T-Satellite gestartet: So kommt Handyempfang jetzt auch ins Funkloch

T-Mobile startet den Satellitenservice „T-Satellite“ mit Starlink. Damit gibt’s SMS und bald auch Datenverbindungen direkt über Satellit.

Paar im Zelt, am See

T-Mobile macht ernst und bringt Satelliten-Empfang für alle – zumindest in den USA. Ab dem 23. Juli 2025 startet dort offiziell der neue Dienst „T-Satellite“, der in Zusammenarbeit mit Elon Musks Starlink entwickelt wurde. Der Clou: Wer ein halbwegs modernes Smartphone wie ein Samsung Galaxy S25 hat, braucht weder Sat-Handy noch spezielle Hardware, um auch abseits der Zivilisation Textnachrichten zu verschicken.

Schluss mit Funklöchern – zumindest für SMS

Vor allem Camper, Hiker und alle, die gern weit draußen unterwegs sind, könnten davon profitieren. Denn „T-Satellite“ versorgt Gebiete ohne Mobilfunkmasten über den Himmel. Laut T-Mobile decken die Starlink-Satelliten in den USA mehr als 500.000 Quadratmeilen zusätzlich ab – das entspricht fast der doppelten Fläche von Texas.

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Technisch läuft das über mehr als 650 Starlink-Satelliten im Orbit, die speziell fürs „Direct-to-Cell“-Feature ausgerüstet sind. Sie arbeiten wie fliegende Mobilfunkmasten und funken direkt mit Smartphones im LTE-Band. So gibt es deutlich geringere Latenzen als bei klassischen geostationären Satelliten.

Zum Start beschränkt sich der Service auf SMS für iPhone und Android sowie MMS für Android. MMS auf dem iPhone soll später folgen. Ab dem 1. Oktober will T-Mobile dann erste Datenverbindungen ermöglichen – allerdings nur für ausgewählte Apps wie AllTrails, Accuweather und WhatsApp. Apple und Google sind als Partner dabei, genaue Details stehen aber noch aus.

Preislich interessant – aber noch nicht in Europa

Kunden mit dem Premium-Tarif „Experience Beyond“ zahlen keinen Cent extra, in anderen Tarifen kostet der Satellitenservice 10 Dollar monatlich. Übrigens können auch Nutzer von AT&T oder Verizon das Angebot gegen Gebühr buchen. Für Outdoor-Fans ist das besonders spannend, weil keine komplizierte Einrichtung nötig ist: Das Smartphone wechselt bei freiem Blick zum Himmel automatisch zwischen normalem Netz und Satellit.

Konkurrenz setzt mehr auf Telefonate

Verizon und AT&T ziehen derweil mit AST SpaceMobile ein anderes Ding auf: Sie haben kürzlich Satellitentelefonate demonstriert. Bei T-Mobile steht dagegen Messaging und demnächst App-Nutzung im Fokus. So oder so: Die Konkurrenz ist längst wach und hat sogar versucht, regulatorisch gegen SpaceX und T-Mobile vorzugehen. Gebremst hat das bisher niemanden.

Wann „T-Satellite“ auch nach Europa oder speziell nach Deutschland kommt, ist offen. Die Deutsche Telekom könnte den Dienst aber später ebenfalls einführen – zumal sie Mutterkonzern von T-Mobile US ist.


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