Vallon Moto Aviators: 70er-Soul trifft auf 21. Jahrhundert

Klassischer Look trifft robuste Technik: Die Moto Aviators 350 zeigen im Test, wie alltagstauglich Retro sein kann.

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Die Zusammenarbeit zwischen Royal Enfield und Vallon klang für mich zunächst nach einem reinen Stilprojekt. Beim Ausprobieren zeigt sich jedoch, dass mehr dahintersteckt. Was man wissen muss: Royal Enfield zählt zu den ältesten noch produzierenden Motorradmarken der Welt und verbindet seit 1901 traditionelle Formen mit einfachen, robusten Maschinen. Die Moto Aviators 350 orientieren sich bewusst an der Classic-350-Linie, einem Modell, das für seine geradlinige Konstruktion und seinen nostalgischen Charakter bekannt ist. Genau diesen Stil greift die Brille auf und überträgt das 70er-Jahre-Design in eine moderne Alltagsbrille, die sowohl im Alltag als auch auf dem Motorrad eine gute Figur macht.

Vallon Moto Aviators 650
Schwarzer Rahmen und Smoke-Lenses: Die 650 wirkt sportlicher und moderner als die 350. © Vallon

Moto Aviators x Royal Enfield: 3 Modelle

Die Zusammenarbeit zwischen Royal Enfield und Vallon zielt klar auf Nutzer, die eine Verbindung zwischen Motorradkultur und modernem Equipment suchen. Unter den drei Editionen nimmt die Moto Aviators 350 die Rolle des klassischen Modells ein. Die Goan 350 setzt mit ihren gelben Linsen dagegen auf eine deutlich auffälligere Optik und richtet sich an Situationen mit weniger Sonne. Die 650er-Ausführung wiederum greift einen sportlicheren Stil auf und wirkt insgesamt moderner. Aus meiner Sicht entspricht die 350er Edition am stärksten dem traditionellen Royal-Enfield-Stil.

Vallon Moto Aviator ein
Neulich in London, in den 70ern. © Vallon

Vallon stellte mir freundlicher Weise die Moto Aviators 350 in Dark Tortoise-Green für einen Test zur Verfügung. Schon beim Auspacken fällt auf, dass die Brille weniger ein Accessoire und mehr ein durchdachtes Produkt für den Alltag auf zwei Rädern ist. Die Kombination aus Retro-Elementen und sicherheitsorientierter Bauweise stellt einen deutlichen Unterschied zu gängigen Lifestyle-Modellen. Die Form lehnt sich sichtbar an die 70er Jahre an, ohne den Eindruck eines reinen Retro-Requisits zu vermitteln. Der Schildpatt-Rahmen wirkt auffällig, bleibt aber stimmig. Das kleine Chrom-Emblem greift nicht zuletzt dezent die Markengeschichte auf. Dadurch funktioniert das Modell nicht nur im Motorradkontext, sondern lässt sich auch abseits des Sattels gut tragen.

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Die von uns getestete 350er Modell setzt auf klassisches Schildpatt und grüne GR-15-Gläser im 70er-Stil. © Outdoormonster

Technische Daten Royal Enfield x VALLON Moto Aviators 350

  • Rahmen: Ultra-leichtes TR90® Grilamid.
  • Gewicht: 29 g.
  • Gläser: Signature Green GR-15.
  • Filterkategorie: Kategorie 3.
  • Lichtdurchlässigkeit (VLT): 15 %.
  • Sicherheit: ANSI Z87.1 sicherheits-zertifizierte Linsen.
  • Farbe: Dark Tortoise-Green.
  • Lieferumfang: Jedes Paar wird mit einem Royal Enfield x Leder-Etui, einem Mikrofaser-Tuch und einer Sammler-Box geliefert.
  • Garantie: Lebenslang.
  • Preis (UVP): 140 € EUR.

Auch beim Tragen hinterlässt die Brille einen positiven Eindruck. Die Passform wirkt auf Anhieb ausgewogen, ohne zu locker zu sitzen Sie rutscht nicht, drückt nicht und zeigt sich insgesamt als unkomplizierter Begleiter im täglichen Einsatz. Auch der leichte Widerstand beim Aufklappen der Bügel vermittelt ein Gefühl von solider Verarbeitung.

Tragekomfort und Lichtschutz

Beim Tragen zeigt die Brille einen stimmigen und unkomplizierten Eindruck. Die Passform wirkt ausgewogen, sie sitzt sicher und bleibt auch bei längeren Fahrten angenehm – zumindest bei mir. Der leichte Widerstand beim Aufklappen der Bügel vermittelt einen soliden Verarbeitungseindruck, der sich im täglichen Einsatz bestätigt. Generell finde ich, dass die Verarbeitung bei Vallon durch die Bank erstklassig ausfällt.

Mit ihren 29 Gramm zählt die Moto Aviators 350 ferner zu den sehr leichten Modellen, was den Tragekomfort zusätzlich erhöht. Das flexible Material nimmt Vibrationen gut auf und eignet sich für häufiges Auf- und Absetzen. Die GR-15-Linsen filtern Sonnenlicht nicht zuletzt zuverlässig, ohne das Sichtfeld unnötig zu verdunkeln. Besonders bei starkem Gegenlicht sorgt die Tönung für eine ruhige und klare Sicht.

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Die 350 kombiniert Retro-Design mit leichten, stoßgeprüften Gläsern. © Outdoormonster

In wechselnden Lichtverhältnissen stößt die Kategorie 3 jedoch an ihre Grenzen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Gläser dieser Kategorie dunkeln stark ab und eignen sich vor allem für sehr sonnige Bedingungen. Sobald das Licht häufiger zwischen Sonne und Schatten wechselt oder die Sonne bereits tief steht, lässt die Tönung weniger Details erkennen. In solchen Situationen wäre die Goan-Variante der Moto Aviators mit ihren deutlich helleren Gläsern die bessere Wahl.

Sicherheit und Alltagstauglichkeit

Die ANSI-Zertifizierung der Moto Aviators macht sich während der Nutzung natürlich nicht bemerkbar, vermittelt aber ein Gefühl von zusätzlichem Schutz. Hinter dieser Norm steckt ein festgelegter Prüfstandard für Stoß- und Aufprallsicherheit. Die Gläser müssen dabei kontrollierten Einschlägen standhalten, etwa durch kleine Metallkügelchen, die mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche treffen. Dadurch fällt das Sicherheitsniveau spürbar höher aus als bei klassischen Sonnenbrillen. Das ist insbesondere auf dem Motorrad relevant, wo Insekten oder aufgewirbelte Partikel mit hoher Geschwindigkeit auf die Brille treffen können.

Fazit: Moto Aviators 350

Die Moto Aviators 350 richten sich an Nutzer, die einen klassischen Look bevorzugen, aber auf moderne Materialen nicht verzichten wollen. Sie trägt sich angenehm, ist schön leicht und bietet dank ANSI-Zertifizierung einen höheren Schutz als viele Lifestyle-Modelle. Keine Frage, der Preis liegt im gehobenen Bereich. Wer jedoch die Mischung aus traditionellem Design und moderner Funktion schätzt, bekommt hier ein hochwertiges Modell mit lebenslanger Garantie, das sowohl auf Touren als auch im Alltag erstklassig funktioniert.


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