Starlink-Preisschock: Nach Tarif-Streichung folgt Erhöhung

Nachdem Starlink erst kürzlich günstige Einstiegstarife gestrichen hat, steigt nun auch der Preis für den mobilen Reise-Tarif.

Starlink und Euroscheine

Der Satelliten-Internet-Provider Starlink passt die Gebühren für seine mobilen Dienste weiter an – wie es im Business-Sprech gerne heißt. Bedeutet: Es wird teurer! Konkret steigen ab dem nächsten Abrechnungszyklus am oder nach dem 20. Juni die monatlichen Kosten für den Standard-Reise-Tarif laut eigenen Angaben auf 45 Euro pro Monat. Es ist nicht die erste Preisänderung in diesem Jahr: Erst vor wenigen Monaten hatte Starlink seine Tarifstruktur für Reisende drastisch umgestellt.

Nach Angaben des Unternehmens werde die Netzwerkkapazität schnell erhöht. Zudem werde die Abdeckung erweitert und die Zuverlässigkeit verbessert. Das bringe höhere Kosten mit sich. Ziel dieser Maßnahmen sei es, eine schnellere und stabilere Konnektivität für die Nutzer zu bieten. Die starke Nachfrage nach den Dienstleistungen spiegele laut dem Betreiber den Wert wider, den Kunden weiterhin in dem Service sehen. Die aktuelle Preisanpassung unterstütze die laufenden Verbesserungen sowie Investitionen in erschwingliche und leistungsstarke Produkte und Services. Als ein weiterer Grund für die Änderung werden global steigende Betriebskosten genannt.

Starlink-Aufbau Step 6
Für mobile Nutzung im Wohnmobil/Camper ist Starlink derzeit in Deutschland praktisch konkurrenzlos, was globale Abdeckung und Geschwindigkeit angeht. © OutdoorMonster

Die Erhöhung auf 45 Euro folgt auf eine Reihe von radikalen Reformen im Roam-Portfolio des Anbieters. Erst Anfang des Jahres strich das von Elon Musk geführte Unternehmen den bis dahin günstigsten Einstiegstarif für Neuanmeldungen komplett. Dieser hatte für 10 US-Dollar ein begrenztes Datenvolumen von 10 GB geboten und diente vielen Campern und Overlandern als kostengünstiges Backup. Als reguläre Einstiegsoption galt in Deutschland seither vor allem der „Reise – 100 GB“-Tarif für 40 Euro monatlich, der nun von den Preissteigerungen im Juni eingeholt wird.

Gleichzeitig verschärfte Starlink die Bedingungen für die vorübergehende Deaktivierung: Das ehemals kostenfreie Pausieren des Dienstes wurde durch ein kostenpflichtiges „Pausieren mit Grundverbindung“ ersetzt. Wer seine Hardware im Standby-Modus lässt, zahlt seither automatisch 5 Euro pro Monat. Im Gegenzug bleibt die Verbindung zwar aktiv, wird jedoch massiv auf exakt 500 Kbps gedrosselt – eine Bandbreite, die lediglich für einfache Textnachrichten und die Reaktivierung des vollen Tarifs ausreicht.

Datenverbindung für unterwegs und auf Roadtrips

Trotz der steigenden Gebühren im Sommer sollen Kunden weiterhin schnelles und zuverlässiges Internet nutzen können. Der Tarif ist speziell für die Verwendung auf Roadtrips, bei der Remote-Arbeit, beim Streaming sowie beim Gaming konzipiert. Ziel der gesamten Strategie ist es laut Support, die verfügbare Bandbreite im Satellitennetzwerk zu optimieren und eine Überlastung durch zu viele Kleinst-Tarife zu vermeiden.

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Die Erhöhung auf 45 Euro greift für betroffene Nutzer automatisch mit dem Erreichen des nächsten individuellen Abrechnungszeitraums ab dem Stichtag im Juni. Wer den Dienst für mobile Zwecke nutzt, muss sich somit dauerhaft auf ein höheres Budget für mobiles Internet einstellen.


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