Brille der Zukunft: Meta stellt offiziell die Ray-Ban Display vor

Meta stellt die Ray-Ban Display vor: erste Smartbrille mit integriertem Vollfarb-Display, Neural Band-Steuerung und sechs Stunden Akkulaufzeit für 799 Dollar.

Meta Brille Display mit Armband

Was vor wenigen Tagen durch ein YouTube-Video ungewollt ans Licht kam, ist nun offiziell: Meta hat auf der Connect 2025 die Ray-Ban Display vorgestellt. Es ist die erste Smartbrille des Konzerns mit integriertem Vollfarb-Display.

Die Brille kostet 799 Dollar, erscheint am 30. September – vorerst nur in den USA – und kommt im Paket mit dem Neural Band, einem Armband zur Gestensteuerung über Muskelsignale. Damit bestätigt Meta nicht nur die Gerüchte der vergangenen Monate, sondern zeigt auch, dass man mit der Display-Brille einen echten Zwischenschritt hin zu vollwertigen AR-Brillen gehen will.

Das offenbar versehentlich veröffentlichte Video der neuen Ray Ban @ Meta

Neural Band als Schlüssel

Das Neural Band ist die eigentliche Innovation. Das Armband liest elektrische Impulse der Muskeln am Handgelenk aus und übersetzt kleinste Bewegungen in Steuerbefehle. Durch leichtes Zusammendrücken von Daumen und Zeigefinger lassen sich Elemente auswählen, Wischgesten navigieren durch Menüs, ein Doppeltipp ruft den integrierten KI-Assistenten auf.

Mann mit Metabrille
Das Neural Band ermöglicht es, das Brillendisplay mit Gesten zu bedienen. @ Meta

Meta erklärt das Ziel klar: weniger Blick aufs Smartphone, mehr „präsente Momente“. Das Display zeigt Textnachrichten, Navigationshinweise, Videoanrufe, Live-Untertitel mit Übersetzungen, KI-Antworten, Kamera-Vorschau und Musiksteuerung direkt im Sichtfeld.

Display-Spezifikationen

Das eingebaute Display sitzt im rechten Glas und liefert ein 20-Grad-Sichtfeld bei 600 x 600 Pixeln. Mit einer Helligkeit von 30 bis 5000 Nits soll es sowohl in Innenräumen als auch bei direkter Sonne nutzbar sein. Der Akku hält laut Meta bis zu sechs Stunden, die Ladehülle bringt zusätzliche 30 Stunden.

Das Gewicht liegt mit rund 70 Gramm über den bisherigen Ray-Ban Meta-Modellen, was an der Display-Hardware liegt.

Erste Reaktionen: überwiegend positiv

Während der Präsentation kam es zwar zu technischen Problemen, doch die ersten Eindrücke von Journalisten und Testern fallen überraschend positiv aus. Victoria Song von The Verge schrieb: „Ich bedaure, euch mitteilen zu müssen, dass die neue intelligente Brille von Meta die beste ist, die ich je ausprobiert habe.“

Besonders die Kombination aus Display und Neural Band gilt als vielversprechend, da sie im Alltag weniger auffällig ist als große Handbewegungen oder Sprachbefehle.

Metas Brillen-Portfolio wächst

Mit der Ray-Ban Display rundet Meta sein Brillen-Angebot ab:

  • Ray-Ban Meta Gen 2 (379 Dollar): klassische Kamera-Brille ohne Display
  • Oakley Vanguard (499 Dollar): sportlich orientiertes Modell mit Kamera
  • Ray-Ban Display (799 Dollar): erste Display-Brille mit Neural Band

Für 2027 ist zudem eine „echte“ AR-Brille mit erweiterter Funktionalität angekündigt.

Die Meta-Smartglasses von Rayban und Oakley.
Die Meta-Smartglasses von RayBan und Oakley. @ Meta

Fazit: Lust auf mehr, offene Fragen bleiben

Die Ray-Ban Display zeigt, dass Meta es ernst meint mit der Vision alltagstauglicher Smart Glasses. Das Zusammenspiel aus kompaktem Display, intuitiver Steuerung und vertrautem Brillendesign könnte tatsächlich den Durchbruch schaffen.

Allerdings bleiben zwei große Fragen offen: Wie praxistauglich ist die Brille im Alltag wirklich – und wie gehen Nutzer mit Datenschutz und Privatsphäre um? Klar ist: Mit der offiziellen Vorstellung hat Meta einen wichtigen Schritt gemacht.



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