Camper lieben diesen Trick: Powerstation ohne Solarpanel laden

Auto an, Strom rein: So lädt eine Powerstation über den 12V-Anschluss – im Test sogar genug für zwei Geräte. Ideal für unterwegs und längere Fahrten.

Jackery Explorer 2000 v2 auf dem Beifahrersitz

Wer mit dem Camper, Auto oder Bulli unterwegs ist, will vor allem eins: Strom dort, wo es sonst keinen gibt. Viele denken dabei zuerst an Solarpanels oder den Landstromanschluss – dabei ist die Aufladung über den 12-Volt-Anschluss im Fahrzeug oft die unkomplizierteste Lösung. Vor allem auf längeren Fahrten kann man damit auch größere Powerstations bequem unterwegs aufladen. Doch wie effizient ist das wirklich? Und worauf muss man achten? Wir haben es mit der Explorer 500 v2 und der Explorer 2000 v2 von Jackery getestet.

Strom aus der Zigarettenbuchse: Wie funktioniert das?

Die meisten tragbaren Powerstations – darunter auch die v2-Serie von Jackery – lassen sich per mitgeliefertem Kfz-Ladekabel über den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs aufladen. Technisch wird dabei eine Gleichstromverbindung genutzt, in der Regel mit 12 V bei 8 A, was etwa 96 Watt Ladeleistung ergibt. Das klingt erstmal nicht nach viel, reicht aber für konstante Energiezufuhr – ideal für unterwegs.

Powerstation im Auto laden über Zigarettenanzünder
Über den Zigarettenanzünder kann die Powerstation unterwegs geladen werden. @ OutdoorMonster

Wie lange dauert das Laden im Auto?

Die Ladezeit hängt stark von der Kapazität der Powerstation ab. Hier ein paar typische Werte aus der Praxis:

  • Explorer 500 v2 (512 Wh): ca. 6 Stunden
  • Explorer 1000 v2 (1.070 Wh): ca. 11 Stunden
  • Explorer 2000 v2 (2.042 Wh): rund 20 Stunden
  • Explorer 3000 v2 (3.072 Wh): deutlich über 30 Stunden

Diese Werte gelten bei durchgehendem Fahren – Pausen, Kurzstrecken oder Stopps wirken sich entsprechend aus.

Zigarettenanschluss der Explorer 300 v2
Zigarettenanschluss der Explorer 3000 v2. @ OutdoorMonster

Praxistest: Hamburg–Berlin–Hamburg

Im Rahmen unseres Tests mit der Explorer 500 v2 haben wir genau das ausprobiert. Auf der Fahrt von Hamburg nach Berlin und zurück (etwa 6 Stunden reine Fahrtzeit) wurde die 500 v2 komplett über den 12-Volt-Anschluss im Cockpit geladen – stabil, ohne Unterbrechungen und bei laufendem Motor.

Doch es ging noch weiter: Nach der Rückfahrt war sogar noch genug Kapazität übrig, um die Explorer 2000 v2 im #MonsterBulli um 12 Prozent nachzuladen. Das zeigt, wie effizient der Kfz-Port genutzt werden kann – selbst bei längeren Etappen und mit zwei Geräten im Einsatz.

Worauf man achten sollte

  • Laden nur bei laufendem Motor: Sonst besteht die Gefahr, die Starterbatterie zu entladen.
  • Keine Parallelnutzung mit starken Verbrauchern: Heizlüfter oder Kompressoren am gleichen Anschluss können die Spannung kurzfristig zu stark belasten.
  • Stabile Steckverbindung nutzen: Der Kontakt im Zigarettenanzünder kann sich während der Fahrt lösen – besser ist ein fester Anschluss im Cockpit oder im hinteren Bereich.
  • Hybridladen vermeiden: Einige Modelle bieten AC + Solar-Kombination – das geht während der Fahrt nur mit zusätzlicher Inverter-Lösung im Fahrzeug.
Infografik mit Auto und Powerstation
@ OutdoorMonster

Für wen sich das Kfz-Laden lohnt

  • Vanlifer und Wochenendcamper, die täglich mehrere Stunden fahren
  • Pendler, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen
  • Fotografen oder Techniker, die im Auto Equipment nachladen müssen

Besonders bei Powerstations mit bis zu 1.000 Wh Kapazität ist das Kfz-Laden eine realistische und zuverlässige Methode. Größere Geräte wie die Explorer 2000 v2 oder 3000 v2 profitieren davon als Ergänzung, nicht als primäre Lademethode – sie brauchen schlicht mehr Zeit.

Kauf-Tipp: Die Jackery Explorer 2000 v2 stellt die beste Kombination aus Leistung und Formfaktor dar. Aktuell gibt es sie zum Spitzenpreis direkt bei Jackery:

Kaufbutton

Fazit: Strom laden, während der Fahrt – einfach clever

Die Aufladung über den Kfz-Anschluss ist eine unterschätzte Option, um Powerstations effizient unterwegs mit Strom zu versorgen. Vor allem auf längeren Strecken lässt sich damit selbst eine komplette Akkuladung problemlos realisieren – ganz ohne Solarpanel oder Campingplatz-Steckdose. Wer seine Touren klug plant, kann unterwegs Strom tanken, ohne einen Handgriff zu tun.

Im Fall der Explorer 500 v2 hat das auf der Fahrt von Hamburg nach Berlin und zurück einwandfrei funktioniert – und sogar gereicht, um danach noch die größere Explorer 2000 v2 im Bulli teilweise nachzuladen. Ein Beweis dafür, dass Strom unterwegs längst kein Luxus mehr ist – sondern Teil der Reiseplanung.


Das könnte auch interessant sein