Jetzt aktivieren! Neue Android-Funktion kann Euer Leben retten

Android-Handys übertragen ab sofort Live Bilder an Retter und erleichtern so die schnelle Hilfe bei Notfällen.

Bergsteiger in Not

Google führt eine neue Sicherheitsfunktion namens Emergency Live Video für Android-Handys ein, die auch für Outdoor-Aktivitäten eine wichtige Rolle spiele kann. Wer zum Beispiel einen Unfall baut, sich beim Wandern die Haxen bricht oder sonst irgendwo in eine medizinische Notlage gerät, kann künftig deutlich besser Hilfe erhalten (sofern das Mobilfunknetz mitspielt). Denn Android erlaubt jetzt die Übertragung eines Live Videobildes direkt an die Leitstelle. Diese Möglichkeit schafft einen Informationsvorsprung, der im Ernstfall wertvolle Zeit spart und Rettungskräften eine genauere Einschätzung der Lage erlaubt.

Warum der Live-Notruf so wichtig ist

In Notfallsituationen leiden viele Menschen unter hohem Stress. Exakte, konstruktive Angaben fallen schwer und eine ungenaue Beschreibung verzögert oft die nötige Hilfe. Ein Live Bild von der Unfallstelle erleichtert der Leitstelle die Orientierung und unterstützt sie bei der Entscheidung, welche Maßnahmen umgehend notwendig sind. Das gilt gleichermaßen für einen Sturz, für einen Verkehrsunfall oder ein plötzliches Feuer.

Android-Emergency-Live-Video
Mit Emergency Live Video sehen Leitstellen sofort, was am Unfallort passiert. © Google

So läuft ein Live-Notruf auf Android ab

Während eines Notrufs oder einer Textnachricht an die Leitstelle kann der Disponent eine Anfrage an das Android-Smartphone des Anrufers mit der Bitte um ein Live-Bild senden. Der Anrufer entscheidet dann selbst, ob er das Kamerabild freigibt. Tut er das, startet sofort die verschlüsselte Videoübertragung. Auf diese Weise können Einsatzkräfte schon vor dem Eintreffen professionelle Anweisungen geben, zum Beispiel zur stabilen Seitenlage oder zur Wiederbelebung. Nutzer behalten jederzeit die Kontrolle und stoppen die Übertragung bei Bedarf sofort.

Start in ersten Regionen Deutschlands

Emergency Live Video ergänzt damit bestehende Android Sicherheitsfunktionen wie den Emergency Location Service, die automatische Erkennung von Unfällen oder Stürzen und die SOS Funktion über Satellit. Der Dienst startet ab sofort in den USA sowie in Teilen Mexikos und Deutschlands. Google nennt allerdings noch keine konkrete Liste der unterstützten Gebiete. Falls wir hier mehr erfahren, lassen wir es euch wissen. Google arbeitet auf jeden Fall nach eigenen Angaben weltweit mit Leitstellen und Sicherheitsbehörden daran, die Verfügbarkeit weiter auszubauen. Fest steht dagegen, das man mindesten ein Android Gerät ab Version 8 mit aktivierten Google Play-Diensten benötigt.


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