Mähroboter im Urlaub: Diese 7 Dinge solltet Ihr vor der Abfahrt erledigen

Kann der Mähroboter im Urlaub weiterlaufen? Diese 7 Punkte solltet Ihr vor der Abreise bei Rasen, Ladestation, App und Mähwerk prüfen.


Der Kofferraum ist voll, die Fenster sind zu, Kühlschrank und Kaffeemaschine sind kontrolliert – eigentlich kann der Urlaub beginnen. Nur draußen wächst der Rasen weiter. Gerade im Sommer reichen zwei Wochen Abwesenheit aus, damit aus der ordentlich gemähten Fläche nach der Rückkehr eine kleine Wiese geworden ist.

Wer einen Mähroboter besitzt, hat dieses Problem zumindest theoretisch nicht. Er kann seine Runden schließlich auch dann drehen, wenn niemand zu Hause ist. Ganz unbeaufsichtigt würden wir ihn trotzdem nicht in den Urlaub schicken. Bei uns übernimmt diese Arbeit aktuell der ECOVACS GOAT O1200 LiDAR PRO, der bislang weitgehend problemlos seine Runden dreht. Vor einer längeren Abwesenheit würden wir dennoch einige Dinge kontrollieren.

Denn ausgerechnet ein kleiner Ast, ein vergessenes Spielzeug oder eine ungünstige Einstellung kann dafür sorgen, dass der automatische Gartenhelfer schon kurz nach der Abfahrt Feierabend macht.

1. Mäht den Rasen vor der Abreise nicht plötzlich besonders kurz

Der Gedanke liegt nahe: Vor dem Urlaub noch einmal möglichst tief mähen, dann hat man etwas Reserve. Für einen regelmäßig arbeitenden Mähroboter ist das allerdings gar nicht notwendig.

Sinnvoller ist es, den gewohnten Rhythmus möglichst beizubehalten. Der Roboter soll während Eurer Abwesenheit schließlich nicht einen verwilderten Rasen retten, sondern lediglich dafür sorgen, dass er gar nicht erst so weit kommt.

Vor allem bei sommerlicher Hitze ist ein extrem kurzer Schnitt ohnehin keine gute Vorbereitung. Lasst den Roboter lieber so arbeiten, wie er es in den Tagen zuvor ebenfalls getan hat.

Wenn die Hitze zu groß ist, könnt Ihr den Zeitplan auch mit einem Klick aussetzen.

2. Räumt die Fläche gründlicher auf als sonst

Im normalen Alltag ist ein liegen gebliebener Ast schnell entfernt. Während des Urlaubs kann genau so ein Hindernis dagegen mehrere Tage lang dafür sorgen, dass der Roboter nicht weiterkommt.

Deshalb lohnt sich vor der Abfahrt eine etwas gründlichere Runde durch den Garten. Äste, Gartenspielzeug, Schläuche, lose Kabel und andere bewegliche Gegenstände sollten von der Rasenfläche verschwinden. Achtet dabei besonders auf Dinge, die Ihr normalerweise schnell nebenbei wegräumt.

Auch neue Hindernisse verdienen einen Blick. Stand beim letzten Mähen plötzlich ein Planschbecken im Garten oder sind Gartenmöbel umgezogen, sollte der Roboter damit bereits vor Eurer Abreise einmal zurechtgekommen sein.

3. Kontrolliert Messer und Unterseite

Wenn der Mähroboter während Eures Urlaubs möglichst selbstständig arbeiten soll, ist direkt vor der Abfahrt ein guter Zeitpunkt für einen kurzen Technik-Check.

Per Druckluft lässt sich der GOAT am besten reinigen. © OutdoorMonster

Dreht das Gerät entsprechend den Herstellerhinweisen um und schaut Euch Messer und Mähwerk an. Grasreste und festgesetzter Schmutz lassen sich entfernen, beschädigte oder deutlich verschlissene Messer sollten nicht ausgerechnet in den kommenden zwei Wochen weiterarbeiten müssen.

Die drei Messer sind schnell und einfach gewechselt. © OutdoorMonster

Dafür braucht es keine große Inspektion. Ein paar Minuten reichen meistens aus, um offensichtliche Probleme zu entdecken, bevor Ihr mehrere Hundert Kilometer entfernt seid.

4. Ladestation und Stromversorgung nicht vergessen

Der beste Mähroboter hilft wenig, wenn seine Ladestation während des Urlaubs keinen Strom bekommt. Gerade vor einer längeren Reise werden gerne Steckdosenleisten ausgeschaltet oder Sicherungen kontrolliert.

Auch die Ladestation sollte regelmäßig kontrolliert werden. © OutdoorMonster

Schaut deshalb bewusst nach, ob die Stromversorgung der Station bestehen bleibt und sämtliche Anschlüsse ordentlich sitzen. Bei Systemen mit zusätzlicher Antenne, Referenzstation oder anderer Infrastruktur gehört auch diese zum Check.

Ist die Station an einem Beet angebracht, schneidet die Station regelmäßig frei. © OutdoorMonster

Idealerweise beobachtet Ihr außerdem vor der Abfahrt noch einen vollständigen Durchgang: Der Roboter fährt los, erledigt seine Arbeit und findet anschließend wieder zuverlässig zu seiner Station zurück. Dann wisst Ihr zumindest, dass das System beim Start in den Urlaub funktioniert.

5. Prüft Zeitplan und App

Automatisierung ist im Urlaub nur dann hilfreich, wenn der Roboter tatsächlich automatisch losfährt. Ein versehentlich pausierter Zeitplan fällt zu Hause spätestens am nächsten Tag auf. Im Urlaub womöglich erst dann, wenn Ihr nach zwei Wochen zurückkommt.

Öffnet deshalb noch einmal die App und kontrolliert Mähzeiten, aktive Bereiche und eventuell eingestellte Pausen. Falls Firmware- oder App-Updates anstehen, würden wir damit ebenfalls nicht unbedingt bis fünf Minuten vor der Abfahrt warten.

Unser Mähroboter arbeitet bislang weitgehend problemlos. Gerade deshalb würden wir vor einer längeren Abwesenheit nicht anfangen, unmittelbar vor der Abfahrt sämtliche Einstellungen zu verändern. Was mehrere Tage zuverlässig funktioniert hat, ist die bessere Ausgangslage als ein komplett neuer Zeitplan, den niemand mehr beobachten kann.

6. Denkt an das Wetter während Eurer Abwesenheit

Zwei Wochen Sommerurlaub bedeuten nicht automatisch zwei Wochen Sonnenschein zu Hause. Deshalb lohnt sich vor der Abfahrt ein Blick auf die Wetterentwicklung – und gegebenenfalls auf die Möglichkeiten, die das eigene Modell für Regen, Frost oder andere Wetterbedingungen bietet.

Entscheidend sind dabei die Vorgaben für Euren konkreten Mähroboter. Nicht jedes Gerät und nicht jeder Garten reagieren auf längere Regenphasen gleich. Auf sehr weichem Boden können beispielsweise Spuren entstehen, während starkes Wachstum wiederum einen angepassten Mährhythmus sinnvoll machen kann.

Statt kurz vor der Reise auf Verdacht neue Einstellungen auszuprobieren, sollte der Roboter möglichst mit einer Konfiguration starten, die sich in Eurem Garten bereits bewährt hat.

7. Eine Person vor Ort bleibt die beste Absicherung

Auch ein zuverlässiger Mähroboter kann sich festfahren. Ein Ast kann herunterfallen, ein Tier kann etwas auf die Fläche schleppen oder die Stromversorgung kann ausfallen. Manche Probleme lassen sich zwar aus der Ferne in der App erkennen, lösen lassen sie sich dadurch noch lange nicht.

Wenn Nachbarn, Freunde oder Familie während Eures Urlaubs ohnehin nach Haus oder Garten sehen, gebt ihnen deshalb kurz Bescheid, dass ein Mähroboter unterwegs ist. Im Idealfall müssen sie überhaupt nichts tun. Falls das Gerät aber mehrere Tage an derselben Stelle steht, reicht oft schon ein kurzer Blick.

Damit wird aus dem autonomen Mähroboter zwar noch immer kein vollkommen unbeaufsichtigtes Gartengerät. Ihr erhöht aber die Chance deutlich, nach dem Urlaub nicht vor einem Roboter in der Ecke und zwei Wochen ungemähtem Rasen zu stehen.

Kann der Mähroboter während des Urlaubs also weiterlaufen?

Grundsätzlich kann ein Mähroboter gerade während einer längeren Abwesenheit eine seiner angenehmsten Seiten ausspielen: Während Ihr unterwegs seid, wächst der Rasen weiter – und der Roboter kann seinen gewohnten Rhythmus beibehalten.

Der Rasen verbessert sich sichtbar über die Zeit. © OutdoorMonster

Wir würden uns allerdings nicht erst am Abreisetag darauf verlassen. Unser ECOVACS GOAT O1200 LiDAR PRO läuft bislang weitgehend problemlos, und genau das wäre für uns auch die wichtigste Voraussetzung für den Urlaub: Der Roboter sollte den eigenen Garten bereits kennen und dort zuverlässig gearbeitet haben.

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Wenn Ihr Fläche, Messer, Ladestation, Stromversorgung und Einstellungen kontrolliert und im besten Fall jemanden habt, der im Notfall kurz nachsehen kann, ist der Garten zumindest um eine Urlaubsbaustelle ärmer.

Und nach zwei Wochen Reise gibt es schließlich angenehmere Beschäftigungen, als als Erstes den Rasenmäher aus dem Schuppen zu holen.


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