Solar für den MonsterBulli: Das tigerexped black tiger 150

Das black tiger 150 Panel bringt starke Leistung aufs Bulli-Dach – sauber montiert mit Frontrunner-Halterung oder ABS-Montagesatz und live überwacht per Victron App.

Luftaufnahme des MonsterBullis mit Solarpanel und Kisten

Wer ein Solarpanel auf dem Camperdach montieren will, sucht oft lange nach dem richtigen Modell – und steht dann vor noch mehr Fragen, wenn es an die Befestigung geht. Ich habe mich für das tigerexped “black tiger 150” entschieden, montiert auf meinem #MonsterBulli. Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie der Einbau lief – und worauf du bei deinem eigenen Einbau achten solltest.

Axel mit dem verpackten Tigerexped-Modul vor dem #MonsterBulli
Sicher verpackt kam das tigerexped-Modul bei uns an. © OutdoorMonster

Warum das “black tiger 150” von tigerexped?

Das Panel bringt 150 Wp auf 1315 x 550 mm unter – ideal auch für Bulli-Dächer, wo jeder Zentimeter zählt. Der Wirkungsgrad liegt bei starken 24,4 %, und das Modul arbeitet sogar bei Dämmerung oder Teilverschattung noch erstaunlich zuverlässig. Dafür sorgen die Sunpower Maxeon Gen.3 Zellen, die zur höchsten Leistungsklasse zählen. Laut Hersteller kommen hier nur Zellen mit der Bewertung „Ultra Peak Performance“ zum Einsatz.

Axel richtet das Solarmodul aus
Das Solarmodul soll auf der rechten Seite montiert werden. © OutdoorMonster

Was ebenfalls überzeugt: das größere nutzbare Lichtspektrum. Anders als viele günstige Module kann das black tiger 150 auch schwaches Licht in Energie umwandeln – etwa morgens, abends oder bei bedecktem Himmel. Kombiniert mit einer hohen Leerlaufspannung (58,38 V), sorgt das dafür, dass selbst kurze Sonnenfenster maximal genutzt werden.

Der Temperaturkoeffizient ist ebenfalls optimiert: mit nur -0,27 % pro °C fällt der Leistungsverlust bei Hitze deutlich geringer aus als bei vielen Standardpanelen. Gerade auf dem Camperdach ein echter Vorteil.

Robuste Technik für mobile Einsätze

Ein weiteres Highlight ist die vollflächige Kupferkontaktschicht auf der Rückseite. Während viele Panele sichtbare Leiterbahnen auf der Vorderseite haben, nutzt tigerexped eine Rückseitenverschaltung. Das verbessert nicht nur den Energieertrag (weil die Vorderseite weniger verdeckt ist), sondern erhöht auch die Ausfallsicherheit: Selbst bei Mikrorissen oder Zellschäden bleibt die Leistung stabil.

Axel verschraubt das Tigerexped Solarmodul mit dem Dachträger
Das tigerexped Solarmodul wird fest mit dem Dachträger verschraubt. © OutdoorMonster

Hinzu kommen drei integrierte Trenndioden, die Teilverschattungen entschärfen. Ist ein Teil des Panels im Schatten (z.B. durch einen Dachträger oder Ast), wird der Rest nicht unnötig ausgebremst.

Mit einem Nettogewicht von 8,08 kg ist das Panel relativ leicht – ein Plus für kleine Fahrzeuge oder Dächer mit begrenzter Traglast. Die kompakten Maße reduzieren die Vibrationsanfälligkeit, was auf holprigen Straßen und Offroad-Pisten wichtig ist. Laut Hersteller bringt das bis zu 25 % mehr Energie im Vergleich zu Modulen mit ähnlicher Leistung, aber weniger optimierter Bauweise.

Montage auf dem Slimline 2 Dachträger

Die Montage auf dem Bulli-Dach habe ich über den Slimline 2 Dachträger von Frontrunner Dometic gelöst. Dieser modulare Träger erlaubt nicht nur eine flexible Anordnung von Dachzubehör, sondern ist auch stabil genug für die Solarpanelmontage. Ich habe dafür die passende Universal-Solarpanel-Halterung von Frontrunner verwendet – Preis: 39,99 Euro.

Axel richtet das Solarmodul aus
Das Solarmodul ist super stabil und lässt sich perfekt ausrichten. © OutdoorMonster

Die vier Halterungen passen perfekt zu den vorgebohrten Löchern des “black tiger 150”-Panels. Mit den mitgelieferten Schrauben war das Panel schnell und sicher befestigt. Das Ganze war wirklich unkompliziert: Schrauben durch die Halterung in die Rahmenbohrungen, festziehen, fertig.

Was mir besonders gut gefällt: Die Halterungen bestehen aus hochfestem Stahl und haben dieselbe robuste Pulverbeschichtung wie der Dachträger selbst. So passt das Panel optisch und technisch optimal ins Setup – kein Gefrickel, kein Nacharbeiten.

Fertig montiert auf dem Dach des #MonsterBullis. © OutdoorMonster

Aber auch von tigerexped gibt es einen passenden Montagesatz aus robustem, UV-beständigem ABS in Schwarz – perfekt abgestimmt auf die eloxierten Rahmen der black tiger Module. Der Satz eignet sich für Modulgrößen bis 120 cm Kantenlänge. Bei längeren Panels wie dem black tiger 150 empfiehlt sich der Einsatz zusätzlicher Mittelabstützungen, um Schwingungen und daraus resultierende Schäden zu vermeiden. Im Set sind acht Spezialschrauben enthalten.

Anschluss und Monitoring mit Victron SmartSolar

Der Anschluss des Panels war ebenfalls entspannt, da mein Ausbaupartner MobyVan bereits alles vorbereitet hatte. Die MC4-Anschlüsse des Solarpanels konnte ich direkt mit den aus dem Dach geführten Kabeln verbinden. Kein erneutes Bohren, keine zusätzliche Dachdurchführung mehr nötig.

Rückseite des Solarmoduls
Die Rückseite des Solarmoduls mit den Kabeln. © OutdoorMonster

Für die Steuerung und Überwachung ist ein Victron SmartSolar MPPT 100/30 mit integriertem Bluetooth verbaut. Die App von Victron auf meinem Samsung Galaxy S25 Ultra zeigt mir in Echtzeit, wie viel Solarstrom aktuell erzeugt wird – inklusive Verlaufsdaten, Ladezustand der Batterie und vielem mehr. Das Monitoring ist super übersichtlich und hilfreich, besonders wenn man den Eigenverbrauch optimieren will.

Appansicht der Victron-Batterie
Solarstrom-Check in der sehr guten App von Victron. © OutdoorMonster

Erste Tests: Was bringt das Panel wirklich?

An einem leicht bewölkten Frühlingstag kamen auf Anhieb über 120 W rein – ohne dass das Panel vollsonnig lag. In der Mittagssonne knackte es mehrfach die 140-Watt-Marke. Für ein einzelnes Panel dieser Größe ist das beachtlich – und erklärt sich mit dem hohen Zellwirkungsgrad, dem breiten Lichtspektrum und der ausgeklügelten Verschaltung.

Selbst bei Teilverschattung durch einen Ast blieb die Leistung stabil. Die drei Trenndioden leisten hier ganze Arbeit.

Fazit: Empfehlenswert für alle, die aufs Detail achten

Das “black tiger 150” von tigerexped ist kein Billigpanel – sondern HighEnd. Es spielt seine Vorteile genau da aus, wo Camper unterwegs oft Probleme haben: begrenzte Fläche, wechselnde Lichtverhältnisse, hohe Temperaturen. Die kompakte Bauform macht es auch für Vans und kleinere Wohnmobile zur echten Empfehlung.

Axel hält das Solarmodul in die Höhe
Endlich Solar auf dem Dach und dann noch so ein Top-Panel. © OutdoorMonster

In Kombination mit dem Slimline 2 Träger, den Frontrunner-Halterungen und dem Victron SmartSolar Regler ergibt sich ein durchdachtes und belastbares Setup – einfach zu montieren, extrem robust und mit digitalem Überblick über den Stromfluss.


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