Samsung-Smartphones der Ultra-Reihe liefen bei OutdoorMonster in den letzten Jahren nicht bloß durch ein paar Tage Schreibtischbetrieb. Das Galaxy S24 Ultra war auf unseren Reisen bis in die Westsahara dabei und musste sich dort unter Staub, Sonne und langen Etappen beweisen. Das Galaxy S25 Ultra war danach im gesamten vergangenen Jahr das Smartphone für praktisch alle größeren Touren – von Norwegen über die Cevennen bis nach Südfrankreich, dazu im Alltag als Kamera, Navigationsgerät, Schnittplatz und mobiles Büro.
Beim Galaxy S26 Ultra ist die Ausgangslage diesmal eine andere. Im Unterschied zu den Tests der letzten beiden Jahre stand das neue Ultra nur zwei Wochen lang zur Verfügung, danach musste das Leihgerät zurück zu Samsung. Nach den langen Reisen mit dem S24 Ultra und einem ganzen Jahr mit dem S25 Ultra als täglichem Arbeitsgerät ist dieser Test deshalb zwangsläufig anders angelegt: weniger Langzeitbeobachtung, mehr konzentrierte Praxis. Entscheidend ist also nicht, wie sich das Gerät nach Monaten im Alltag einschleift, sondern was in kurzer, intensiver Nutzung sofort auffällt – und ob genau diese ersten Eindrücke Substanz haben.
Kurzfazit
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist kein radikaler Neustart, sondern ein sehr klug weiterentwickeltes Ultra-Smartphone. Vor allem das leichtere Gehäuse, die lichtstärkere Kamera und das deutlich schnellere Laden machen im Alltag sofort einen Unterschied. Das neue Privacy Display ist eine interessante Ergänzung für Reisen und öffentliche Räume, draußen aber eher eine Funktion für den gezielten Einsatz als für den Dauerbetrieb. Unterm Strich bleibt das S26 Ultra eines der komplettesten Smartphones für alle, die unterwegs keine Lust auf halbe Lösungen haben.
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Im Detail verbesserter Nachfolger des S25 Ultra
Samsung verändert beim 2026er-Modell diesmal nicht nur Nuancen, sondern greift an mehreren entscheidenden Punkten ein. Das Gehäuse wird leichter und dünner, zumindest wenn man nicht am fetten Kamera-Modul misst, die Hauptkamera lichtstärker, das Laden endlich spürbar schneller. Gleichzeitig führt Samsung mit dem Privacy Display eine Funktion ein, die im Alltag tatsächlich sinnvoll sein kann, unter freiem Himmel aber nicht automatisch nur Vorteile bringt. Das Galaxy S26 Ultra ist damit kein Modell, das einfach den Vorgänger verwaltet wie es ein berühmter Mitbewerber gerne tu, sondern eines, das seine Prioritäten sichtbar neu sortiert. Technisch wie kommunikativ.
Die spannende Frage lautet deshalb für uns auch nicht, ob das S26 Ultra ein gutes Smartphone ist. Das ist es ohne Zweifel. Die interessantere Frage ist, ob Samsung das richtige Ultra gebaut hat für Menschen, die ihr Smartphone nicht nur auf dem Sofa, für Instagram oder im schicken Büro nutzen, sondern als Arbeitsgerät draußen – unterwegs, auf Reisen und oft dort, wo Steckdosen, Schatten und zweite Chancen knapp sind.
Samsung verabschiedet sich beim Galaxy S26 Ultra vom Titanrahmen und kehrt zu Armor Aluminum zurück. Das mag auf den ersten Blick wie ein Rückschritt klingen, ergibt in der Praxis aber ein erstaunlich stimmiges Bild. Der neue Rahmen spart Gewicht, und genau dieses Thema zieht sich durch das gesamte Gerät. Mit 214 Gramm fällt das S26 Ultra etwas leichter aus als das S25 Ultra, dazu wird das Gehäuse mit 7,9 Millimetern noch etwas schlanker. Für ein Ultra-Modell mit großem Akku, S Pen und aufwendigem Kamerasystem ist das keine Nebensache, sondern ein echter Eingriff in das tägliche Handling.
Wichtiger als die blanken Zahlen ist allerdings, wie sich das Gerät anfühlt. Das S26 Ultra wirkt runder, weniger hart gezeichnet und etwas weniger streng als seine unmittelbaren Vorgänger. Gerade wer vom S24 Ultra oder S25 Ultra kommt, bemerkt schnell, dass Samsung die Ultra-Linie ergonomisch weiter beruhigt hat. Das Gerät bleibt groß, aber es liegt natürlicher in der Hand. Die Kanten drücken weniger, die Übergänge zwischen Rahmen und Glas wirken geschmeidiger, und die ganze Form erinnert weniger an ein technisches Statement als an ein Werkzeug, das sich im Alltag zurücknimmt.
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Das ist gerade draußen relevant. Ein Smartphone dieser Größe verschwindet nicht einfach. Es sitzt in Jackentaschen, steckt in Hüftgurten, wird mit einer Hand aus dem Rucksack gezogen, liegt auf dem Oberschenkel im Auto oder auf einem steinigen Untergrund neben dem Kocher. In solchen Situationen zählt nicht nur, ob ein Gerät edel wirkt, sondern ob es unnötige Härten vermeidet. Genau hier wirkt das S26 Ultra einen Schritt erwachsener als das S25 Ultra.
An der Robustheit spart Samsung dennoch nicht sichtbar. Vorn schützt Gorilla Armor 2, hinten kommt Gorilla Glass Victus 2 zum Einsatz. Dazu bleibt die IP68-Zertifizierung erhalten. Das ist keine Einladung zu fahrlässigem Umgang, aber genau jene Art von Sicherheitsreserve, die im Reisealltag zählt: Regen, Staub, Spritzwasser, feuchte Tische, ein hektischer Griff aus dem Rucksack oder die nassen Finger nach dem Abwasch am Campingplatz verlieren dadurch etwas von ihrem Schrecken.
Der S Pen bleibt ebenfalls erhalten. Das ist keine spektakuläre Neuerung, aber ein wichtiges Signal. Gerade auf Reisen und bei der Arbeit unterwegs bleibt er ein sehr wertvolles Werkzeug: Notizen in Karten, Markierungen in Screenshots, handschriftliche Gedanken, schnelle Skizzen, präzise Bildkorrekturen.
Ganz frei von alten Ultra-Themen ist das Design trotzdem nicht. Der Kamerablock baut weiterhin deutlich auf. Auf dem Tisch wackelt das Gerät ohne Hülle sichtbar und vor allem hörbar. Gerade bei einem Smartphone, das wegen des S Pen auch flach liegend oft benutzt wird, ist das weiterhin ein Nervfaktor. Eine Hülle wie die TORRAS aus unserem Hüllentest gleicht das zumindest etwas etwas aus, nimmt dem Gehäuse aber naturgemäß einen Teil seiner neuen Eleganz. Das Problem ist nicht neu, aber es bleibt eben auch 2026 bestehen. Hoffen wir also für 2027 auf einen mutigen neuen Design-Entwurf. Google Pixel und Apple iPhone lassen mit ihrem querverlegten Kamerablock jedenfalls schön grüßen.
Silicon Fabric: Mehr Grip, weniger Schmuckstück
Besonders interessant ist die neue Rückseite. Samsung spricht von „Silicon Fabric“, und tatsächlich fühlt sich das Material weniger nach klassischem Glasgerät und mehr nach funktionaler Oberfläche an. Das S26 Ultra rutscht dadurch spürbar weniger als viele andere High-End-Smartphones. Gerade mit leicht feuchten Händen oder unter suboptimalen Bedingungen ist das ein echter Vorteil. Das Gerät will nicht permanent aus den Fingern gleiten, und das allein verändert schon den Charakter des Telefons.
Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail, ist im Alltag aber überraschend wichtig. Viele Premium-Smartphones sind heute so glatt und so stark auf Showroom-Effekt getrimmt, dass sie ohne Hülle kaum wirklich entspannt zu benutzen sind. Das S26 Ultra bleibt zwar ein wertiges Flaggschiff, wirkt in der Hand aber funktionaler. Es erinnert stärker an ein Werkzeug als an ein Vitrinenstück. Für ein Gerät, das auch auf Reisen, an Felskanten, auf nassen Holzstegen oder beim schnellen Griff aus dem Auto funktionieren soll, ist das eine sinnvolle Entwicklung.
Natürlich bleibt Geschmack dabei ein Faktor. Wer kühles Glas und spiegelnde Flächen als Ausdruck von Premium versteht, wird die neue Oberfläche womöglich weniger luxuriös finden. Für den Outdoor-Kontext ist diese Zurückhaltung aber eher ein Vorteil. Das S26 Ultra wirkt weniger empfindlich, weniger geschniegelt und genau dadurch glaubwürdiger.
Display: Das Privacy Display ist mutig – und nicht in jeder Situation sinnvoll
Auf den ersten Blick scheint das S26-Ultra-Display vor allem eine verfeinerte Version dessen zu sein, was Samsung ohnehin schon seit Jahren sehr gut beherrscht. 6,9 Zoll, Dynamic AMOLED 2X, QHD+-Auflösung, adaptive 1 bis 120 Hertz und Vision Booster markieren weiterhin die Eckdaten. Auch die Helligkeit bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Das Panel wirkt scharf, kontrastreich, farbstark und in Bewegung so flüssig, wie man es in dieser Klasse erwartet.
Die eigentliche Neuerung liegt an einer anderen Stelle: Samsung integriert erstmals ein systemweit schaltbares Privacy Display. Die Funktion reduziert den Einblick von der Seite und soll gerade in Zügen, Cafés, Wartebereichen oder Flugzeugen verhindern, dass fremde Blicke sofort auf Nachrichten, Bilder, Mails oder Reisedaten fallen. Die Idee ist nicht aus der Luft gegriffen. Wer viel unterwegs arbeitet, kennt genau diese Situationen, in denen ein Blickschutz plötzlich mehr wert ist als ein weiteres Helligkeitsplus.
Im kurzen Test zeigt sich die Funktion tatsächlich als mehr als ein Marketing-Schalter. Von der Seite verliert das Display sichtbar an Einsehbarkeit. Gerade bei Chats, Texten oder Apps mit sensiblen Daten sorgt das für ein spürbares Plus an Privatsphäre. Die Funktion arbeitet also nicht bloß kosmetisch, sondern verändert das Displayverhalten tatsächlich.
Der entscheidende Punkt ist aber, dass jede solche Technik einen Preis hat. Mit aktiviertem Privacy Display wirkt das Bild etwas flacher, verliert einen Teil seiner Brillanz und wirkt nicht mehr ganz so offen wie im normalen Modus. Das ist kein dramatischer Einbruch, aber sichtbar genug, um gerade draußen eine Rolle zu spielen. Denn dort zählen maximale Lesbarkeit, klarer Kontrast und ein möglichst unverfälschter Eindruck mehr als Blickschutz.
Genau deshalb ist das Privacy Display nicht einfach „besser“, sondern situativ besser. Im Zug, im Café, im Coworking-Space oder auf dem Flughafen ist die Funktion plausibel und nützlich. Beim Fotografieren in der Sonne, beim Kartencheck auf dem Trail, beim Sichten von Bildern oder beim Videoschnitt draußen sollte sie eher ausgeschaltet bleiben. Das ist keine Schwäche, sondern die logische Einordnung einer Funktion, die für eine bestimmte Umgebung gebaut wurde – nicht für jede.
Abseits dieser Debatte bleibt das Panel exzellent. Die Helligkeit ist hoch genug für direkte Sonne, die Farbdarstellung kräftig, aber nicht unangenehm überzogen, und die Schärfe auf QHD+-Niveau ist selbst beim genauen Hinsehen makellos. Das Scrollen wirkt selbstverständlich flüssig, und auch längere Nutzung bei hoher Helligkeit belastet das System weniger, als man bei einem so großen und anspruchsvollen Display vermuten würde.
Interessant ist dabei auch die Entspiegelung. Das S25 Ultra war in diesem Punkt bereits sehr stark, und das S26 Ultra hält dieses Niveau weitgehend. Das Display bleibt deshalb auch in kritischen Lichtsituationen gut kontrollierbar. Gerade in Kombination mit der hohen Helligkeit entsteht ein Gesamteindruck, der sehr nah an einem idealen Outdoor-Panel liegt – solange der Privacy-Modus nicht gerade aktiv ist.
Kamera: Die größere Blende ist wichtiger als jeder neue Marketing-Begriff
Die Kamera war schon beim S25 Ultra stark, aber beim S26 Ultra setzt Samsung den entscheidenden Hebel nicht bei noch mehr Auflösung an, sondern bei der Optik. Die Hauptkamera bleibt bei 200 Megapixeln, arbeitet nun aber mit einer f/1.4-Blende statt f/1.7. Ergänzt wird das System durch einen 50-Megapixel-Ultraweitwinkel, ein 50-Megapixel-Tele mit 5-fach optischem Zoom und eine zusätzliche Kamera für die mittlere Tele-Brennweite. Auf dem Papier liest sich das wie Evolution, in der Praxis ist es einer der wichtigsten Schritte dieses Jahrgangs.
Denn draußen ist mehr Licht fast immer wertvoller als noch ein weiterer Rechenkniff. Die größere Blende der Hauptkamera sorgt dafür, dass das S26 Ultra in schwierigen Situationen schneller auf brauchbare Belichtungszeiten kommt. Das klingt technisch, ist aber fotografisch enorm relevant. In Wäldern, am Abend, bei schlechtem Wetter, in engen Gassen oder rund ums Lagerfeuer zählt nicht nur, wie gut ein Sensor theoretisch ist, sondern wie oft ein Bild am Ende wirklich scharf wird. Genau an dieser Stelle wirkt das S26 Ultra im kurzen Test sicherer als das S25 Ultra.
Bei Tageslicht bleibt das bekannte Samsung-Profil erhalten. Die Hauptkamera liefert detailreiche Bilder mit sattem, leicht warmem Look, hohem Dynamikumfang und einer Bildwirkung, die selten flach ausfällt. Für Reise- und Landschaftsaufnahmen ist das ein Vorteil. Das S26 Ultra versucht nicht, steril-neutral zu wirken, sondern setzt auf Bilder, die direkt stark aussehen. Das mag nicht in jedem Fall maximal naturgetreu sein, funktioniert aber für Reportagen, Social Content und schnelle Veröffentlichungen sehr gut.
Besonders positiv fällt auf, dass die größere Blende nicht nur unter Laborbedingungen existiert, sondern sich tatsächlich im Alltag bemerkbar macht. In Übergangslicht, also genau jenen Situationen zwischen Tag und Nacht, in denen viele Smartphone-Kameras anfangen zu schwimmen, bleibt das S26 Ultra bemerkenswert stabil. Die Bilder wirken heller, ohne sofort künstlich auszusehen, und der Nachtmodus muss seltener die ganze Szene retten. Das macht das Fotografieren spontaner. Weniger Wartezeit, weniger Unsicherheit, weniger Bilder, die erst auf den zweiten Blick weich oder verwackelt aussehen.
Auch das 5-fach-Tele profitiert sichtbar. Samsung hat hier ebenfalls an der Lichtstärke gearbeitet, und gerade beim Zoom ist das keine akademische Verbesserung. Tele-Kameras brechen bei wenig Licht oft als erste ein, weil lange Brennweiten und knappe Belichtungszeiten selten gute Freunde sind. Das S26 Ultra hält diesen Bereich besser zusammen als der Vorgänger. Bis etwa 10-facher Vergrößerung bleibt das System glaubwürdig, darüber wird auch hier die Rechenfotografie zunehmend wichtiger als die reine Optik.
Der 100-fache Space Zoom bleibt damit, wie schon bei den Vorgängern, eher eine Dokumentationsfunktion als ein Mittel für schöne Bilder. Wegmarkierungen, Gebäude, entfernte Details oder ein schneller Kontrollblick lassen sich damit erfassen. Wer ästhetisch starke Telefotografie sucht, bleibt trotzdem in einem Bereich, in dem physikalische Grenzen nicht einfach verschwinden. Samsung verkauft diese Grenze inzwischen etwas ehrlicher als noch vor ein paar Jahren, und das ist durchaus sympathisch.
Der Ultraweitwinkel bleibt die ruhige, aber wichtige Ergänzung. 50 Megapixel, Autofokus und eine gut abgestimmte Farbcharakteristik machen ihn zur verlässlichen Option für Landschaften, Innenräume, Camp-Szenen und Nahaufnahmen von Ausrüstung oder Pflanzen. Für klassische Makros ist er sogar oft die bessere Wahl als die Hauptkamera. Wer draußen gern Details fotografiert – Moos, Materialstrukturen, Messergriffe, Kocher, Blüten, Karten, Kompass – bekommt hier eine alltagstaugliche Linse mit brauchbarer Nähe.
Nightography 2.0: Es werde Licht
Samsung versieht die Kamera natürlich wieder mit einem griffigen Label, in diesem Fall Nightography 2.0. Hinter dem Begriff steckt aber tatsächlich ein Fortschritt, der im Test nachvollziehbar ist. Die Kombination aus lichtstärkerer Hauptkamera, verbesserter Verarbeitung und besser kontrolliertem Rauschen führt dazu, dass nächtliche oder dämmerige Szenen weniger erzwungen aussehen als früher.
Der Unterschied liegt nicht darin, dass das S26 Ultra plötzlich aus tiefster Dunkelheit taghelle Bilder zaubert. Der Unterschied liegt darin, dass die Kamera in Grenzbereichen etwas souveräner wird. Ein beleuchteter Weg, ein Platz am Abend, ein Zeltplatz in der blauen Stunde, ein Innenraum mit wenig Licht oder ein schneller Clip nach Sonnenuntergang – genau in diesen Situationen ist das S26 Ultra weniger hektisch und produziert häufiger Bilder, die direkt verwendbar wirken.
Das ist gerade für Reise- und Outdoor-Inhalte wichtig. Viele starke Szenen entstehen nicht im perfekten Mittagslicht, sondern zu Tageszeiten, in denen das Licht weicher, spannender und zugleich schwieriger wird. Wenn das Smartphone gerade dort weniger Aussetzer zeigt, ist das mehr wert als eine weitere Schärferoutine im hellen Sonnenschein.
Video: Die Horizont-Sperre ist der Star
Video bleibt eine der großen Stärken der Ultra-Reihe. Auch das S26 Ultra liefert in 4K sehr starke Ergebnisse: stabilisiert, farblich harmonisch, mit gutem Dynamikumfang und einem Look, der für schnelle Veröffentlichungen kaum Nacharbeit verlangt. Die eigentliche Neuerung steckt diesmal aber in der Horizont-Sperre und ist uns Lieblingsfunktion und der heimliche Star des Galaxy S26 Ultra.
Diese Funktion hält das Bild waagerecht, selbst wenn das Gerät beim Gehen, Laufen oder auf unebenem Untergrund leicht kippt. Wer viel aus der Bewegung heraus filmt, erkennt den Vorteil sofort. Das Material wirkt ruhiger, kontrollierter und weniger nach hektischer Smartphone-Aufnahme. Für kurze Outdoor-Vlogs, Clips vom Trail, Szenen auf dem Rad oder spontane Bewegungsaufnahmen ist das ein echter Zugewinn. Vergleicht man zwei Aufnahmen, einmal mit und ohne Steady Shot mit Horizont Sperre, fällt die unterschiedliche Dateigröße auf. Mit Horizont Sperre werden die Dateien kleiner, da für den Effekt immer etwas Material an den Rändern verloren geht, bzw. abgeschnitten wird.
Auch Audio spielt dabei eine größere Rolle als früher. Samsung baut seine KI-gestützten Audio-Tools weiter aus, und gerade die Möglichkeit, störende Umgebungsgeräusche nachträglich zu reduzieren, ist im Reise- und Outdoor-Kontext sinnvoll. Wind, Straßenlärm, Klimaanlagen, Generatoren oder das allgemeine Rauschen eines belebten Umfelds ruinieren viele gute Clips. Wenn das Smartphone hier nachträglich helfen kann, spart das Zeit und oft auch Frust. Auf dem S25 Ultra haben wir die Funktion gerne und oft benutzt, vor allem dann wenn aus Zeitgründen kein Zusatz-Mikrofon im Einsatz war.
Performance: Das S26 Ultra bleibt ein Arbeitsgerät
Unter der Haube arbeitet der neue Snapdragon 8 Elite Gen 5 „for Galaxy“. Solche Bezeichnungen klingen wie üblich etwas nach Marketing-Abteilung, entscheidend ist aber, was im Alltag davon ankommt. Und das ist vor allem eines: sehr viel Power. Das S26 Ultra reagiert im Test schnell, startet Apps ohne Zögern, wechselt flüssig zwischen Kamera, Galerie, Browser, Karten, Notizen und Bearbeitung und wirkt dabei nie so, als würde der Formfaktor oder die Softwarelast zur Bremse werden.
Unterwegs zeigt sich ziemlich schnell, ob ein Smartphone nur auf dem Papier schnell ist oder im Alltag wirklich mithält. Auf Reisen passiert vieles gleichzeitig: kurz ein Foto machen, danach die Karte öffnen, etwas hochladen, wieder zurück zur Kamera, eine Notiz speichern, Nachrichten beantworten. Genau in solchen Situationen merkt man, ob ein Gerät ins Stocken gerät oder einfach weiterläuft. Das S26 Ultra macht hier einen sehr entspannten Eindruck und bleibt auch bei mehreren Aufgaben gleichzeitig souverän.
Benchmarks: Massive Leistungsreserven bei CPU und GPU
Die Benchmarks zeigen sehr deutlich, wie groß der Leistungssprung inzwischen ausfällt. Zwischen dem Galaxy S24 Ultra und dem neuen S26 Ultra liegen mehrere Generationen Chipentwicklung – und das merkt man nicht nur auf dem Datenblatt.
Im Geekbench-6-Test erreicht das Galaxy S26 Ultra 3.759 Punkte im Single-Core-Test und 11.419 Punkte im Multi-Core-Test. Zum Vergleich: Das Galaxy S24 Ultra kam im gleichen Benchmark auf 971 Punkte im Single-Core und 2.591 Punkte im Multi-Core. Damit liegt die CPU-Leistung des neuen Modells rund viermal höher als beim S24 Ultra.
Noch deutlicher wird der Unterschied bei der Grafikleistung. Im 3DMark Wild Life Extreme erzielt das Galaxy S26 Ultra 7.283 Punkte. Im Wild Life Extreme Stress Test erreicht das Gerät 7.665 Punkte im besten Durchlauf.
Zum Vergleich: Das Galaxy S24 Ultra kam im gleichen Benchmark auf 666 Punkte im Wild Life Extreme und 672 Punkte im besten Durchlauf des Stress Tests. Die Stabilität lag dort bei 99,3 Prozent.
Der enorme Sprung erklärt sich vor allem durch die neue GPU-Generation im Snapdragon-Chip. Grafikprozessoren entwickeln sich derzeit deutlich schneller als klassische CPU-Kerne. Gleichzeitig nutzt Samsung beim S26 Ultra eine deutlich größere und effizientere GPU-Architektur. Dadurch steigt die Grafikleistung deutlich stärker als die reine Rechenleistung.
In der Praxis bedeutet das vor allem eines: deutlich mehr Reserven bei grafikintensiven Aufgaben. Spiele, Videoverarbeitung, KI-Bildbearbeitung oder komplexe Animationen laufen spürbar flüssiger. Auch beim schnellen Wechsel zwischen Kamera, Bildbearbeitung und Uploads wirkt das System insgesamt entspannter.
Benchmark-Vergleich
Benchmark
Galaxy S24 Ultra
Galaxy S26 Ultra
Geekbench 6 Single-Core
971
3.759
Geekbench 6 Multi-Core
2.591
11.419
3DMark Wild Life Extreme
666
7.283
3DMark Wild Life Extreme Stress Test
672 / 667
7.665
Samsung hat außerdem bei der Kühlung nachgelegt. Das merkt man vor allem draußen. Sonne, Navigation, hohe Displayhelligkeit, GPS, Kamera – diese Mischung bringt viele Smartphones irgendwann ins Schwitzen. Beim S26 Ultra dauert das deutlich länger. Natürlich wird es unter Last wie unseren Benchmarks im Test warm, aber Helligkeit und Leistung bleiben stabiler als bei älteren Modellen.
KI und Software: Endlich öfter Werkzeug statt Werbephrase
Wie jedes Flaggschiff 2026 kommt auch das S26 Ultra nicht ohne KI-Erzählung aus. Aber dieses Jahr ist es eben nicht mehr die Hauptstory, Privacy Display, Schnellladen und den lichtstärkeren Linsen sei Dank. Samsung baut Galaxy AI aber permanent weiter aus, verknüpft sie noch enger mit Gemini und versieht das System mit zahlreichen kleinen Hilfen. Ein Teil davon bleibt erwartbar dekorativ. Der interessantere Teil ist jener, der im Alltag und auf Reisen wirklich Zeit spart.
Dazu gehören Textzusammenfassungen, Bildbearbeitung, Audio-Bereinigung, kontextbezogene Vorschläge und kleine Automationen, die einfach schlicht nützlich sind. Das S26 Ultra wird dadurch nicht zum magischen Reiseassistenten. Aber es wird an einigen Stellen effizienter. Genau das ist die richtige Richtung. Wie sehr die neue KI im Alltag hilft, lässt sich aber eben nicht in knapp zwei Wochen seriös herausfinden.
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One UI bleibt dabei der eigentliche Anker. Samsung hat seine Oberfläche über Jahre so weit beruhigt, dass das System trotz Funktionsfülle weitgehend kontrolliert wirkt. Das gilt auch hier. Die Software ist voll, aber nicht chaotisch. Gerade für Menschen, die das Gerät wie wir – zumindest in den letzten beiden Jahren – auch produktiv nutzen, ist das wichtiger als jeder einzelne AI-Baustein.
Ein paar Handgriffen der Bildbarbeitung und der Galaxy AI-Funktion “Objekte entfernen” lässt sich noch mehr aus den Fotos herausholen. @ OutdoorMonster
Akku und Laden: Samsung schließt endlich eine Lücke
Lange war das Laden der Punkt, an dem Samsung im Ultra-Segment bewusst konservativ wirkte. Das ändert sich mit dem S26 Ultra spürbar. Das neue Modell lädt kabelgebunden mit 60 Watt und zieht damit endlich sichtbar nach. Für den Alltag ist das mehr als eine Zahl. Ein Smartphone, das in einer halben Stunde einen großen Teil seiner Kapazität zurückbekommt, verhält sich unterwegs schlicht anders als eines, das nur solide nachlädt.
Gerade auf Reisen zählt das. Ein Halt in einer Hütte, ein Kaffee an der Steckdose, eine Pause im Auto oder eine schnelle Ladung an einer Powerstation bekommen dadurch eine andere Qualität. Das S26 Ultra ist nicht das radikalste Schnelllade-Smartphone am Markt, aber es schließt die Lücke zum Wettbewerb weit genug, um im Alltag nicht mehr hinterherzulaufen.
Die Kapazität bleibt bei 5.000 mAh, und das ist in Ordnung. Nicht jeder Fortschritt muss über größere Zahlen kommen. Entscheidender ist, dass das Gerät diese Kapazität effizienter nutzt. Im kurzen Test wirkt das S26 Ultra wie ein sehr ausdauerndes Smartphone, das souverän durch einen langen Tag kommt und bei zurückhaltender Nutzung auch deutlich darüber hinausreicht. Wer viel mit heller Anzeige navigiert, fotografiert und filmt, wird die Reserven natürlich schneller schrumpfen sehen. Aber genau in diesem anspruchsvollen Profil wirkt das Gerät besser austariert als der Vorgänger.
Beim kabellosen Laden bleibt Samsung etwas vorsichtiger, und auch das Thema Qi2 ohne native Magnete bleibt leider ein kleiner Schönheitsfehler. Das ist nicht dramatisch, aber eben auch kein Fortschritt. Wirklich relevant ist hier vor allem das kabelgebundene Laden – und genau das ist endlich spürbar besser geworden.
S25 Ultra vs. S26 Ultra: Wo der Unterschied wirklich liegt
Die Versuchung ist groß, den Wechsel vom S25 Ultra auf das S26 Ultra an einer einzigen Neuerung festzumachen. Das würde dem Gerät aber nicht gerecht. Denn der Unterschied liegt nicht in einem einzelnen Paukenschlag, sondern in mehreren gezielten Verschiebungen.
Das S26 Ultra ist leichter und etwas angenehmer in der Hand. Das klingt klein, ist im Alltag aber erstaunlich präsent. Die Hauptkamera arbeitet bei schwierigem Licht sicherer. Das Laden ist endlich zügig genug, um auch unterwegs wirklich relevant zu sein. Und das Privacy Display schafft einen Zusatznutzen, den das S25 Ultra schlicht nicht anbieten konnte.
Gleichzeitig bleibt das S25 Ultra ein sehr gutes Smartphone. Wer damit zufrieden ist und vor allem bei Tageslicht fotografiert, selten schnelle Ladefenster braucht und mit dem bisherigen Gehäuse gut klarkommt, bekommt keinen zwingenden Grund zum Wechsel. Das S26 Ultra verbessert viel, aber es demontiert den Vorgänger nicht.
Für Nutzer älterer Ultra-Modelle fällt das Urteil klarer aus. Ab dem S23 Ultra und besonders abwärts ist das S26 Ultra ein deutlich spürbarer Sprung. Bei Display, Kamera, Laden, Handling und Software-Reife sind die Unterschiede groß genug, um einfach schnell direkt und hier in den Samsung-Store zu hüpfen:
Fazit: Das S26 Ultra ist kein Quantensprung, sondern ein kluges Update
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist vor allem deshalb interessant, weil es nicht versucht, alles gleichzeitig neu zu erfinden. Stattdessen nimmt Samsung die Stärken des S25 Ultra, legt an den richtigen Stellen nach und ergänzt mit dem Privacy Display ein Merkmal, das auf Zug- oder Flugreisen den Unterschied macht. Das Ergebnis ist ein Ultra-Smartphone, das erwachsener, beweglicher und in einigen entscheidenden Situationen besser geworden ist: bei wenig Licht, beim Zwischenladen, in der Hand und im Umgang mit öffentlichen Räumen.
Einige Schwächen gibt es aber dennoch: Das Privacy Display ist nützlich, aber kein universeller Segen. Der Kamerablock bleibt sperrig, und Qi2 mit nativen Magneten fehlt weiterhin. Wirklich große Veränderungen gegenüber dem S25 Ultra gibt es ebenfalls nicht – das neue Modell ist eher eine konsequente Weiterentwicklung als ein kompletter Neustart.
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Für OutdoorMonster lautet die Einordnung deshalb so: Das Galaxy S26 Ultra ist 2026 eines der komplettesten Smartphones für Reisen, Outdoor-Einsätze und mobile Content-Produktion. Nicht, weil es überall die größten Zahlen liefert, sondern weil es die wichtigen Dinge sehr gut miteinander verbindet: Displayqualität, Lichtstärke, Ausdauer, Ladegeschwindigkeit, Stift, Leistung und lange Softwarepflege. Genau diese Balance ist wichtiger als jeder einzelne Rekord.
Wer vom S25 Ultra kommt, muss den Wechsel nicht erzwingen. Wer das beste Samsung-Ultra für 2026 sucht und ein Gerät möchte, das draußen ebenso überzeugend arbeitet wie im Alltag, findet im S26 Ultra aber ein sehr starkes Gesamtpaket – eines, das nicht alles neu macht, aber an den entscheidenden Stellen besser geworden ist.