Ein verschütteter Kaffee lässt sich frisch meist schnell wegwischen. Ein paar Stunden später sieht das anders aus: Der Fleck haftet am Boden, und ein normaler Wischroboter fährt im schlimmsten Fall mehrfach darüber, ohne ihn vollständig zu lösen.
Beim neuen DEEBOT X12S OmniCyclone will ECOVACS deshalb nicht einfach nur stärker schrubben. Zwei Düsen sprühen hartnäckige Stellen zunächst gezielt mit verdünnter Reinigungslösung ein. Erst danach fährt die Wischwalze darüber. Der Premium-Saugroboter startet am 9. September für 1.299 Euro – und bringt noch eine zweite Besonderheit mit: Seine OmniCyclone-Station kommt ohne klassischen Staubbeutel aus.
FocusJet behandelt Flecken vor dem Wischen
FocusJet nennt ECOVACS das neue System. Zwei Hochdruck-Zerstäubungsdüsen tragen Reinigungslösung gezielt auf erkannte Verschmutzungen auf und sollen selbst eingetrocknete Flecken innerhalb kurzer Zeit anlösen.

AGENT YIKO kann die Vorbehandlung nach Angaben von ECOVACS automatisch einsetzen oder gezielt für bestimmte Bereiche aktivieren. Als typisches Beispiel nennt das Unternehmen die Küche, wo eingetrocknete Getränke- oder Essensreste deutlich häufiger vorkommen als im Wohnzimmer.
Anschließend übernimmt OZMO ROLLER 3.0. Die 27 Zentimeter breite Walze dreht mit bis zu 220 Umdrehungen pro Minute und arbeitet laut ECOVACS mit 4.000 Pa Anpressdruck. Über 32 Wasserstrahlen wird sie während der Reinigung laufend mit sauberem Wasser versorgt.
Damit soll bereits aufgenommener Schmutz direkt von der Walze entfernt werden, statt beim nächsten Meter wieder auf dem Boden zu landen.
Auch Teppiche bekommen eine eigene Behandlung
Sobald der X12S auf Teppich fährt, hebt sich die Wischwalze automatisch um 15 Millimeter an. Eine Abdeckung schirmt die feuchte Rolle zusätzlich von den Fasern ab.
Beim Saugen setzt ECOVACS auf einen 53-Air-Watt-Motor, bis zu 27.000 Pa Unterdruck und einen maximalen Luftstrom von 27 Litern pro Sekunde. Die BLAST-Technologie soll dabei sowohl feinen Staub als auch gröbere Partikel aufnehmen.
Ungewöhnlicher ist die sogenannte Milbenkammer. Eine besonders flache Führungsrolleneinheit soll den Kontakt zum Teppichflor halten, während dickere Bürstenleisten tiefsitzenden Staub, Allergene und Hausstaubmilben aus den Fasern lösen. ECOVACS gibt eine Entfernung von mehr als 95 Prozent der Hausstaubmilben an. Dabei handelt es sich um einen Herstellerwert, nicht um eine Messung von OutdoorMonster.
Haare sollen gar nicht erst um die Bürste wickeln
ZeroTangle 4.0 nutzt auch beim X12S eine kontrollierte Luftströmung, um Haare gezielt zur Saugöffnung zu leiten. Neben der Hauptbürste wurde außerdem die Seitenbürste überarbeitet.
Damit adressiert ECOVACS ein Problem, das in Haushalten mit langen Haaren oder Haustieren schnell zum regelmäßigen Wartungstermin wird. Je weniger Haare sich um Bürstenachsen wickeln, desto seltener müssen sie per Hand entfernt werden.
Für Kanten und Möbel kommt TruEdge 3.0 Extreme hinzu. Die Wischwalze kann seitlich aus dem Gehäuse fahren, während eine verlängerte Seitenbürste Staub aus Ecken holen soll.
Drei Minuten Laden bringen bis zu 13 Prozent Akku
Auch der X12S nutzt kurze Aufenthalte an seiner Station zum Nachladen. PowerBoost Charging Plus soll innerhalb von drei Minuten bis zu 13 Prozent Akkukapazität zurückbringen.
Der Ansatz ist sinnvoller, als einen Roboter für längere Zeit vollständig an die Station zu schicken. Nach einer kurzen Zwischenladung kann er die unterbrochene Reinigung schneller fortsetzen. ECOVACS nennt dafür insbesondere große Wohnflächen als Einsatzszenario.
Für die Hinderniserkennung ist AIVI 3D 4.0 zuständig. AGENT YIKO 3.0 wiederum soll Grundriss, Gewohnheiten und Präferenzen lernen und daraus eigenständig Reinigungsroutinen ableiten sowie bei Einrichtung und Fehlerbehebung unterstützen.
Die Station braucht keinen Staubbeutel
Die zweite große Neuerung steckt in der OmniCyclone-Station. Während viele automatische Absaugstationen den Staub in einem Einwegbeutel sammeln, arbeitet der DEEBOT X12S OmniCyclone mit PureCyclone 2.0 und einem beutellosen System.
ECOVACS rechnet vor, dass dadurch über fünf Jahre bis zu 25 Staubbeutel eingespart werden können. Ein beidseitiger Schaberring, automatische Lufttrocknung und die schnelle Entleerung sollen gleichzeitig verhindern, dass der Verzicht auf Beutel mehr Handarbeit verursacht.
Noch ungewöhnlicher ist der Umgang mit Schmutzwasser. Die Station reinigt den Behälter automatisch und beheizt ihn zeitgesteuert, um Ablagerungen und Gerüche zu reduzieren. Laut ECOVACS kommt ein solcher zeitgesteuert erhitzter Schmutzwassertank erstmals innerhalb des eigenen Portfolios in der X12S-Serie zum Einsatz.
Zusätzlich spült Giant Wave die Waschschale nach jedem Reinigungszyklus mit Hochdruck. Fresh-flow Power Washing wiederum kümmert sich um die Wischwalze.
Zwei X12S-Modelle starten gleichzeitig
Zur neuen X12S-Serie gehört neben dem hier beschriebenen DEEBOT X12S OmniCyclone auch der DEEBOT X12S PRO OMNI. Der zentrale Unterschied liegt unter anderem bei der Staubentsorgung: Der OmniCyclone arbeitet beutellos, während der PRO OMNI ein Staubbeutel-System verwendet.
Der DEEBOT X12S OmniCyclone kostet regulär 1.299 Euro, der X12S PRO OMNI startet bei 1099 Euro. Beide Modelle kommen am 9. September 2026 in den Handel.

Zum Verkaufsstart reduziert ECOVACS den OmniCyclone bis zum 23. September um 100 Euro. Damit liegt der Aktionspreis bei 1.199 Euro. 1.199 beziehungsweise später 1.299 Euro sind eine Ansage. Dafür liefert ECOVACS allerdings auch mehrere ungewöhnliche Ansätze: Flecken werden vor dem Wischen behandelt, die Station verzichtet auf Staubbeutel und kümmert sich zunehmend selbst um Schmutzwasser und Waschschale. Ob genau diese Funktionen den Aufpreis rechtfertigen, entscheidet anschließend der Praxistest.
