DJI stellt mit der Power 1000 V2 eine weiterentwickelte Version seiner tragbaren Powerstation vor. Während der Drohnenhersteller bislang vor allem für Kameratechnik bekannt ist, hat er sich in den letzten Jahren auch im Markt der mobilen Stromlösungen positioniert – und übernimmt nun mit der Bezeichnung „Power 1000“ inklusive der Versionsnummer „V2“ klar den Namensstil, den Marktführer Jackery etabliert hat.
Hinter dem Namen steckt jedoch laut DJI eine Powerstation, die in Sachen Leistung, Ladegeschwindigkeit und Flexibilität neue Maßstäbe setzen soll. Sie richtet sich an Camper, Roadtrip-Fans, Content Creator und all jene, die eine zuverlässige Notstromversorgung zu Hause aufbauen möchten. Wir haben wie immer alle Details für Euch.
Hohe Dauerleistung und modular erweiterbar
Im Kern arbeitet die Power 1000 V2 mit einer Kapazität von 1.024 Wh und soll dauerhaft 2.600 W Leistung bereitstellen können. Damit eignet sie sich laut Hersteller für zahlreiche Haushalts- und Outdoorgeräte, vom Wasserkocher über Elektrowerkzeuge bis hin zu Ladegeräten für Kameras und Drohnen. DJI hebt außerdem hervor, dass sich das System durch den Anschluss von bis zu fünf zusätzlichen 2.048-Wh-Batterien modular auf eine Gesamtkapazität von 11.264 Wh erweitern lässt. Für längere Campingtrips, autarkes Arbeiten oder als Backup-Lösung im Haus bietet das deutlich mehr Spielraum, ohne gleich mehrere Einzellösungen mitführen zu müssen.
Kürzere Ladezeiten und flexibles Laden über Netz, Solar oder Auto
Ein Schwerpunkt der neuen Version liegt auf dem Ladeverhalten. DJI gibt an, dass die Powerstation an der Steckdose in 37 Minuten von 0 auf 80 Prozent geladen werden kann, eine vollständige Ladung soll nach 56 Minuten erreicht sein.
Darüber hinaus bietet die Station mehrere Alternativen: Mit dem neuen DJI Power 1,8 kW Solar/Auto Superschnellladegerät kann sie laut Hersteller in Verbindung mit Solarmodulen bis zu 1.800 W Solareingang nutzen und sich unter optimalen Bedingungen in rund 40 Minuten wieder vollständig aufladen. Auch während der Fahrt lässt sich die Powerstation an die Lichtmaschine eines Autos oder Wohnmobils koppeln. Über das 1 kW KFZ-Superschnellladegerät sollen selbst volle Systeme mit Erweiterungsbatterien in weniger als eineinhalb Stunden geladen werden können. Damit spricht DJI vor allem Vanlifer und Overlander an, die unterwegs autark bleiben möchten.
Für DJI-Drohnen optimiert: Laden direkt aus der Powerstation
DJI integriert die Power 1000 V2 eng ins eigene Ökosystem. Mit separat erhältlichen SDC-Ladekabeln können ausgewählte DJI-Drohnenakkus direkt an der Powerstation geladen werden, ohne dass zusätzliche Ladegeräte nötig sind. Nach Herstellerangaben sollen die Akkus so in rund 30 Minuten von 10 auf 95 Prozent geladen werden können. Für Drohnenpiloten bedeutet das eine besonders flexible Lösung, die oft den Unterschied macht zwischen einem halben und einem ganzen Drehtag.
Intelligentes Batteriemanagement und robuste Sicherheit
Bei der Power 1000 V2 hat DJI auch an der Sicherheit gearbeitet. Das verbesserte Batteriemanagementsystem (BMS) überwacht Temperatur, Strom und Spannung, schützt damit zuverlässig vor Überladung, Kurzschluss oder Überhitzung und steuert das Balancing der Zellen. Zum Einsatz kommen langlebige LFP-Zellen, die nach 4.000 Ladezyklen immer noch etwa 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität liefern sollen. Das neue Gehäuse für das BMS schützt den Wechselrichter zusätzlich gegen Einflüsse wie Regen, Kondensation oder Salzwasserspritzer. So soll sich die Powerstation sowohl für den Einsatz am Meer als auch in den Bergen eignen.
Abgerundet wird das Ganze durch eine dreijährige Garantie, die DJI bei Registrierung der Powerstation um zwei weitere Jahre verlängert.
Klassisches Rollenbild: Papa hat die Energie im Blick, Mama das Kind. @ DJI
Steuerung und Überwachung per DJI Home App
Neu ist auch die Anbindung an die DJI Home App, die es ermöglicht, den Status der Powerstation sowie angeschlossener Erweiterungsbatterien und Ladegeräte in Echtzeit zu überwachen. Nutzer können so etwa den Wechselstromausgang aus der Ferne ein- und ausschalten oder Ladeparameter überprüfen. DJI zielt damit auf mehr Komfort und bessere Planbarkeit, gerade bei längeren Trips.
Für den stationären Einsatz bietet die Powerstation eine USV-Funktion (unterbrechungsfreie Stromversorgung). Ist sie am Netzstrom angeschlossen und eingeschaltet, übernimmt sie bei einem Stromausfall laut DJI innerhalb von 0,01 Sekunden automatisch die Versorgung der angeschlossenen Geräte. Damit lassen sich zum Beispiel Router, Kühlschrank oder wichtige Computer ohne Unterbrechung weiterbetreiben. Gegenüber dem Vorgängermodell wurde die Umschaltzeit damit halbiert.
Im Zusammenspiel mit einem Solarpanel. @ DJI
Viele Anschlüsse und großes Zubehörsortiment
Die Power 1000 V2 ist mit mehreren AC- und DC-Anschlüssen ausgestattet. Besonders hervorgehoben werden zwei USB-C-Ports, die jeweils bis zu 140 W Leistung bieten und so auch Laptops schnell laden können. Ergänzt wird das Ganze durch ein breites Zubehörprogramm. DJI bietet Erweiterungsbatterien, Solar-Adapter, KFZ-Schnellladegeräte und einen speziellen Aufbewahrungskoffer an, um die Powerstation an verschiedene Einsatzszenarien anzupassen.
Powerstations eignen sich perfekt für Roadtrips oder Wochenendausflüge. @ DJI
Preise und Verfügbarkeit
Die DJI Power 1000 V2 ist unter diesem Link ab sofort erhältlich. Preise für die Powerstation und das Zubehör hat DJI bislang nicht im Detail bekannt gegeben. Erwartet wird, dass sie etwas über dem Niveau der ersten Generation liegen, was angesichts der höheren Leistungsdaten und kürzeren Ladezeiten nicht überrascht.
Fazit: Konkurrenz für Jackery? Das muss sich zeigen
Mit der Power 1000 V2 bringt DJI eine Powerstation auf den Markt, die laut Hersteller mehr Leistung, kürzere Ladezeiten und eine clevere App-Steuerung bietet. Besonders spannend ist das für alle, die unterwegs zuverlässig Strom brauchen – ob im Camper, beim Drohnenfliegen oder als mobile Werkstatt fernab vom Netz. Auch als Backup-Stromquelle für den Haushalt könnte das System durch seine modulare Erweiterbarkeit und den schnellen USV-Modus interessant sein.
Wir haben in den letzten Monaten bereits intensiv die Jackery Explorer 1000 Pro und die 2000 Plus getestet, die in dieser Leistungsklasse aktuell zu den beliebtesten Geräten zählen. Ob die neue DJI Power 1000 V2 hier tatsächlich stärker ist, wird erst ein ausführlicher Test zeigen. Die Datenblätter versprechen jedenfalls einiges – doch wie gut sie sich draußen in der Praxis schlägt, wird sich noch beweisen müssen.