Glamping-Hype: Diese Luxus-Spots sind fast ausgebucht

Vom Baumzelt bis zum High-End-Quartier: Der Run auf exklusive Outdoor-Erlebnisse für 2026 hat begonnen und sorgt für Buchungsdruck.

Glamping

Camping hat sich in Deutschland zu einem echten Lifestyle-Produkt gewandelt. Laut dem aktuellen Bericht des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD) ist der Sektor eine tragende Säule des nationalen Tourismus geworden und generierte zuletzt eine Bruttowertschöpfung von rund 20,8 Milliarden Euro. Besonders das Segment „Glamping“ – die Kombination aus traditionellem Camping und luxuriösen Urlaubserlebnissen – treibt diese Entwicklung massiv voran. Die Nachfrage nach hochwertigen Naturerlebnissen ist so groß, dass für die Saison 2026 in beliebten Regionen bereits jetzt Engpässe drohen.

Wandelt sich Deutschlands Outdoor-Urlaub zum Luxus-Erlebnis? © Andres Martinez auf Pixabay

Camping: Rekordzahlen und neue Zielgruppen

Die Professionalisierung der Branche zieht immer neue Gästegruppen an, die früher kaum auf Campingplätzen anzutreffen waren. Mit über 42,9 Millionen Übernachtungen im Jahr 2024 und einem weiteren Rekord in der Hauptsaison 2025 ist der Bedarf an Stellplätzen und Mietunterkünften auf einem historischen Hoch. Besonders Regionen wie die Ostsee, der Schwarzwald, die Nordsee sowie das Allgäu und der Bodensee verzeichnen eine enorme Camping-Auslastung. Der BVCD-Bericht verdeutlicht, dass inzwischen jede elfte Übernachtung in Deutschland auf einem Campingplatz stattfindet. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019.

Investitionen in Luxus und Digitalisierung

Um der Nachfrage nach Glamping gerecht zu werden, bauen Betreiber ihre Anlagen konsequent um. Das Angebot reicht von Baumzelten bis hin zu spezialisierten High-End-Mietunterkünften in eigenen Arealen. Die Plätze investieren massiv in moderne Sanitäranlagen, Wellness-Angebote wie Pools und eine lückenlose digitale Infrastruktur inklusive Wi-Fi und automatisierten Check-in-Systemen. Trotz der Preissteigerungen – eine Familie zahlt 2025 im Schnitt 40 Euro pro Nacht – bleibt das Angebot hierzulande im europäischen Vergleich zu Ländern wie Italien oder Kroatien preislich attraktiv. Dennoch führt der Hype dazu, dass exklusive Glamping-Optionen für 2026 aufgrund der begrenzten Kapazitäten oft nur durch sehr frühe Buchungen gesichert werden können.


Das könnte auch interessant sein