FRITZ!Box 6825 4G im Test: Für 99 Euro braucht Ihr beim Camping kaum mehr Router

Die FRITZ!Box 6825 4G im Camping-Test: LTE-Speed, WLAN-Reichweite, Stromverbrauch und unsere Wertung samt OutdoorMonster Preistipp.


5G, eSIM, integrierter Akku und möglichst dreistellige Downloadraten: Wer sich heute nach einem mobilen Router umsieht, kann problemlos mehrere Hundert Euro ausgeben. Doch braucht Ihr das wirklich, wenn abends vor dem Camper Netflix laufen, morgens das MacBook online gehen und nebenbei noch die Smartphones der Familie im WLAN hängen sollen?

Genau diese Frage haben wir uns bei der FRITZ!Box 6825 4G gestellt. Statt auf 5G setzt der kleine Router weiterhin auf LTE. Dazu gibt es Wi-Fi 6, einen Gigabit-LAN-Anschluss und die bekannte FRITZ!OS-Oberfläche. Technisch sind über Mobilfunk bis zu 300 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload möglich, das WLAN arbeitet ausschließlich auf 2,4 GHz und erreicht theoretisch bis zu 600 MBit/s.

Das klingt gegenüber teuren 5G-Routern zunächst unspektakulär. Nach unserem Test am und im #Monsterbulli stellt sich die Frage allerdings anders: Wie viel mehr braucht man beim normalen Camping eigentlich? Unsere Antwort fällt ziemlich eindeutig aus.

Die neue kleine Fritz!Box 6825 4G haben wir unterwegs getestet. © OutdoorMonster

Fritz!Box 6825 4G auf einen Blick

Produkt: FRITZ!Box 6825 4G
Mobilfunk: 4G/LTE und 3G
Max. Mobilfunk: 300 MBit/s Download / 50 MBit/s Upload
WLAN: Wi-Fi 6, 2,4 GHz, bis 600 MBit/s
LAN: 1 × Gigabit
SIM: Nano-SIM
eSIM: Nein
Stromversorgung: USB-C
Akku: Nein
Abmessungen: 65 × 135 × 98 mm
Getestetes FRITZ!OS: 8.25
UVP: 109,99 Euro

Fritz! Fritz!Box 6825 4G

Fritz! Fritz!Box 6825 4G

  • Sehr günstiger Preis
  • Gute LTE-Geschwindigkeit im Praxistest
  • Sehr niedriger Stromverbrauch
  • USB-C-Stromversorgung
  • Komplett lautlos
  • Einfache Einrichtung
  • Fünf Jahre Herstellergarantie
  • Kein 5G
  • Keine eSIM
  • WLAN nur mit 2,4 GHz
  • Nur ein LAN-Port
  • Kein integrierter Akku
Testergebnis: i 1,40 (sehr gut)
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Klein, leicht und schnell einsatzbereit

Schon beim Auspacken fällt auf, wie wenig Platz die FRITZ!Box benötigt. Mit 65 × 135 × 98 Millimetern gehört sie zu den kompakten Routern und lässt sich problemlos irgendwo im Camper unterbringen. Im Karton liegen neben der Box ein USB-C-Netzteil, ein 1,5 Meter langes LAN-Kabel und die Installationsanleitung.

USB-C ist gerade unterwegs eine sinnvolle Entscheidung. Ein integrierter Akku fehlt zwar, gestört hat uns das im Test allerdings nicht. Auf einem Campingplatz gibt es Landstrom, im Camper normalerweise eine Bordversorgung und wer autark steht, dürfte ohnehin eine Powerstation dabeihaben.

Wir haben die FRITZ!Box deshalb direkt an unsere Jackery Explorer 1000 v2 angeschlossen. Dabei zeigte sich schon nach wenigen Minuten eine der interessantesten Beobachtungen des gesamten Tests.

Sie verbraucht so wenig Strom, dass die Jackery 0 Watt anzeigt

Im normalen Betrieb haben wir eine Leistungsaufnahme von lediglich 2,3 bis 2,5 Watt gemessen. Der Verbrauch war damit so gering, dass unsere Jackery Explorer 1000 v2 am Ausgang zeitweise schlicht 0 Watt anzeigte – obwohl die FRITZ!Box die ganze Zeit weiterlief.

Während des Updates auf FRITZ!OS 8.25 stieg die gemessene Leistungsaufnahme kurzzeitig auf etwa 5,1 Watt. Anschließend sank sie wieder auf ungefähr 2,4 bis 3 Watt. Zum Vergleich: FRITZ! selbst gibt für die 6825 4G eine mittlere Leistungsaufnahme von 4,1 Watt an.

Klasse: Die 6825 4G verbraucht unglaublich wenig Strom. © OutdoorMonster

Für Camper wird daraus eine interessantere Zahl: Bei angenommenen 2,5 Watt Dauerverbrauch benötigt der Router innerhalb von 24 Stunden nur rund 60 Wh Energie. Verluste durch Stromversorgung und Wechselrichter kommen je nach Aufbau noch hinzu, trotzdem fällt die FRITZ!Box selbst bei längerem autarken Betrieb kaum ins Gewicht.

Das ist einer dieser Messwerte, die auf einem Datenblatt wenig aufregend aussehen und unterwegs plötzlich Bedeutung bekommen.

Einrichtung: Eigentlich kinderleicht – wenn die SIM mitspielt

Der Einstieg ist angenehm unkompliziert. Nano-SIM in die FRITZ!Box, Strom anschließen und anschließend per WLAN verbinden. Ein QR-Code erspart auf dem Smartphone sogar das Abtippen der Zugangsdaten. Genau das haben wir gemacht. Nur Internet hatten wir zunächst trotzdem nicht.

Auch über unser MacBook konnten wir uns problemlos mit dem WLAN verbinden, ins Internet ging es allerdings nicht. Der Grund lag nicht an der FRITZ!Box, sondern an unserer Telekom-SIM. Auf der Karte war für diesen Tag noch kein entsprechendes Datenpaket aktiviert.

Für die SIM-Karte ist ein Slot an der Unterseite reserviert. © OutdoorMonster

Wir öffneten deshalb die Magenta-App und buchten für unseren Test einen Unlimited DayPass für 9,95 Euro. Kurz darauf stand auch die Internetverbindung der FRITZ!Box.

Das klingt banal, kann Einsteiger bei der ersten Einrichtung aber unnötig lange beschäftigen. Eine eingelegte und grundsätzlich aktive SIM bedeutet nicht automatisch, dass darüber auch Daten fließen dürfen. Je nach Prepaid- oder Mobilfunktarif muss genügend Datenvolumen vorhanden oder zunächst eine entsprechende Option aktiviert sein. Einen kurzen Hinweis darauf hätten wir uns in der Schnellanleitung durchaus gewünscht.

FRITZ!OS 8.25: Viel können – aber nicht viel machen müssen

Unser Testgerät kam zunächst mit FRITZ!OS 8.20. Über die Oberfläche wurde uns anschließend FRITZ!OS 8.25 angeboten, das wir vor den weiteren Tests installiert haben.

Über fritz.box öffnet sich die bekannte Benutzeroberfläche. Dort können sich Interessierte tief in Mobilfunk, WLAN, Sicherheit, Gastnetz, VPN und zahlreiche weitere Einstellungen einarbeiten. Unter anderem unterstützt die 6825 WireGuard und IPSec, WPA3/WPA2, einen WLAN-Gastzugang und WLAN Mesh.

Für diesen Test wollten wir daraus bewusst keinen FRITZ!OS-Grundkurs machen. Das wäre Stoff für einen eigenen Artikel.

Viel wichtiger ist etwas anderes: Ihr müsst Euch mit diesen Menüs gar nicht beschäftigen, wenn Ihr einfach nur ins Internet wollt. SIM einlegen, Strom anschließen, WLAN verbinden – sofern der Tarif aktiv ist, erledigt die Box den entscheidenden Rest selbstständig.

Auch nach einer vollständigen Stromunterbrechung bestätigte sich das. Wir trennten die FRITZ!Box vom Strom und starteten sie anschließend neu. Sie baute danach die Mobilfunkverbindung automatisch wieder auf, ohne dass wir erneut Einstellungen vornehmen mussten.

Gerade bei einer Installation im Camper ist das wichtig. Wer die Stromversorgung des Fahrzeugs abschaltet und später wieder einschaltet, möchte nicht jedes Mal seinen Router neu konfigurieren.

Wie schnell ist die FRITZ!Box 6825 4G im Camper?

Auf dem Papier schafft das LTE-Modem bis zu 300 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload. Möglich sind LTE Advanced Cat 6, Carrier Aggregation und 2×2-MIMO.

Diese Maximalwerte interessieren uns unterwegs allerdings nur bedingt. Entscheidend ist, was davon dort ankommt, wo ein Camper tatsächlich steht.

Für unsere ersten Messungen parkten wir den Monsterbulli am Rand eines Dorfes. Rundherum stehen einige Einfamilienhäuser, dahinter beginnen Wald und Wiesen. Keine Häuserschluchten, keine Großstadt – eher eine Situation, die einem Stellplatz oder Campingplatz erstaunlich nahekommt.

Und schon dabei zeigte sich, wie wichtig der Standort des Routers ist.

Im Monsterbulli: 55,4 MBit/s

Im Fahrzeug erreichten wir zunächst:

55,4 MBit/s Download
3,03 MBit/s Upload
18 ms Latenz

Bereits damit lassen sich problemlos Webseiten öffnen, Videos streamen oder normale Videokonferenzen führen. Lediglich der Upload fiel an dieser Position vergleichsweise niedrig aus.

Die erste Messung nahmen wir im Fahrzeug vor. © OutdoorMonster

Für die nächste Messung nahmen wir die FRITZ!Box aus dem Fahrzeug.

Ein paar Meter verändern plötzlich alles

Draußen stellten wir die Box auf die seitlich am Monsterbulli montierten Sandbleche. Das Mobilfunknetz blieb dasselbe, der Standort ebenfalls – trotzdem änderten sich die Messwerte erheblich:

81 MBit/s Download
11,8 MBit/s Upload
17 ms Latenz

Der Download stieg gegenüber der Messung im Bulli damit um rund 46 Prozent. Noch deutlicher war der Unterschied beim Upload: Statt 3,03 kamen nun 11,8 MBit/s an.

Außen am Fahrzeug war der beste Platz. © OutdoorMonster

Damit war allerdings noch nicht Schluss.

Für den dritten Versuch wanderte die FRITZ!Box auf den Dachträger des Monsterbulli. Dort maßen wir:

78,9 MBit/s Download
27,7 MBit/s Upload
20 ms Latenz

Der höchste Standort lieferte damit nicht automatisch den höchsten Download. Beim Upload zeigte sich der Unterschied zur Position im Innenraum dagegen besonders deutlich: Auf dem Dach erreichten wir mehr als das Neunfache der ersten Uploadrate.

Auf dem Solarpanel sollte sie beim Camping natürlich nicht stehen. © OutdoorMonster

Das zeigt ziemlich anschaulich, wie stark die Fahrzeugkarosserie den Mobilfunkempfang beeinflussen kann.

Der Fensterplatz ist der vernünftige Kompromiss

Natürlich wird niemand die FRITZ!Box bei jedem Campingabend auf den Dachträger stellen. Deshalb haben wir noch eine Position ausprobiert, die sich im Alltag tatsächlich anbietet. Das Gerät kam bei geöffnetem Fenster auf die linke Seite des Monsterbulli neben unsere Kochzeile. Dort erreichten wir:

63,6 MBit/s Download
7,77 MBit/s Upload
17 ms Latenz

Der Fensterplatz konnte die freie Position außerhalb des Fahrzeugs zwar nicht vollständig erreichen, lag aber deutlich über unserem ersten Test tief im Innenraum.

Fenster auf und raus mit dem Router. © OutdoorMonster

Genau daraus ergibt sich ein einfacher Praxistipp: Probiert im Camper mehrere Positionen aus, bevor Ihr einen LTE-Router dauerhaft verstaut. Wenige Meter und etwas weniger Metall zwischen Antenne und Mobilfunkmast können einen erstaunlich großen Unterschied machen. FRITZ!OS bringt dafür sogar eine Antennenausrichthilfe mit.

Braucht man für Netflix wirklich 5G?

Nach diesen Messungen wird auch die wichtigste Frage des Tests interessant. Unser Bestwert lag bei 81 MBit/s im Download. Selbst unsere schwächste Messung innerhalb des Bulli brachte noch 55,4 MBit/s.

Für YouTube, Netflix, Surfen, Messenger, Musikstreaming oder normales Arbeiten reicht das mehr als aus. Dafür braucht Ihr nicht automatisch einen 5G-Router.

Natürlich kann 5G erheblich schneller sein. Wer beruflich regelmäßig sehr große Dateien herunterlädt und vor allem große Datenmengen hochladen muss, profitiert von den zusätzlichen Reserven. Auch für unseren eigenen datenintensiven Redaktionsalltag würden wir deshalb je nach Einsatz eher auf eine leistungsfähigere Mobilfunklösung oder Starlink setzen.

Für einen normalen Campingurlaub ist das allerdings eine andere Rechnung. Entscheidend ist dort meistens nicht, ob theoretisch mehrere hundert MBit/s möglich wären. Entscheidend ist, ob der Film läuft, die Kinder mit ihren Tablets online gehen können und das Notebook morgens zuverlässig eine Verbindung bekommt. Und genau das kann die kleine FRITZ!Box.

Sieben bis acht Geräte? Kein Problem

Das haben wir ebenfalls nicht nur angenommen, sondern ausprobiert. Auf unserem Hof waren gleichzeitig sieben bis acht Geräte mit der FRITZ!Box verbunden: mehrere Smartphones inklusive iPhone und Google Pixel, zwei Tablets sowie unser MacBook. Parallel wurde auf den Geräten ganz normal gesurft.

Probleme konnten wir dabei nicht feststellen. Selbst rund zehn Meter entfernt und eine Etage höher funktionierte die Verbindung mit iPhone und iPad weiterhin problemlos. Für eine typische Familie im Camper oder Wohnmobil ist damit bereits deutlich mehr abgedeckt, als normalerweise gleichzeitig benötigt wird.

Interessant ist dabei, dass die FRITZ!Box zwar Wi-Fi 6 unterstützt, aber ausschließlich auf dem 2,4-GHz-Band funkt. Ein 5-GHz-WLAN gibt es bei diesem Modell nicht.

Wer auf kurze Entfernung maximale WLAN-Datenraten übertragen möchte, bekommt bei teureren Routern mehr. Beim Camping besitzt 2,4 GHz allerdings einen anderen Vorteil: Reichweite. Und die hat uns überrascht.

Selbst 50 bis 60 Meter entfernt konnten wir noch surfen

Für unseren Reichweitentest ließen wir die FRITZ!Box draußen am Monsterbulli stehen und gingen mit dem Smartphone die Straße hinunter.

Dabei herrschten keineswegs Laborbedingungen. Zwischen Router und Smartphone standen hohe Hecken und große Bäume, schließlich befinden wir uns direkt am Waldrand.

In ungefähr 50 bis 60 Metern Entfernung maßen wir trotzdem noch:

5,31 MBit/s Download
5,04 MBit/s Upload
16 ms Latenz

Das ist weit entfernt von den maximalen Geschwindigkeiten direkt neben dem Router, zum normalen Surfen oder für Messenger reicht es aber weiterhin.

Danach gingen wir noch etwa 30 Meter weiter. Bei geschätzten 80 bis 90 Metern Entfernung kamen noch rund 2 MBit/s im Download an. Einen brauchbaren Upload konnten wir dort im Speedtest dagegen nicht mehr messen. Hier war also langsam Schluss.

Und ausgerechnet diese 2 MBit/s sorgten bei uns für einen ziemlich absurden Vergleich: Die Telekom-Festnetzleitung bei unseren Schwiegereltern auf dem Dorf erreicht bis heute ebenfalls nur ungefähr 2 MBit/s. Sie warten seit Jahren auf einen schnelleren Anschluss.

Mit anderen Worten: Selbst kurz vor dem Ende unserer WLAN-Reichweite lieferte die FRITZ!Box im Download noch ungefähr das, womit dort ein kompletter Haushalt auskommen muss.

Für einen Campingplatz ist die Konsequenz ohnehin eindeutig. Niemand sitzt normalerweise 80 Meter vom eigenen Camper entfernt und erwartet dort noch volle WLAN-Leistung. Rund um das Fahrzeug, vor dem Vorzelt oder ein paar Stellplätze weiter bietet die 6825 nach unseren Erfahrungen reichlich Reserve.

Kein Lüfter, keine störenden Geräusche

Auch akustisch eignet sich die FRITZ!Box gut für kleine Fahrzeuge. Einen Lüfter gibt es nicht. Große Lüftungsöffnungen auf der Unterseite und Rippen auf der Oberseite übernehmen die passive Kühlung. Nach rund zwei Stunden Dauerbetrieb konnten wir am Gehäuse keine spürbare Temperaturveränderung feststellen.

Gut gelüftet. Unten und oben gibt es Lüftungsschlitze. © OutdoorMonster

Damit arbeitet der Router vollkommen geräuschlos – gerade nachts in einem kleinen Camper ein angenehmer Nebeneffekt. Die Öffnungen auf der Unterseite sollte man bei der Wahl des Standortes allerdings beachten. Unsere Messungen auf Dachträger und Sandblechen zeigen zwar, dass eine Position außerhalb des Fahrzeugs beim LTE-Empfang Vorteile bringen kann. Für einen dauerhaften Platz im Freien ist die FRITZ!Box aber nicht gedacht.

Auf ein nasses Solarmodul oder an eine Stelle, an der sich Wasser sammeln kann, gehört sie deshalb nicht. Ein trockener Fensterplatz im Camper dürfte in vielen Fällen der bessere Kompromiss sein.

Was uns fehlt: eSIM

Einen klassischen Akku vermissen wir dagegen kaum. Wer mit dem Camper unterwegs ist, hat meist Landstrom, eine 12-Volt-/USB-Versorgung oder eine Powerstation zur Verfügung. Zusammen mit dem ausgesprochen geringen Energiebedarf funktioniert dieses Konzept für uns sogar ziemlich gut.

Eine andere Funktion würden wir auf Reisen dagegen gerne sehen: eSIM.

Die FRITZ!Box 6825 4G verwendet eine Nano-SIM. Das ist unkompliziert, solange Ihr mit einer vorhandenen SIM oder einer lokalen Prepaid-Karte unterwegs seid. Auf Reisen durch verschiedene Länder ist eine eSIM-Lösung allerdings komfortabler, weil sich Datentarife wechseln lassen, ohne eine physische Karte zu kaufen und einzusetzen.

FRITZ! unterstützt bei der 6825 immerhin Roaming in gängigen europäischen Mobilfunknetzen. Wer innerhalb seines vorhandenen Tarifs unterwegs ist, muss deshalb nicht zwangsläufig Karten wechseln.

Trotzdem wäre eSIM die Funktion, die wir uns bei einer zukünftigen mobilen FRITZ!Box am meisten wünschen würden.

99 Euro verändern die Bewertung

Jetzt kommt allerdings der Punkt, der einige dieser Einschränkungen ziemlich schnell relativiert: der Preis.

Die offizielle UVP liegt derzeit bei 109,99 Euro. Im Handel ist die FRITZ!Box 6825 4G aktuell bereits um 99 Euro erhältlich; zum Recherchezeitpunkt listete MediaMarkt sie für exakt 99 Euro, Preisvergleiche begannen knapp darunter.

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Damit spielt sie preislich in einer völlig anderen Liga als viele leistungsfähige 5G-Reiserouter. Gleichzeitig bekommt Ihr Wi-Fi 6, Gigabit-LAN, LTE mit theoretisch bis zu 300 MBit/s, FRITZ!OS, regelmäßige Updates und fünf Jahre Herstellergarantie.

Natürlich fehlen dafür 5G, eSIM und ein integrierter Akku. Auch das reine 2,4-GHz-WLAN setzt bei maximalen WLAN-Datenraten Grenzen.

Nur: Im normalen Campingalltag haben wir davon erstaunlich wenig vermisst.

Fazit: Für normales Camping braucht es oft nicht mehr

Am Ende unseres Tests ist ausgerechnet die technisch unspektakulärste Eigenschaft die größte Stärke der FRITZ!Box 6825 4G: Sie versucht gar nicht, ein mobiler High-End-Router zu sein.

Sie kostet rund 99 Euro, braucht kaum Strom, ist klein, arbeitet lautlos und verteilt eine LTE-Verbindung erstaunlich weit rund um den Camper. In unserem Test erreichten wir bis zu 81 MBit/s im Download und 27,7 MBit/s im Upload. Sieben bis acht gleichzeitig verbundene Geräte störten den normalen Betrieb nicht, und selbst in 50 bis 60 Metern Entfernung konnten wir noch sinnvoll auf das WLAN zugreifen.

Für Netflix, YouTube, Smartphones, Tablets und normales mobiles Arbeiten fehlt uns 5G deshalb nicht. Wer aber beruflich große Datenmengen bewegt, möglichst hohe Uploadraten benötigt oder regelmäßig außerhalb Europas unterschiedliche Datentarife verwendet, sollte sich leistungsfähigere 5G-, eSIM- oder Satellitenlösungen wie Starlink oder Amazon Leo ansehen. Dort stößt das einfache Konzept der 6825 irgendwann an seine Grenzen.

Für den typischen Campingurlaub sieht die Rechnung anders aus. Eine Prepaid-SIM hinein, Strom anschließen und loslegen – viel komplizierter muss mobiles Internet nicht sein. Für rund 99 Euro bietet die FRITZ!Box 6825 4G deshalb derzeit ausgesprochen viel praktische Camping-Technik fürs Geld und bekommt von OutdoorMonster unseren Preistipp.


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