Es gibt Küchengeräte, die sieht man einmal – und vergisst sie nie wieder. So war es beim Wurster WT 5005 von Severin: ein Wursttoaster, den viele nicht mal kennen, der aber in unserer Küche seit 2016 ein fester Bestandteil ist. Fast 10 Jahre im Dauerbetrieb – das schreit nach einem Langzeittest.
Erste Begegnung: IFA China, 2016
Der erste Kontakt war auf der IFA China. Am Stand von Severin stand dieses eigenartige Gerät: zwei Schächte, ein paar Tasten, eine Grillzange – und das Versprechen, Würstchen in fünf Minuten perfekt zu bräunen. Skepsis wich schnell Begeisterung, als klar war: Das Ding funktioniert. Seitdem grillt der Wurster Würstchen für die Familie – in der Küche, auf dem Campingplatz, beim Fußball-Sommerfest.

Das Prinzip: Toaster trifft auf Bratwurst
Der Wurster ist kein Grill und auch kein Backofen. Er funktioniert wie ein vertikaler Toaster, nur eben für Würstchen. Zwei Schächte nehmen handelsübliche Bratwürste auf – von dünn bis dick, von kurz bis lang (zwischen 16 und 22 cm, max. 30 mm Durchmesser). Die Heizspiralen grillen rundherum gleichmäßig. Ein LED-Display zeigt die verbleibende Grillzeit, voreingestellte Programme („dicke Wurst“, „dünne Wurst“) nehmen einem das Denken ab.

Im Alltag: Schnell, sauber, zuverlässig
Ob Kindergeburtstag, Abendessen oder Campingausflug – der Wurster war oft im Einsatz. Die voreingestellten Programme liefern solide Ergebnisse. Wer’s knackiger mag, kann per Tastendruck die Grillzeit verlängern oder das Programm ein zweites Mal starten. Einziger Haken: Bei langen Würsten, die oben herausschauen, muss man manuell drehen, damit alles braun wird.

Die Reinigung ist angenehm unkompliziert. Tropfschale und Rösteinsatz lassen sich herausnehmen und in der Spülmaschine reinigen. Auch das Innenleben ist zugänglich – mit Schraube und Klappe, wie man es aus dem guten deutschen Mittelstand kennt.
Für Camper: Strom statt Gas, dafür immer sauber
Auf dem Campingplatz punktet der Wurster durch Sicherheit und Komfort. Kein offenes Feuer, kein Fettbrand, keine Gaskartuschen. Vorausgesetzt, man hat Strom zum Beispiel über eine Powerstation, grillt man in wenigen Minuten zwei Würstchen ohne Rauch und Geruch. Ideal für Frühstückswurst oder das schnelle Abendessen. Der Stromverbrauch selbst ist aber tatsächlich sehr hoch. Im ganzen Toast-Prozess zieht sich der Wurster happige 2180 Watt rein, bei 5 Minuten Laufzeit kommt dann ein stolzes Sümmchen zusammen.

Schwächen? Ja, aber keine entscheidenden
Klar, der Wurster ist kein Ersatz für den Grill, wenn die ganze Familie mitessen will. Auch grobe Bockwürste mit extremer Krümmung oder zu viel Länge passen nicht optimal. Und: Der Preis war (und ist) mit rund 180 Euro eher hoch. Doch dafür bekommt man ein langlebiges, sicheres und zuverlässiges Gerät – made in Germany.

Fazit: Ein unterschätzter Klassiker
Der Severin Wurster ist ein Spezialist – kein Alleskönner. Aber wer oft Würstchen zubereitet, bekommt mit ihm ein Gerät, das Zeit spart, sauber arbeitet und auch nach acht Jahren kaum Schwächen zeigt. Für Familien mit Kindern, Camper und Wurstliebhaber eine echte Empfehlung und unser Kauftipp.
