowlight, Fülllicht und internem Speicher. Es zeigt sich aber auch: Das Upgrade lohnt sich nicht für jeden.


Es gibt Kameras, die man wegen ihrer Bildqualität bewundert. Und es gibt Kameras, die man tatsächlich mitnimmt, weil sie klein, schnell und unkompliziert sind. Genau deshalb ist die Pocket-Serie von DJI seit Jahren so erfolgreich. Die neue DJI Osmo Pocket 4 passt in die Jackentasche, ist in Sekunden startklar und liefert trotzdem Aufnahmen, die deutlich über Smartphone-Niveau liegen.

Die große Frage war diesmal allerdings: Reicht das für ein echtes Upgrade? Denn schon die Pocket 3 war eine der besten Reisekameras überhaupt. DJI musste also nicht alles neu erfinden, sondern die richtigen Stellschrauben finden.

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Wir haben die Pocket 4 drei Wochen lang in ganz unterschiedlichen Situationen genutzt: bei Nebel und Abendlicht in Sankt Peter-Ording, auf Events, im Auto, bei Produktvideos auf dem Stativ und ganz klassisch unterwegs. Dabei wurde schnell klar: Die Pocket 4 ist kein Show-Upgrade. Sie ist vielmehr eine spürbar bessere Alltagskamera – vor allem dann, wenn das Licht schlechter wird oder es schnell gehen muss.

DJI Osmo Pocket 4 auf einen Blick

Die Pocket 4 bleibt ihrem Konzept treu: kompakte Gimbal-Kamera mit 1-Zoll-Sensor, drehbarem Display und Einhandbedienung. DJI hat aber an vielen Stellen sinnvoll nachgelegt.

Die wichtigsten Neuerungen:

  • neuer 1-Zoll-CMOS-Sensor mit bis zu 14 Blenden Dynamikumfang
  • 10-Bit D-Log für mehr Reserven in der Nachbearbeitung
  • bessere Lowlight-Performance, laut DJI bis zu zwei Blenden mehr Dynamik
  • 4K mit bis zu 240 fps
  • verlustfreier 2x-Zoom direkt per Taste, bis zu 4x Zoom
  • ActiveTrack 7.0 mit verbessertem Autofokus
  • Gestensteuerung für Start / Stopp und Tracking
  • 107 GB interner Speicher
  • Datenübertragung mit bis zu 800 MB/s via USB 3.1
  • neuer 5D-Joystick
  • zwei Zusatztasten unter dem Display
  • bis zu 240 Minuten Laufzeit
  • 80 Prozent Ladung in 18 Minuten
  • magnetisches Fülllicht mit drei Helligkeits- und Farbtemperaturstufen

Preis: ab 499 Euro, Creator Combo für 619 Euro.

Unser Test-Bundle, die CREATOR COMBO, auf einen Blick. © DJI

Kurzfazit

Die DJI Osmo Pocket 4 ist kein radikaler Neustart, sondern genau die Weiterentwicklung, die im Alltag zählt. Besonders bei wenig Licht liefert sie sichtbar bessere Ergebnisse als der Vorgänger: natürlicher, sauberer und stimmungsvoller. Gleichzeitig machen der interne Speicher, die neuen Direktzugriffe unter dem Display und das clevere magnetische Fülllicht die Kamera im Alltag deutlich entspannter. Wer viel reist, spontan filmt oder auch abends noch gute Clips möchte, bekommt mit der Pocket 4 derzeit die rundeste Mini-Gimbal-Kamera am Markt. Besitzer der Pocket 3 müssen allerdings nicht hektisch upgraden – es sei denn, Lowlight spielt bei ihnen eine wichtige Rolle.

DJI Osmo Pocket 4

DJI Osmo Pocket 4

  • sichtbar bessere Lowlight-Performance
  • sehr natürliche Bildqualität
  • sinnvoller verlustfreier 2x-Zoom per Taste
  • Gimbal-Schutz fummelig
  • kleinere Software-Macken im Test
Testergebnis: i 1,43 (sehr gut)
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Drei Wochen Praxistest: Genau dort besser, wo man es unterwegs wirklich merkt

Lowlight: Hier macht die Pocket 4 den größten Schritt

Die größte Stärke der Pocket 4 zeigt sich ausgerechnet in den Situationen, in denen kleine Kameras bislang oft schnell an ihre Grenzen kamen: wenn das Licht kippt.

Das konnten wir direkt zu Beginn unseres Tests sehr gut ausprobieren – am Strand von Sankt Peter-Ording. Es war einer dieser typischen Nordseeabende: leichter Nebel, wenig Restlicht, alles etwas flacher und diffuser. Schön für die Stimmung, schwierig für Kameras.

Genau hier war der Unterschied zur Pocket 3 sofort sichtbar.

Natürlich zaubert auch die Pocket 4 keine Wunder. Trotzdem bleiben Schatten deutlich sauberer, dunkle Flächen rauschen weniger und feine Details gehen später verloren. Vor allem aber wirkt das Material viel natürlicher. Die Kamera hellt nicht aggressiv auf, sondern erhält die Atmosphäre der Szene.

Das ist mehr als nur ein schöner Nebeneffekt. Denn gerade unterwegs entstehen die besten Bilder eben selten bei perfektem Mittagslicht. Sonnenuntergänge, Lagerfeuer, Abendstimmungen oder spontane Szenen im Auto – genau hier ist die Pocket 4 sichtbar souveräner.

Technisch passt das zu den Verbesserungen: DJI setzt weiterhin auf einen 1-Zoll-Sensor, hat aber den Dynamikumfang auf bis zu 14 Blenden erhöht. Dazu kommt 10-Bit D-Log, was gerade bei kontrastreichen Szenen mehr Reserven bringt. DJI spricht selbst von bis zu zwei Blenden mehr Lowlight-Dynamik – und dieser Fortschritt ist im Alltag tatsächlich nachvollziehbar.

In der Creator Combo ist alles drin. Auch diese einen Tick zu kleine Tasche. © OutdoorMonster

Tagsüber bleibt die Pocket 4 angenehm unaufgeregt – und genau das ist ihre Stärke

Bei Tageslicht war schon die Pocket 3 stark. Entsprechend spannend war die Frage, ob DJI hier nur Feinschliff betreibt oder ob man tatsächlich etwas merkt.

Die Antwort lautet: ja, aber angenehm subtil.

Die 4er ist etwas rougher geriffelt, passend zum Einsatzzweck. © OutdoorMonster

Die Pocket 4 produziert tagsüber Bilder, die einfach gut aussehen, ohne sich aufzudrängen. Die Schärfe ist hoch, wirkt aber nicht digital überzeichnet. Farben sind kräftig, bleiben aber natürlich. Himmel brennen später aus, Wasser reflektiert sauber, Landschaften wirken stimmig.

Das klingt zunächst unspektakulär, ist aber gerade draußen ein großes Kompliment. Denn viele Kameras versuchen heute, aus jeder Szene zwanghaft einen Hochglanzclip zu machen. DJI geht den besseren Weg: Die Pocket 4 liefert zuverlässig gutes Material, ohne dass man sich ständig mit Einstellungen beschäftigen muss.

Und genau deshalb nimmt man sie eben wirklich mit.

Audio: DJI bleibt auch beim Ton eine der stressfreiesten Lösungen unterwegs

Schon die Pocket 3 gehörte bei kompakten Kameras zu den angenehmsten Geräten, wenn es um den Ton ging. Die Pocket 4 knüpft daran an und legt an den entscheidenden Stellen sinnvoll nach.

Im Alltag bedeutet das vor allem eines: weniger Zusatzaufwand. Denn schon die internen Mikrofone liefern für eine Kamera dieser Größe überraschend brauchbare Ergebnisse. DJI verbaut erneut ein Triple-Mikrofon-System, das Sprache sauber aufnimmt und Umgebungsgeräusche besser trennt als viele Smartphones oder Actioncams. Gerade bei Vlogs, kurzen Statements oder spontanen Reiseclips klingt das Material direkt aus der Kamera angenehm klar.

Die Funkmikrofone können wie immer im Menü ausgewählt werden. © OutdoorMonster

Hilfreich ist außerdem die Audio-Zoom-Funktion. Sie passt die Richtwirkung der Mikrofone an den Bildausschnitt an. Wenn man also etwas heranzoomt, rückt akustisch auch das Motiv stärker in den Vordergrund. Das ersetzt zwar kein gutes Richtmikrofon, hilft aber im Alltag tatsächlich, wenn man draußen unterwegs ist oder auf Events filmt.

Richtig stark wird die Pocket 4 allerdings in Kombination mit den DJI-Mikros. Im Test haben wir – wie schon bei der Pocket 3 – überwiegend mit dem DJI Mic Mini gearbeitet. Die Verbindung klappt weiterhin schnell und zuverlässig, ohne nerviges Koppeln oder Herumgefummel. Genau das ist unterwegs Gold wert: einschalten, verbinden, losfilmen.

Neu ist außerdem, dass die Pocket 4 bis zu vier Audiokanäle gleichzeitig verarbeiten kann. Wer also Interviews, O-Töne oder kleine Reportage-Setups drehen will, bekommt hier deutlich mehr Spielraum als bei vielen anderen Kompaktkameras. Für Creator, die unterwegs schnell und ohne großes Setup arbeiten wollen, bleibt die Pocket-Serie damit eine der stressfreisten Lösungen am Markt.

Unterm Strich gilt: Wer nur spontane Clips dreht, kommt mit den internen Mikrofonen oft schon erstaunlich weit. Wer mehr will, bekommt mit dem DJI-Ökosystem aber weiterhin eines der angenehmsten Plug-and-Play-Audiosysteme überhaupt.

Bedienung: Kleine Details, die im Alltag tatsächlich helfen

Bei der Bedienung hat DJI die Osmo Pocket 4 spürbar weiterentwickelt. Das klingt zunächst nach einem typischen Datenblatt-Upgrade, macht sich im Alltag aber schneller bemerkbar, als man denkt.

Der neue 5D-Joystick

Der kleine Knüppel ist im direkten Vergleich zur Pocket 3 das angenehmste Hardware-Upgrade. Er reagiert deutlich feinfühliger, lässt sich präziser dosieren und macht Kamerafahrten spürbar kontrollierter. Gerade bei Produktaufnahmen auf dem Tisch oder langsamen Schwenks im Urlaub hilft das enorm, weil Bewegungen natürlicher wirken. Hinzu kommen praktische Funktionen: Ein Druck bringt einen zurück ins Menü, per Doppelklick zentriert sich der Gimbal neu, mit dreifachem Druck wechselt die Kamera zwischen Front- und Selfie-Ansicht. Das spart im Alltag viele kleine Handgriffe.

Der neue Joystick baut ein ganz schönes Stück höher auf. © OutdoorMonster

Neu sind außerdem zwei Zusatztasten unter dem Display.

Links sitzt der Zoom-Toggle: Ein kurzer Druck wechselt zwischen 1x und 2x, per Doppelklick springt die Kamera auf 4x. Rechts sitzt ein frei belegbarer Custom-Button. Standardmäßig wechselt man damit schnell zwischen Foto und Video, ändert den Gimbal-Modus oder sperrt die Stabilisierung. Ehrlich gesagt: Nett ist das auf jeden Fall, aber für uns war das nicht der große Aha-Moment. Die Pocket 3 ließ sich ebenfalls schon sehr intuitiv bedienen. Trotzdem ist die Pocket 4 in Summe etwas flüssiger geworden – und genau das merkt man nach ein paar Tagen.

Schön zu sehen, wie die beiden neuen Tasten integriert wurden. © OutdoorMonster

ActiveTrack 7.0 funktioniert im Alltag endlich richtig entspannt

DJI hat auch beim Tracking sinnvoll nachgelegt. ActiveTrack 7.0 klingt im Marketing erst mal wie ein typisches Update-Versprechen – im Alltag merkt man die Verbesserungen aber tatsächlich.

Wir haben die Pocket 4 mehrfach auf dem Stativ genutzt, unter anderem für Produktvideos und Moderationen. Dabei ging es gar nicht um spektakuläre Szenen, sondern um ganz normale Bewegungen: einen Meter nach links, einen Schritt zurück, leicht versetzt stehen.

Genau hier überzeugte die Kamera.

Mit dem Stativ kann man vor der Kamera moderieren und wird via ActiveTrack verfolgt. © OutdoorMonster

Die Pocket 4 verfolgt Motive deutlich ruhiger, ohne hektisch nachzuziehen. Außerdem ist der Autofokus spürbar souveräner geworden. Besonders praktisch: Mit „Motivverfolgung mit Fixierung“ lässt sich ein Gesicht oder Objekt gezielt antippen und dauerhaft verfolgen lassen. Noch spannender ist die Funktion „Priorität des registrierten Motivs“: Damit merkt sich die Kamera ein vorher definiertes Gesicht und hält dieses bevorzugt im Fokus.

Für Solo-Creator ist das ein echter Vorteil. Denn statt ständig zu kontrollieren, ob man noch richtig im Bild steht, kann man sich deutlich entspannter auf den Inhalt konzentrieren.

Diesen Test der kleinen Akku-Kettensäge von LIDL haben wir komplett mit der Osmo Pocket 4 produziert und dabei auch das DJI Funkmikrofon benutzt.

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Interner Speicher: Das Feature, das man nach zwei Tagen nicht mehr missen will

107 GB interner Speicher klingen zunächst nach Komfortdetail. Im Alltag war das aber eines der Features, das wir am schnellsten schätzen gelernt haben. Denn plötzlich spielt es keine Rolle mehr, ob die Speicherkarte gerade im Laptop steckt oder ob man überhaupt eine dabeihat. Pocket raus, filmen, fertig.

Wir haben die Kamera bewusst oft ohne microSD genutzt – und kamen erstaunlich weit. Nach mehreren Reels-Drehs, Event-Clips und Produktaufnahmen war immer noch genug Luft. Dazu kommt: Die Datenübertragung per USB 3.1 ist mit bis zu 800 MB/s wirklich flott. Das spart gerade unterwegs viel Zeit. Für Creator, die direkt am Laptop schneiden oder Material schnell sichern wollen, ist das ein echter Fortschritt.

Fill Light: Das Zubehör, das wir am meisten genutzt haben

Das eigentliche Highlight im Alltag war für uns allerdings nicht nur der Sensor, sondern das neue magnetische Fill Light. DJI nennt es schlicht Osmo Pocket 4 Fill Light – und es ist in der Praxis deutlich hilfreicher, als man zunächst denkt.

Das kleine Zusatzlicht dockt magnetisch am Gimbal an und bewegt sich mit der Kamera mit. Dadurch bleibt das Motiv auch bei Bewegungen sauber ausgeleuchtet. Besonders stark: Das Licht lässt sich direkt an der Kamera oder am Modul selbst steuern.

Es gibt:

  • drei Helligkeitsstufen (12, 25 und 40 Lux bei 0,6 Metern)
  • drei Farbtemperaturen (2800 K, 4000 K, 5500 K)

Das klingt technisch, macht aber in der Praxis einen riesigen Unterschied. Ob kurze Clips im Auto, ein Statement im Hotelzimmer nach einem Messetag oder spontane Abendaufnahmen: Das Fill Light hebt Gesichter sichtbar an, ohne dass alles künstlich aussieht. Für uns ist das tatsächlich eines der stärksten Argumente für die Pocket 4 – gerade für alle, die regelmäßig bei schlechtem Licht filmen.

Diese Kontakte für das Kamera-Licht hat die Pocket 3 nicht. © OutdoorMonster

Akku und Workflow: Genau richtig für Reisen

Auch beim Akku hat DJI sinnvoll nachgelegt. Bis zu 240 Minuten Laufzeit in 1080p sind in dieser Klasse stark. Im Test war die Kamera jedenfalls nie der limitierende Faktor.

Dazu kommt das schnelle Laden: In 18 Minuten lädt die Pocket 4 auf 80 Prozent. Gerade unterwegs, im Auto oder zwischen zwei Drehorten, ist das Gold wert.

Wer längere Touren plant, kann außerdem weiterhin den Akkugriff nutzen. Schon in der Standard-Konfiguration ist die Pocket 4 aber deutlich ausdauernd genug für einen normalen Drehtag.

Was im Test genervt hat

So überzeugend die Pocket 4 insgesamt ist: Ganz perfekt ist sie nicht.

Der neue Gimbal-Schutz ist zwar kompakter und schicker geworden, in der Praxis aber unnötig fummelig. Er sitzt sicher, lässt sich dafür aber umständlicher abnehmen als beim Vorgänger. Gerade wenn es schnell gehen soll, nervt das.

Außerdem erschien im Test mehrfach ein Firmware-Hinweis beim Start, obwohl in der DJI-Mimo-App gar kein Update verfügbar war. Das ist kein Drama, trübt den ansonsten sehr guten Eindruck aber etwas.

Lohnt sich das Upgrade von der Pocket 3?

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.

Wer bereits eine Pocket 3 besitzt und fast nur tagsüber filmt, muss nicht sofort aufspringen. Die Pocket 3 bleibt eine sehr gute Kamera.

Gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen. Oben die neue Pocket 4. © OutdoorMonster

Wer dagegen oft:

  • bei schlechtem Licht filmt
  • viel im Auto oder Indoor dreht
  • möglichst stressfrei arbeiten will
  • spontan unterwegs Content produziert

…merkt den Unterschied schnell.

Die Pocket 4 ist kein Show-Upgrade. Sie ist vielmehr eine Kamera, die draußen an den richtigen Stellen erwachsener geworden ist.

Fazit: Die Pocket 4 ist die beste Reisekamera für alle, die spontan gute Clips wollen

DJI hat die Pocket-Serie nicht neu erfunden, sondern an den richtigen Stellen verbessert: Die Lowlight-Leistung ist sichtbar besser, das Tracking arbeitet entspannter, der neue Joystick fühlt sich endlich wirklich präzise an und die Zusatztasten sparen unterwegs tatsächlich Zeit. Dazu kommen der schnelle interne Speicher und das magnetische Fülllicht – zwei Features, die man anfangs vielleicht unterschätzt, nach ein paar Tagen aber nicht mehr missen möchte.

Die große Stärke der Pocket-Reihe ist das kompakte Format. © OutdoorMonster

Entscheidend ist jedoch etwas anderes: Die Pocket 4 senkt die Hürde, überhaupt zu filmen. Man muss weniger planen, weniger vorbereiten und weniger retten. Genau deshalb ist sie so stark. Sie macht gute Aufnahmen leichter – und zwar genau dann, wenn man eigentlich keine Lust auf Technik hat.

Wer neu einsteigt, bekommt mit der Pocket 4 aktuell die beste Mini-Gimbal-Kamera für Reisen, Roadtrips, Outdoor-Abenteuer und spontane Alltagsclips. Wer bereits eine Pocket 3 besitzt, kann entspannt bleiben – solange Tageslicht der Standard ist. Wer dagegen häufiger in der Dämmerung, im Auto oder in wechselnden Situationen filmt, wird dieses Upgrade schnell zu schätzen wissen.

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FAQ zur DJI Osmo Pocket 4

Was sind die wichtigsten Neuerungen am Gehäuse?

Die Pocket 4 führt zwei neue physische Tasten unter dem Display ein:

  • Zoom-Taste: Ermöglicht schnelles Umschalten zwischen 1x und 2x Zoom (einmaliges Drücken) sowie 4x Zoom (Doppelklick).
  • Custom-Taste: Kann individuell belegt werden, etwa für den Wechsel der Gimbal-Modi, Selfie-Modus, Kamera-Zentrierung oder zum Ein-/Ausschalten des Aufhelllichts.

Wie groß ist der interne Speicher und wie lange reicht er?

Die Kamera besitzt 107 GB integrierten Speicher. Das reicht für:

  • Ca. 600 Minuten bei 1080p / 24fps.
  • Ca. 220 Minuten bei 4K / 60fps.

Ist die Pocket 4 wasserdicht?

Nein, die Kamera selbst ist nicht wasserdicht.

Welche technischen Daten bietet der neue Sensor?

Die Pocket 4 nutzt einen 1-Zoll-CMOS-Sensor, der Aufnahmen in 4K mit bis zu 240 fps (nur im Zeitlupenmodus) unterstützt. Der Dynamikumfang liegt bei beachtlichen 14 Blendenstufen.

Was ist der Unterschied zum Vorgängermodell Pocket 3?

Die Hauptunterschiede liegen in der höheren Bildrate (240 fps vs. 120 fps), dem größeren internen Speicher, dem verbesserten Tracking (7.0), der Hauptakteur-Registrierung und der schnelleren Datenübertragung (USB 3.1 mit 800 MB/s).

Wie nah kann man mit der Pocket 4 fokussieren?

Die Naheinstellgrenze beträgt 20 cm.

Was bedeutet D-Log bei diesem Modell?

Der D-Log Farbmodus bietet einen höheren Dynamikumfang und flachere Kontraste. Das sorgt dafür, dass in hellen und dunklen Bildbereichen mehr Details erhalten bleiben, was ideal für die professionelle Nachbearbeitung ist.

Wie funktioniert die neue Hauptakteur-Registrierung?

Es können bis zu drei Personen als Hauptakteure registriert werden. Ist diese Funktion aktiv, priorisiert die Kamera diese Gesichter automatisch beim Fokussieren und Tracking, sobald sie im Bild erscheinen.

Was sind die Grenzen der Gestensteuerung?

Die Gestensteuerung funktioniert bei 1x Zoom auf eine Distanz von 0,5 bis 5 Metern. Bei 2x Zoom erweitert sich dieser Bereich auf 1 bis 7 Meter. Das reine Personen-Tracking ist bis zu einer Entfernung von 10 Metern effektiv.

Was bietet das neue „OsmoAudio“ Vierkanal-System?

Wenn ein DJI Mic 3 Sender verbunden ist, werden zwei Tonspuren vom externen Mikrofon und zwei Tonspuren von den internen Mikrofonen der Kamera aufgezeichnet. Ohne externes Mikrofon wird standardmäßig der interne Stereoton aufgezeichnet.

Gibt es eine Backup-Audio-Funktion?

Ja, die Kamera kann gleichzeitig zur Videodatei eine separate AAC-Audiodatei speichern oder den Backup-Ton als zweite Audiospur direkt in die MP4-Datei einbetten.

Wie schnell ist die Kamera wieder einsatzbereit?

Dank Schnellladefunktion erreicht der Akku in 18 Minuten 80 % und in 32 Minuten 100 % (bei Verwendung eines 65W PD-Ladegeräts).

Wie lange hält der Akku bei Daueraufnahme?

Bei 1080p/24fps hält der Akku ca. 240 Minuten. Mit dem Akkugriff kann die Laufzeit um weitere 150 Minuten verlängert werden.

Kann die Pocket 4 als Webcam genutzt werden?

Ja. Sie unterstützt im Webcam-Modus Auflösungen von 1080p bis 4K bei verschiedenen Bildraten (24 bis 60 fps).

Wie schnell lassen sich Daten übertragen?

  • Kabelgebunden (USB 3.1): Bis zu 800 MB/s.
  • Kabellos (Wi-Fi): Bis zu 90 MB/s.

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