Dieser Fensterroboter soll 75 Quadratmeter putzen, ohne dass Ihr Wasser nachfüllt

Der neue WINBOT W2S PRO OMNI reinigt laut ECOVACS bis zu 75 m² Glas mit einer Füllung und läuft bis zu 110 Minuten ohne Steckdose.


Fensterroboter nehmen einem das Putzen ab – die Vorbereitung allerdings nicht immer. Wasser nachfüllen, Kabel sichern, den Roboter neu ansetzen und darauf achten, dass er an Rahmen und Fenstergriffen nicht die Orientierung verliert. Je größer die Glasfläche, desto deutlicher fällt jeder zusätzliche Handgriff auf.

Beim neuen WINBOT W2S PRO OMNI versucht ECOVACS deshalb vor allem, diese Unterbrechungen zu reduzieren. Der zur IFA 2026 vorgestellte Fensterreinigungsroboter bekommt einen 50 Prozent größeren Wassertank, eine überarbeitete Kantenreinigung und eine Station mit integriertem Akku. Mit einer Füllung sollen bis zu 75 Quadratmeter Glas möglich sein, ohne Steckdose nennt ECOVACS bis zu 110 Minuten Laufzeit.

Kann richtig viel Fläche auf Hochglanz bringen. © ECOVACS

20 Milliliter Wasser reichen laut ECOVACS für bis zu 75 Quadratmeter

Der Wassertank fasst jetzt 120 Milliliter und fällt damit laut ECOVACS 50 Prozent größer aus als bei den Vorgängermodellen. Im Fast-Clean-Modus sollen damit Glasflächen von bis zu 75 Quadratmetern mit einer Füllung möglich sein.

Das Wasser verteilt der WINBOT über drei Düsen. Die neue Weitwinkel-Sprühtechnik soll 90 Prozent der vorgesehenen Fläche abdecken und einen dünnen Wasserfilm erzeugen, der Schmutz anlöst, bevor das Mikrofasertuch darüberläuft.

Bei einem einzelnen Küchenfenster dürfte der größere Tank kaum den Unterschied machen. Anders sieht es bei Wintergärten, Terrassentüren oder raumhohen Fensterfronten aus: Jeder Tankstopp bedeutet dort, dass der Roboter von der Scheibe genommen, nachgefüllt und erneut angesetzt werden muss.

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Vier Bürsten sollen bis näher an den Rahmen kommen

Eine zweite Baustelle von Fensterrobotern liegt direkt am Rand. Das Gerät muss sicher auf der Scheibe haften, soll aber gleichzeitig möglichst wenig ungereinigtes Glas am Rahmen zurücklassen.

Dafür bekommt der WINBOT W2S PRO OMNI TruEdge 2.0 mit vier Eckbürsten und einer neuen zweiachsigen Rahmenerkennung. Im „Thorough Clean“-Modus nennt ECOVACS eine um bis zu 46 Prozent verbesserte Reinigungseffizienz gegenüber der W2S-Serie. Diese Zahl stammt aus Herstellerangaben und bezieht sich ausdrücklich auf diesen Reinigungsmodus.

Kommt näher an die Kanten. © ECOVACS

Verbesserte optische Sensoren sollen zudem Hindernisse früher erkennen. Der Roboter passt nach Angaben von ECOVACS sowohl seine Fahrbahn als auch die Position der Bürsten an, wenn beispielsweise Fenstergriffe oder Schlösser im Weg liegen.

Von 30 × 40 Zentimetern bis zum raumhohen Fenster

Für die Routenplanung kommt WIN-SLAM 4.0 zum Einsatz. Das System soll den Reinigungsweg an unterschiedliche Fensterformen anpassen und auch rahmenlose Scheiben, Kippfenster sowie Terrassenglas berücksichtigen.

Die Product Card nennt als kleinste unterstützte Fenstergröße 30 × 40 Zentimeter. Am anderen Ende des Spektrums sollen sogar raumhohe Flächen von bis zu 8 × 2,5 Metern möglich sein. Geneigte Fenster unterstützt das Gerät laut Datenblatt bis zu einem Winkel von 45 Grad.

In der ECOVACS-App stehen unter anderem „Fast Clean“, „Thorough Clean“ und „Heavy-Duty“ zur Wahl. Damit lässt sich die Reinigung je nach Verschmutzung zwischen schneller Auffrischung und intensiverem Durchgang anpassen.

110 Minuten Fensterputzen ohne Steckdose

Ein wesentlicher Teil des Systems steckt nicht am Fenster, sondern auf dem Boden. Die OMNI-Station dient gleichzeitig als Aufbewahrung, Bedienfeld, Stromversorgung und Sicherheitspunkt.

Liefert Strom und sorgt dafür, dass sich das Kabel nicht verheddert. © ECOVACS

Der integrierte Akku ermöglicht laut ECOVACS bis zu 110 Minuten Reinigung an Orten ohne Steckdose. Für längere Einsätze kann die Station weiterhin ans Stromnetz angeschlossen werden. Nach dem Putzen zieht sie das Kombikabel aus Strom- und Sicherungsleitung automatisch wieder ein.

Damit ist der WINBOT nicht vollkommen kabellos unterwegs – zwischen Roboter und Station bleibt aus Sicherheitsgründen eine Verbindung bestehen. Es entfällt aber die Notwendigkeit, die Station selbst während der Reinigung permanent an einer Steckdose zu betreiben.

10.000 Pa halten den Roboter an der Scheibe

Gerade bei einem Gerät, das außen an einem Fenster arbeitet, ist Sicherheit wichtiger als eine lange Feature-Liste. ECOVACS setzt deshalb auf ein 12-stufiges Schutzsystem.

Der WINBOT saugt sich mit bis zu 10.000 Pa an der Scheibe fest. Die fünf Kilogramm schwere Station erreicht laut ECOVACS zusätzlich eine Haltekraft von mehr als 800 Newton und dient als Gegengewicht. Sensoren überwachen unter anderem Lage und Fensterränder; für die Kantenerkennung nennt die Product Card eine Reaktionszeit von 0,007 Sekunden.
Auch bei niedrigem Akkustand soll das Gerät laut Product Card noch mehr als 30 Minuten am Glas befestigt bleiben. Das ergänzt die mechanische Sicherung und soll verhindern, dass ein leerer Akku unmittelbar zum Sicherheitsproblem wird.

Mit 66 dB der bislang leiseste WINBOT

Beim Geräuschpegel nennt ECOVACS 66 dBA. Damit soll der W2S PRO OMNI das bislang leiseste Modell der WINBOT-Familie sein.

Erreicht wird das mit einem vierstufigen Dämpfungssystem aus Luftkanälen, Vibrationsdämpfung, akustischer Dämpfung und zusätzlicher Isolierung. Ob die 66 dBA im Wohnraum tatsächlich als angenehm empfunden werden, hängt allerdings auch davon ab, wie lange und in welchem Abstand das Gerät arbeitet.

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WINBOT W2S PRO OMNI: Preis und Verkaufsstart

Der ECOVACS WINBOT W2S PRO OMNI kommt am 9. September 2026 in den Handel. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 599 Euro.

Der größere Tank dürfte vor allem für Haushalte mit viel Glas interessant sein. Noch spannender ist allerdings die Kombination aus 110 Minuten Betrieb ohne Steckdose, überarbeiteter Kantenreinigung und der Multifunktionsstation. Wie sauber Ecken, Rahmen und größere Scheiben tatsächlich werden, wird anschließend der Praxistest zeigen.


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