Mit der EDC37 bringt Nitecore eine Taschenlampe, die auf den ersten Blick mehr kann, als man im Alltag wirklich braucht. 8.000 Lumen, OLED-Display, Glasbrecher, ein breites Gehäuse – das klingt nach Taktikspielzeug. Wir haben die Lampe mehrere Tage lang bei Nachtspaziergängen, am Bulli, im Wald und in der Werkstatt eingesetzt und dabei geschaut, wo sie wirklich überzeugt und wo ihre Grenzen liegen.
Kauf-Tipp: Die Nitecore EDC37 ist aktuell im Online-Store von Koschmieder24.de verfügbar und versandbereit.

Verarbeitung und Handling: Kompakt, aber spürbar schwer
Die EDC37 ist mit knapp 11 Zentimetern Länge erstaunlich kompakt, dafür aber nicht gerade leicht. Rund 200 Gramm bringen eine gewisse Schwere, die beim Tragen am Gürtel oder in der Jackentasche deutlich wird. Das Gehäuse aus PVD-beschichtetem Edelstahl kombiniert mit einem Rahmen aus Aluminium und Kühlrippen wirkt sehr solide. Schalter und Tasten haben einen klaren Druckpunkt, alles sitzt fest.
Allerdings trägt die Lampe durch ihren eher flachen, breiten Aufbau und den hoch angesetzten Clip relativ stark auf. In einer engeren Hosentasche wird das schnell unbequem, am Rucksackgurt oder Gürtel ist das unproblematisch.
Bedienung und OLED-Display: Keine Überraschungen, aber durchdacht
Die Bedienung ist unkompliziert. Eine Haupttaste regelt die vier Standardstufen (15, 100, 400, 1.500 Lumen). Die zweite Taste führt direkt in die beiden höchsten Modi mit 3.000 und 8.000 Lumen oder aktiviert das Stroboskop. Ein Schiebeschalter auf der Oberseite sperrt die Lampe gegen unbeabsichtigtes Einschalten.

Das OLED-Display zeigt vor dem Einschalten den Akkustand und die verbleibende Laufzeit auf der gewählten Stufe an, während des Ladens auch den Fortschritt in Prozent. Das ist gerade dann praktisch, wenn man länger unterwegs ist und abschätzen muss, wie weit man noch kommt. Im Dunkeln verdeckt man das Display beim Halten leicht mit dem Daumen, das fiel im Test aber kaum ins Gewicht.
Lichtbild und Reichweite: Breite Ausleuchtung, keine Fernlampe
Die Lichtcharakteristik der EDC37 ist klar auf breite Ausleuchtung ausgelegt. Sie leuchtet den Nah- und Mittelbereich gleichmäßig und ohne harte Ränder aus. Auf dunklen Waldwegen oder beim Arbeiten am Camper reichten gut 50 bis 70 Meter, bevor Details im Streulicht verschwimmen. Die offiziell beworbenen 400 Meter Reichweite sind eher ein theoretischer Wert, wenn man den letzten Lichtzipfel meint.

Der Turbo-Modus mit 8.000 Lumen ist zwar hell, aber nur kurz voll verfügbar. Nach rund 30 Sekunden reduziert die Elektronik automatisch die Leistung, um Überhitzung zu vermeiden. Dieses Verhalten ist bei starken Taschenlampen üblich und funktionierte hier unaufdringlich und ohne sichtbares Flackern. Die Lampe wird dabei spürbar warm, ließ sich aber jederzeit problemlos halten.


