Ein neuer Bericht aus der Lieferkette sorgt für Aufruhr: Das iPhone 18 Pro (2026) soll sich radikal verändern. Doch die vermeintlichen Neuerungen lösen bei Android-Nutzern ein Déjà-vu aus – Apple scheint tief in die Design-Kiste von Samsung zu greifen.
Während die Welt noch auf das iPhone 17 wartet, richten Insider den Blick bereits auf das Jahr 2026. Ein detaillierter Bericht von The Information (Wayne Ma & Qianer Liu), basierend auf Quellen aus der Fertigung, zeichnet das Bild eines iPhone 18 Pro, das mit alten Gewohnheiten bricht. Doch ist das der erhoffte Fortschritt oder ein Schritt zurück?
Das Design: Ein Loch in der Ecke
Die wohl überraschendste Meldung des Leaks: Apple plant angeblich, die Frontkamera aus der Mitte in die obere linke Ecke zu verschieben. Um dies zu ermöglichen, soll die Face-ID-Technologie komplett unter das Display wandern. Sichtbar bliebe nur noch die Linse der Selfie-Kamera in einem kreisrunden Ausschnitt (“Punch-Hole”).
Der Elefant im Raum: Der Samsung-Vergleich
Man kommt nicht umhin, hier Parallelen zu ziehen, die für Apple fast schon unangenehm wirken könnten:
- Optik wie 2019: Ein Kameraloch in der Ecke (“Infinity-O Display”) führte Samsung bereits mit dem Galaxy S10 ein. Während Samsung dieses Design längst zugunsten einer zentrierten, symmetrischen Lösung aufgegeben hat, würde Apple mit diesem Schritt ein Design adaptieren, das in der Android-Welt fast schon als “Retro” gilt.
- Technik-Check: Samsung nutzt im Galaxy Z Fold zwar schon länger Kameras unter dem Display, doch die Bildqualität leidet dort oft. Apples Ansatz – Sensoren unsichtbar, Kamera sichtbar – scheint der Versuch zu sein, die Ästhetik zu verbessern, ohne die Selfie-Qualität zu opfern.
Die Kamera: Rückkehr der variablen Blende
Auch auf der Rückseite soll sich etwas tun: Mindestens eine Hauptkamera soll eine variable Blende erhalten. Dies erlaubt es, mechanisch zu steuern, wie viel Licht auf den Sensor fällt.
- Samsungs vergessener Pioniergeist: Auch hier war Samsung schneller. Das Galaxy S9 bot bereits 2018 eine variable Blende. Samsung strich das Feature jedoch beim S20 wieder, da der Nutzen damals gering war.
- Warum jetzt bei Apple? Der Unterschied liegt in der Physik. Heutige Kamerasensoren im “Pro”-Bereich sind riesig. Das führt oft zu einem extrem schmalen Schärfebereich (nur die Nasenspitze ist scharf). Eine variable Blende ist heute also kein Gimmick mehr, sondern ein notwendiges Werkzeug für Profis, um die Tiefenschärfe wieder kontrollieren zu können.
Unter der Haube: Der A20 und der 2nm-Sprung
Abseits des Designs gibt es auch handfeste technische Gerüchte, die Hoffnung machen. Das iPhone 18 Pro wird voraussichtlich den A20 Chip nutzen.
- 2-Nanometer-Verfahren: Es wird erwartet, dass dies der erste Chip ist, der im neuen 2nm-Verfahren von TSMC gefertigt wird. Das verspricht massive Sprünge bei Energieeffizienz und Leistung.
- Neues Packaging (WMCM): Gerüchten zufolge ändert Apple die Art, wie der Arbeitsspeicher verbaut wird. Dies soll den Datendurchsatz erhöhen – ein kritischer Faktor für zukünftige, lokale KI-Funktionen (“Apple Intelligence”).
Zweifel der Experten: Kommt es wirklich so?
Nicht alle Insider sind überzeugt. Ross Young, einer der treffsichersten Analysten der Display-Branche, äußerte sich in der Vergangenheit skeptisch zu einem so frühen Design-Wechsel. Er ging bisher davon aus, dass Face ID unter dem Display und eine Loch-Kamera erst später kommen – oder Apple bei der zentrierten Lösung bleibt, um die Symmetrie zu wahren.
Das Datum des Leaks (Dezember 2025) deutet auf frühe Prototypen-Entscheidungen hin. Bis zum finalen “Design Freeze” kann und wird sich bei Apple noch viel ändern.
Fazit
Sollte das iPhone 18 Pro tatsächlich so erscheinen, wäre es das polarisierendste iPhone seit dem iPhone X. Kritiker werden sagen, Apple recycelt alte Samsung-Ideen. Optimisten werden hoffen, dass Apple diese Ideen (wie die variable Blende) endlich zur Perfektion reifen lässt. Eines ist aber nahezu sicher: Die Ära der “Dynamic Island” neigt sich offenbar ihrem Ende zu.
