Ab 499 Euro: ECOVACS bringt seine Wischwalze jetzt in eine deutlich günstigere Klasse

ECOVACS bringt den DEEBOT T90 MAX OMNI ab 499 Euro. Der PRO bietet 40.000 Pa und reinigt seine Wischwalze mit bis zu 100 °C.


Eine Wischwalze mit permanenter Frischwasserreinigung, bis zu 40.000 Pa Saugleistung und eine Station, die den Mopp mit heißem Wasser wäscht: Solche Funktionen waren bei Saugrobotern bislang vor allem ein Argument für die teureren Baureihen. ECOVACS schiebt einen Teil dieser Technik zur IFA 2026 nun deutlich weiter nach unten.

Die neue DEEBOT T90 MAX Familie startet bereits bei 499 Euro. Sie besteht aus dem DEEBOT T90 MAX OMNI sowie dem stärkeren DEEBOT T90 MAX PRO OMNI für 599 Euro. Beide verwenden die neue OZMO-ROLLER-3.0-Wischwalze, ZeroTangle 4.0, TruEdge 3.0 und eine automatische OMNI-Station. Unterschiede gibt es unter anderem bei der Saugleistung und der Reinigung der Wischwalze in der Station.

27 Zentimeter Walze statt klassischem Wischmopp

Herzstück beider Modelle ist OZMO ROLLER 3.0. Die Wischwalze misst 27 Zentimeter und fällt damit laut ECOVACS 50 Prozent länger aus als bei der vorherigen Generation.

Sie dreht mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute und arbeitet mit einem Anpressdruck von 3.800 Pa. Gleichzeitig wird die Walze während des Wischens permanent mit Frischwasser gereinigt. Ein System mit 32-fachem Frischwasserfluss löst aufgenommenen Schmutz von der Oberfläche, während ein Abstreifer die Rückstände kontinuierlich entfernt.

Ein Blick auf den Unterboden zeigt schön die Walze. © ECOVACS

Die Idee dahinter ist wichtiger als die reine Drehzahl: Bereits aufgenommener Schmutz soll möglichst schnell von der Walze verschwinden, statt beim Weiterfahren wieder auf dem Boden verteilt zu werden.

Auf Teppichen hebt der Roboter die Wischwalze automatisch um 15 Millimeter an. Gleichzeitig soll die Reinigungsstrategie abhängig von Teppichart und Bodenbelag angepasst werden.

30.000 oder 40.000 Pa – je nach Modell

Bei der Saugleistung trennt ECOVACS die beiden Modelle stärker voneinander. Der günstigere DEEBOT T90 MAX OMNI erreicht laut Hersteller bis zu 30.000 Pa, während der DEEBOT T90 MAX PRO OMNI bis zu 40.000 Pa bietet.

Beim PRO nennt ECOVACS zusätzlich einen maximalen Luftstrom von bis zu 16,45 Litern pro Sekunde. Die sogenannte BLAST-Technologie kombiniert dafür unter anderem einen Akku in EV-Qualität, einen Motor mit hohem Drehmoment, größere Lüfterblätter und einen optimierten Luftkanal.

Gerade bei solchen Zahlen gilt allerdings: Mehr Pa bedeuten nicht automatisch einen entsprechend größeren Unterschied bei jeder Bodenart. Entscheidend wird später sein, wie zuverlässig Staub, Haare und gröbere Partikel tatsächlich aufgenommen werden.

Gegen Haare in der Hauptbürste kommt bei beiden Modellen ZeroTangle 4.0 zum Einsatz. Das System nutzt die Luftströmung, um Haare gezielt in Richtung Saugweg zu führen, bevor sie sich um die Bürste wickeln können.

Die Wischwalze fährt bis zu 1,5 Zentimeter nach außen

Ein klassisches Problem runder Saugroboter bleibt die Reinigung entlang gerader Wände. Deshalb kann TruEdge 3.0 die Reichweite der Wischwalze um bis zu 1,5 Zentimeter erweitern.

Damit soll die Walze näher an Sockelleisten und Möbel herankommen. Ein neuer Gleitfilz mit Luftpolster-Technologie soll gleichzeitig dafür sorgen, dass der Kontakt mit Möbelkanten möglichst materialschonend bleibt. Für losen Staub und Krümel in Randbereichen gibt es zusätzlich eine feste Seitenbürste.

Auch bei niedrigen Möbeln könnte die T90-MAX-Familie einen Vorteil haben. Beide Roboter sind lediglich 95 Millimeter hoch und sollen dadurch unter viele Sofas, Betten und Schränke gelangen.

Sensoren erkennen Hindernisse ab zwei Zentimetern

Für die Navigation verbaut ECOVACS ein vollständig integriertes dToF-LiDAR mit einem Sichtfeld von 190 Grad. Das System erstellt Karten der Wohnumgebung und kann auch mehrere Etagen verwalten.

TrueDetect 3D soll zusätzlich Gegenstände ab einer Größe von zwei Zentimetern erkennen. Kabel, Schuhe oder Spielzeug können dadurch in die Routenplanung einbezogen werden, statt erst nach einer Kollision aufzufallen.

Schwellen bewältigt das mechanische Klettersystem laut ECOVACS bis zu einer Höhe von 20 Millimetern. Abhängig von Raum, Bodenbelag und Reinigungsbedarf können die Roboter außerdem Saugleistung, Wassermenge und Anzahl der Reinigungszyklen automatisch anpassen.

Beim PRO wird die Walze mit bis zu 100 Grad heißem Wasser gewaschen

Den größeren Unterschied zwischen den beiden Modellen findet man schließlich an der Station. Beide Varianten kommen mit einer All-in-One-OMNI-Station, die mehrere Wartungsschritte automatisch übernimmt.

Die Station hegt und pflegt © ECOVACS

Beim DEEBOT T90 MAX PRO OMNI wird die Wischwalze laut ECOVACS allerdings mit bis zu 100 Grad heißem Wasser gereinigt. Anschließend trocknet die Station sie mit 45 Grad warmer Luft. Damit sollen insbesondere festsitzende Rückstände besser gelöst und Feuchtigkeit nach der Reinigung schneller entfernt werden.

Hinzu kommen ein 2,5-Liter-Staubbeutel mit automatischer Entleerung und eine Selbstreinigungsfunktion der Station auf Knopfdruck. Wie umfangreich die Stationsfunktionen beim günstigeren T90 MAX OMNI im direkten Vergleich ausfallen, geht aus der vorliegenden Presseunterlage nicht vollständig hervor.

DEEBOT T90 MAX OMNI und PRO OMNI: Preise

Beide Modelle starten am 9. September 2026. Der DEEBOT T90 MAX OMNI kostet regulär 499 Euro, der stärkere DEEBOT T90 MAX PRO OMNI 599 Euro. Zunächst sollen die Geräte unter anderem bei OTTO erhältlich sein; weitere Händler will ECOVACS noch nennen.

Kaufbutton Otto

Zum Verkaufsstart werden beide Modelle bis zum 23. September um jeweils 50 Euro reduziert. Damit sinkt der Preis vorübergehend auf 449 Euro für den T90 MAX OMNI und 549 Euro für den T90 MAX PRO OMNI.

Vor allem diese Preise machen die neue Familie interessant. Eine 27 Zentimeter breite, permanent gereinigte Wischwalze, 30.000 beziehungsweise 40.000 Pa und eine automatische Station rutschen damit in eine Klasse, in der bislang häufiger einfachere Wischsysteme zu finden waren. Wie groß der Unterschied zwischen dem 499-Euro-Modell und dem 100 Euro teureren PRO im Alltag tatsächlich ausfällt, gehört anschließend in den Test.


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