Garmin inReach: Diese neue Gratis-Funktion rettet im Ernstfall Leben

Große Änderung bei Garmin: Der Satelliten-SOS-Notruf der inReach-Geräte bleibt bei einem pausierten Abonnement jetzt bis zu 12 Monate lang kostenlos aktiv. Das erhöht die Sicherheit bei der nächsten Tour enorm.

Garmin InReach

Bisher galt bei Garmin eine strikte Regel für die Nutzung der inReach-Geräte. Wer den Satelliten-Notruf im Ernstfall verwenden wollte, musste zwingend ein aktives und bezahltes Abonnement besitzen. Nicht nur aus unserer Sicht ein Skandal. Nun lockert das Unternehmen diese Vorgabe deutlich, wie DC Rainmaker berichtet. Ab sofort erhalten Abonnenten, die ihren inReach-Tarif pausieren, weiterhin bis zu 12 Monate lang Zugang zum Notrufsystem. Damit reagiert der Hersteller auf den wachsenden Konkurrenzdruck durch Smartphones und Smartwatches. Bei aktuellen Geräten von Apple und Google sind satellitengestützte Notruffunktionen in bestimmten Regionen komplett kostenfrei integriert.

InReach mini 3 Plus am Rucksack
Der Satelliten-SOS-Notruf der inReach-Geräte bleibt bei einem pausierten Abonnement jetzt bis zu 12 Monate lang kostenlos aktiv. @ Garmin

Der Sprecher Connor Hoffman gab dazu bekannt, dass Garmin ein Update für die Pausierungsoption einführt. Dieses Update soll die Sicherheit abseits von Mobilfunknetzen erhöhen. Der SOS-Notruf wird bei einer Pause bis zu 12 Monate kostenfrei bereitgestellt. Über das System wird im Ernstfall ein interaktiver Alarm an das Garmin Response Center gesendet, das weltweit rund um die Uhr als internationale Notrufkoordinierungsstelle arbeitet. Zudem ermöglichen die Geräte im aktiven Zustand weltweiten Zwei-Wege-Nachrichtenverkehr sowie Tracking-Funktionen.

inReach: Vorteile für saisonale Nutzung

Das neue Modell bringt vor allem Ersparnisse für Personen, die nur zu bestimmten Jahreszeiten draußen unterwegs sind. Bisher mussten Tarife oft mühsam reaktiviert werden, wobei Garmin bereits vor genau einem Jahr (am 5. Juni 2025) die teuren Reaktivierungsgebühren abgeschafft hat, sofern der Vertrag innerhalb von 12 Monaten fortgeführt wird. Durch die neue SOS-Regelung lohnt es sich nun noch mehr, das Gerät in den inaktiven Monaten für Notfälle mitzuführen. Ein Skifahrer, der sein Abonnement beispielsweise über die Sommermonate pausiert, kann das inReach-Gerät bei einer Sommerwanderung somit im reinen Notfallmodus nutzen. Die Anpassung gilt für fast alle Modelle, die inReach-Tarife nutzen, wie die im letzten Herbst erschienene Mini 3-Serie oder die Mini 2. Ausgenommen ist das alte inReach Mini 1 aus dem Jahr 2018, da dieses vermutlich ein Firmware-Update benötigen würde, das der Hersteller nicht mehr durchführt.

Smartwatches wie Fenix 8 Pro ziehen nach

Die Änderung betrifft nicht nur die klassischen Handgeräte, sondern auch tragbare Wearables. Auf Nachfrage bestätigte Garmin, dass diese Neuerung ebenfalls auf Smartwatches wie die Fenix 8 Pro-Serie angewendet wird. Diese Uhren besitzen eine eigene Satelliten-Kommunikationstechnologie mit integrierter LTE-Abdeckung, benötigen jedoch ebenfalls Tarife. Der Konkurrenzkampf mit Smartphones bleibt bestehen, da Apple und Google bisher kein festes Enddatum für ihre kostenlosen Notrufdienste genannt haben. Dennoch bieten die inReach-Modelle weiterhin tiefgehendere Funktionen wie detailliertes Tracking, weltweite Abdeckung und Wetterupdates, die auf gewöhnlichen Handys in dieser Form nicht verfügbar sind.


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