Seit Januar 2025 ist das Samsung Galaxy S25 Ultra mein täglicher Begleiter – es hat das S24 Ultra abgelöst und mich auf Reisen durch Norwegen, in die Cevennen, nach Südfrankreich sowie im Alltag tagelang ohne Pause begleitet. Ich nutze es intensiv: Fotos, Videos, Reels, Stories, Bearbeitung unterwegs, Uploads, Navigation – alles live mit dabei. Wie sich Display, Kamera (Zoom!), Akkulaufzeit und die KI-Features in der Praxis bewährt haben – auch im direkten Vergleich zum S24 Ultra – lest Ihr hier.
Design, Display & Haptik: Größe, Gewicht
Form, Maße und Gewicht – spürbare Leichtigkeit trotz Größe
Obwohl das Display des S25 Ultra gegenüber dem S24 Ultra geringfügig gewachsen ist (von 6,8 Zoll auf 6,9 Zoll) wirkt es nicht einfach „größer“ im negativen Sinne: Das neue Gerät ist etwas schlanker, leichter – statt etwa 232 Gramm wie beim S24 wiegt das S25 Ultra etwa 218 g.

Der Rahmen wurde optimiert: der Displayrahmen misst etwa 1,32 mm statt etwa 1,52 mm beim Vorgänger, was dazu beiträgt, dass sich das Gerät etwas kompakter und moderater in der Hand anfühlt. Breite von ≈ 77,6 mm statt etwa 79 mm, so dass Hosentasche und Einhandnutzung erträglicher sind, wenn auch natürlich nicht mit kleinen Modellen vergleichbar.
Displayqualität & Sichtbarkeit – Helligkeit, Reflexionen, Schutz
Das Display ist weiterhin ein Dynamic LTPO AMOLED 2X, mit 120 Hz Bildwiederholrate, variablem Refresh zwischen 1 und 120 Hz. Auflösung liegt bei etwa 3.120 × 1.440 Pixeln. Die Spitzenhelligkeit erreicht laut Spezifikationen etwa 2.600 Nits bei HDR-Inhalten und ist auch bei Standardinhalten sehr hoch.

Ein großer Gewinn ist das neue Glas: Gorilla Armor 2. Glas und Oberfläche reflektieren deutlich weniger als beim S24 Ultra. In Tests wurde gemessen, dass der Glanzgrad gesenkt wurde – Reflexionen sind seltener störend, besonders wenn ich draußen in Norwegen auf Felsen stehe, mitten im Plateau der Cevennen unter starker Sonne oder in Südfrankreich bei grellem Licht. Der Sichtbarkeitsschub ist keineswegs klein.
Das Display fühlt sich trotz der Größe schlank an, der flache Bildschirm (kein stark gebogener Rand) macht das Handling angenehmer. In der Hosentasche spüre ich den Unterschied – weniger „Ecken“, weniger das Gefühl, dass das Gerät unhandlich ist. Natürlich bleibt es ein „großer“ Begleiter, aber schon im S24‑Vergleich besser austariert.
Performance & Tempo: Wenn Hardware spürbar übertrifft
Prozessor & Benchmarks
Das Herzstück ist der neue Snapdragon 8 Elite for Galaxy Prozessor, gefertigt in 3-nm-Technik. Gegenüber dem S24 Ultra bringt dieser laut Tests etwa 30‑% Mehrleistung in der Grafik, ca. 40 % bessere AI‑Performance und eine spürbar flüssigere Leistung in Multicore‑Aufgaben. In Benchmarks wie Geekbench oder PCMark Work‑Tests liegt das S25 Ultra im Alltag klar vor dem S24 Ultra – im echten Multitasking, bei Videoschnitt oder wenn mehrere Apps gleichzeitig laufen.
Alltagstempo & Hitzeverhalten
In der Praxis heißt das: Apps öffnen schnell, zwischen Kamera, Galerie und Editing zu wechseln fühlt sich fast verzögerungsfrei an. In Frankreich beim schnellen Wechsel zwischen Panoramaaufnahme, Videoschnitt im Wagen und schnellem Upload bemerkte ich keinen Lag mehr, den ich früher beim S24 erlebt hatte.
Die Kühltechnik wurde verbessert: eine größere „Vapor Chamber“ sorgt für besseres Wärmemanagement – gerade bei längeren Sessions mit Video + hoher Auslastung. Das Gerät wird zwar warm, aber seltener heiß, und Leistungseinbrüche unter Aufnahmesession treten seltener auf als beim S24.
Kamera & Zoom: Vielseitigkeit und Reserven
Ausstattung im Detail
- Hauptkamera: 200 MP Weitwinkel (f/1.7) mit OIS.
- Periskop-Teleobjektiv: 5× optischer Zoom, 50 MP.
- Zusätzlich ein 3× Tele (10 MP) für mittlere Distanzen.
- Ultraweitwinkel: neu 50 MP statt 12 MP wie beim S24, mit ca. 120° Sichtfeld.

Diese Kombination gibt vier optisch sinnvolle Zoomebenen: Nah bis weit – von leichter Vergrößerung bis zum 5× Tele. Genau diese Flexibilität hilft mir unterwegs auf Reisen, wenn Motive unterschiedlich weit entfernt sind.
Zoom im Realbetrieb
- In Norwegen: Tiere und Landschaftsdetails, etwa Vogelgruppen auf Klippen oder kleine Schiffe in Fjorden, lassen sich mit dem 5× Periskopteles deutlich klarer und detailreicher einfangen. Mit dem S24 musste ich oft digital croppen, was Bildqualität kostete.
- In den Cevennen bei Tageslicht und später Abenddämmerung: der Ultraweitwinkel mit 50 MP fängt mehr von der Umgebung ein – steile Schluchten, bewaldete Berge, Bäume, Himmel – mit besserer Schärfe auch in den Übergängen zu Randbereichen als beim S24 Ultra.
- Bei Gegenlichtsituationen und Sonnenuntergängen in Südfrankreich: das neue Setup zeigt Verbesserungen bei der Lichteinstreuung, die Details bleiben besser erhalten. Auch Nachtaufnahmen und Dunkelbereiche bei Zoom sind sichtbarer geworden – nicht perfekt, aber spürbar besser als mit dem S24.
Video & Stabilisierung
8K bei 30 fps bleibt vorhanden, wie auch stabiler 4K. Die Stabilisatoren wirken in Kombination mit besserem Processing ruhiger, gerade wenn ich Filme mache bei Wanderungen oder unterwegs im Troopy oder #MonsterBulli. Der neue Prozessor hilft dabei, Ruckler und Artefakte zu minimieren. Auch der Ton bei Außenaufnahmen ist besser – Hintergrundlärm (Wind, Verkehr) wird durch KI‑Tools im Nachhinein reduziert, so dass ich weniger in der Schnittsoftware eingreifen muss.
Akkulaufzeit & Laden: Mehr Ausdauer, aber mit Grenzen
Laufzeit in der Praxis
Die Akku-Kapazität liegt wie beim Vorgänger bei etwa 5.000 mAh. Doch durch effizientere Hardware, verbessertes Display und optimiertes Wärmemanagement gewinnt das S25 Ultra im realen Alltag einige Minuten bzw. Stunden. In Reiseetappen, z. B. in Norwegen bei langen Fototouren, oder in den Cevennen bei Wanderungen, hat es mich öfter bis zum Abend gebracht, ohne dass ich den Akku stark schonen musste.
In einer standardisierten Belastung (Mix aus Kamera, Navigation, Social Media und Bearbeitung) war der Unterschied spürbar: Abends hatte ich meist noch 10–20 % Restakku, wohingegen beim S24 Ultra oft schon vorher eine Ansage aufflammte („Akku fast leer“).
Laden: Schnell, aber nicht schnell genug
Geladen wird mit 45W kabellos & kabelgebunden, wie beim S24, was ziemlich guter Standard ist, aber kein Topwert. In Praxissituationen: Bei 30 Minuten Ladezeit war der Akku oft zu etwa 65‑70 % geladen – gut für eine kurze Pause oder Übernachtstopps. Voll geladen ist das Gerät nach etwas über einer Stunde. Das ist okay, aber bei Konkurrenzgeräten sieht man manchmal schnellere Ladezeiten.
Kabelloses Laden mit 15W funktioniert gut als Backup, wenn Kabel uneingesteckt bleiben sollen, z. B. in Hütten, Zügen oder unterwegs. Aber das längere Laden über Kabel bleibt überlegen, besonders in Situationen, in denen man schnell wieder weiter möchte.
KI & Software: Assistenz, Tooling und Workflow
Schnelle Tools & Bildbearbeitung unterwegs
Die neuen Features unter „Galaxy AI“ und „ProVisual Engine“ helfen spürbar im Alltag. Ich merke, dass Szenenerkennung – etwa bei Sonnenaufgang, Landschaft, Tier, Wald – blitzschneller anspringt und die Kamera automatisch Bildparameter wie Belichtung, Kontrast, Weißabgleich besser anpasst. Wenn ich morgens auf einem Fjord in Norwegen stehe oder abends in der Cevennen, spare ich viel Nachbearbeitung, weil das Bild schon gut passt.

Sprachassistent & sonstige KI-Features
Ein anderes interessantes Feature ist die aufgebohrte Version von Gemini (Samsung/Google) – besonders im Zusammenspiel mit dem S Pen oder per Spracheingabe. Für mich heißt das: Notizen, Skizzen oder Handlungsideen („Storyboard“) direkt ins S25 Ultra zu sprechen, oder das Handy zu benutzen, ohne alles über Menüs zu suchen.
Außerdem: Tools wie Auto Crop, Audio Clean, Hintergrund‑Rauschunterdrückung bei Videos machen einen Unterschied, wenn ich Reels oder TikTok‑Clips draußen drehe. Ich muss weniger nachbearbeiten, der Workflow wird spürbar flüssiger.
Das sind die Vor- & Nachteile
Pro
- Sehr hohes Tempo: Der Snapdragon 8 Elite sorgt für flüssige Performance, Multitasking klappt ohne Probleme.
- Überragende Akkulaufzeit: Realitätstag draußen (mit Fotografieren, Videos, Social Media etc.) wird zuverlässig bewältigt.
- Großes, reflexionsarmes Display: Sichtbarkeit bei Sonne, Schnee, Schatten – alles deutlich verbessert.
- Bildschirmstift (S Pen) integriert: Notizen, Skizzen, kreative Ideen unterwegs sofort aufs Gerät bringen; hilfreich bei Storyboards etc.
- Verbesserte Zoom-Reserven: Tele, Ultraweitwinkel – ein echtes Mehr an Flexibilität beim Content Creation.

Kontra
- Laden könnte schneller sein: 45W sind solide, aber im Vergleich zu manchen Mitbewerbern kein Topwert. Bei ausgeschöpfter Akkunutzung wünscht man sich mehr Ladeleistung.
- Größe & Gewicht: obwohl leichter und schlanker als noch beim S24, bleibt es ein großes Gerät; Einhandgebrauch und Taschenaufbewahrung bleiben Kompromisse.
- S Pen: Einige Features (z. B. entfernte Auslöser oder Gesten) sind reduziert worden im Vergleich zu früheren Ultra‑Modellen; ich nutze die entfernten Steuerung kaum, aber für manche Motive wäre es praktisch.
Auf Reisen und im Alltag: Die Prüfsteine
Ein paar Beispiele aus meinen Touren, die zeigen, wie das Gerät performt hat:
- Norwegen: Auf Fototouren bei Fjorden, in Übergangswetter (Sonne → Regen → Dunkelheit). Mit dem S25 Ultra konnte ich Landschaften, Spiegelungen, Wettereffekte und Details in der Ferne mit dem Periskop‑Zoom einfangen, oft ohne Stativ. Der Akku hielt durch lange Tagestouren, das Display war auch bei tief stehender Sonne noch klar ablesbar.
- Die Cevennen: Bergige Abschnitte, Schattenpartien, Gegenlicht, Nachtaufnahmen – das Ultraweitwinkel konnte hier glänzen, ebenso der bessere Randbereich der Bilder. Selbst bei Wildblumen oder Details in Felsen sieht man mehr Struktur.
- Frankreich / Provence / Küstenregionen: Lichtstarke Szenerien, viel Sonne, Meer, oft hohe Hitze. Das Display blieb lesbar, es reflektierte weniger, und ich konnte Videos drehen draußen ohne Blendlichtprobleme. In Palmen‑ oder Olivenhain‑Settings war die Kamera‑KI hilfreich, um Belichtung und Farbton zu regulieren.
Fazit: Lohnt der Wechsel vom S24 Ultra?
Auf Basis meiner Erfahrungen aus den letzten 9 Monaten sage ich: Ja, der Umstieg lohnt, besonders wenn Ihr Inhalte draußen produziert, viel zoomt und direkt vor Ort (be)arbeitet. Die Verbesserungen sind nicht revolutionär in jedem Bereich, aber in Summe machen sie einen spürbaren Unterschied:
- Display, Sichtbarkeit und Reflexionsarmut sind besser – wenn man oft bei Sonne, Schnee oder starker Belichtung unterwegs ist, ist das ein echtes Plus.
- Kamera und Zoom sind vielseitiger und liefern in mehr Szenarien bessere Ergebnisse als der S24.
- Performance und KI‑Features beschleunigen den Workflow – ich verbringe weniger Zeit mit Nachbearbeitung und mehr mit kreativem Inhalt.
- Die Akkulaufzeit reicht meist für einen vollen Tag mit intensivem Einsatz – oft spürbar länger als beim S24.

Wenn Ihr also Outdoor‑Content macht, regelmäßig Video & Foto, Storys usw., dann ist das S25 Ultra eine lohnende Weiterentwicklung. Wer das S24 Ultra besitzt und nicht täglich unterwegs oder stark auf Zoom & KI angewiesen ist, für den sind die Unterschiede vielleicht kleiner – aber subjektiv spürbar.





