Nie wieder Krämpfe: Diesen scharfen Outdoor-Hack muss jeder kennen

Muskelkrämpfe beim Wandern oder Biken stoppen? NHL-Star Leon Draisaitl schwört auf eine Tube Senf. So wirkt der Trick, das sagen Mediziner.


Wer bei einer langen Bergwanderung oder einer intensiven Biketour plötzlich von einem Wadenkrampf heimgesucht wird, kennt den Schmerz. Meist helfen dann nur Dehnen und Magnesium. Doch ein Weltstar aus dem Eishockey sorgt nun für Aufsehen mit einer ungewöhnlichen Methode. Kameras hielten fest, wie Leon Draisaitl (30), deutscher NHL-Star der Edmonton Oilers, bei den Olympischen Spielen in Mailand während eines Spiels gegen die USA eine Portion Senf zu sich nahm. Sein Ziel: Krämpfe proaktiv verhindern. Was im ersten Moment nach einem bizarren Pausensnack aussieht, hat einen medizinisch plausiblen Hintergrund.

Der Reiz in der Mundschleimhaut

Draisaitl erklärte gegenüber Eurosport (im Video ab Minute 14:10 zu sehen), dass Senf seiner Meinung nach am besten gegen aufkommende Krämpfe wirke. Er nutze das Hausmittel, sobald er das erste Anzeichen einer Verhärtung spüre. Die Wirkung soll dabei fast unmittelbar eintreten. Doch wie kann ein Klecks Senf eine verkrampfte Muskulatur in den Beinen lockern? Laut einem Bericht der BILD steckt dahinter kein Placebo-Effekt, sondern eine gezielte Reizung des Nervensystems.

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Die Berliner Ernährungsmedizinerin Daniela Kielkowski erklärt das Phänomen durch spezielle Rezeptoren in der Mundschleimhaut. Wenn diese mit dem Essig oder den scharfen Ölen im Senf in Kontakt kommen, wird ein spezifischer Nervenimpuls ausgelöst. Dieser Impuls ist in der Lage, die Muskelkontraktionen zu modulieren oder überaktive Kontraktionen sogar komplett abzuschalten. Der Körper erhält quasi ein Signal, das den Krampf-Befehl an den Muskel überschreibt.

Senf: Soforthilfe für den Rucksack

Für Menschen, die viel draußen unterwegs sind, könnte dieser Trick eine echte Erleichterung sein. Ein kleiner Portionsbeutel Senf wiegt fast nichts und passt in jede Hosentasche. Im Vergleich zu Magnesiumtabletten, die oft erst nach längerer Zeit oder bei regelmäßiger Einnahme wirken, setzt der Effekt beim Senf laut Experten innerhalb von rund zwei Minuten ein. Die enthaltene Essigsäure soll die Durchblutung der belasteten Muskulatur anregen und so zur Entspannung beitragen.

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Allerdings gibt die Medizinerin Kielkowski zu bedenken, dass die Wirkung individuell stark schwankt. Während einige Sportler sofort eine Besserung spüren, reagieren andere Körper gar nicht auf den Reiz. Da die wissenschaftliche Beweislage noch nicht lückenlos ist, bleibt es vorerst ein Erfahrungsbericht aus dem Profisport. Dennoch könnte das Hausmittel künftig öfter in den Erste-Hilfe-Sets von Wanderern und Radfahrern auftauchen. Wer also das nächste Mal an einem Imbiss vorbeikommt, sollte sich vielleicht ein paar Extra-Tütchen für den Notfall am Berg sichern. Ob die Methode bei jedem Einzelnen funktioniert, lässt sich nur durch einen Selbsttest unter Belastung herausfinden.


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