Drei Tage, vier Länder und ein Porsche Boxster S, der eigentlich für eine völlig andere Art von Straße gebaut wurde: Auf den letzten Etappen der Baltic Sea Circle Rallye sind wir von Riga über Litauen, Masuren und die polnische Ostseeküste zurück nach Hamburg gefahren. Unterwegs lagen mehr als nur 1.854 Kilometer vor uns.
Transparenz: Wir waren auf Einladung von eBay Motors unterwegs und haben für die letzten Etappen der Baltic Sea Circle Rallye den von eBay umgebauten Porsche Boxster übernommen. Die Eindrücke und Erfahrungen auf der Strecke sind unsere eigenen.
Riga, Ende Juni. Vor uns liegen 1.854 Kilometer bis Hamburg und gerade einmal drei Tage, um sie zurückzulegen. Das wäre mit einem normalen Reisewagen schon eine ziemlich straffe Tour. Unser Auto allerdings hat zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Tausend Rallye-Kilometer rund um die Ostsee hinter sich – und war ursprünglich überhaupt nicht für Schotter, Waldwege oder lange Etappen durch Skandinavien und das Baltikum gedacht.
Es ist ein Porsche Boxster S der Baureihe 986, Baujahr 2001. 3,2 Liter Hubraum, 252 PS, Sechszylinder-Boxermotor und Mittelmotor-Konzept. Normalerweise denkt man bei diesem Auto an kurvige Landstraßen, Sommerabende und möglichst glatten Asphalt. Unser Exemplar steht dagegen höher, trägt grobe All-Terrain-Reifen, Zusatzscheinwerfer, Dachträger, Schmutzfänger – und vorne eine (fast) ausgewachsene Horntools-Seilwinde.

Genau damit sollen wir nach Hamburg.
Am Vorabend sind wir von Hamburg nach Riga geflogen und haben zunächst im Hanza Hotel übernachtet. Kein komplizierter Auftakt, kein großer Prolog: ankommen, schlafen und am nächsten Morgen den Boxster übernehmen. Erst mit dem Schlüssel in der Hand wird wirklich klar, dass wir nicht einfach nach Hause fahren werden. Vor uns liegen Lettland, Litauen und Polen, einige der spannendsten Orte dieser gesamten Rallye – und ein Auto, das schon auf dem Parkplatz aussieht, als sei bei Porsche irgendwann ein besonders enthusiastischer Offroad-Ingenieur unbeaufsichtigt geblieben.

Warum fährt ein Porsche Boxster überhaupt zum Nordkap?
Die Vorgeschichte beginnt zwei Wochen früher in Hamburg. Der Boxster gehört zum Projekt von eBay Motors und nimmt als Teil des Teams „eBay & Friends“ an der Baltic Sea Circle Rallye des Superlative Adventure Club teil. Die Rallye 2026 läuft vom 13. bis 28. Juni. Rund 7.500 Kilometer führen einmal um die Ostsee und bis zum Nordkap, laut Veranstalter ohne klassische Navigationshilfe und abseits der üblichen Autobahn-Routine.
Dafür wurde kein Geländewagen gekauft. Stattdessen nahm eBay Motors einen damals 25 Jahre alten Boxster S und baute ihn mit Teilen um, die über den eigenen Marktplatz beschafft wurden. Unter anderem bekam der Porsche ein Eurowise-Lift-Kit, das ihn rund zwei Zoll höher legt, Maxxis RAZR AT-S All-Terrain-Reifen, Hella-Zusatzscheinwerfer, ein Dachträgersystem, einen zusätzlichen Kofferraumträger und eine Gamma-3.5-Seilwinde von Horntools mit 1,6 Tonnen Zugkraft. Vorsorglich wurden außerdem beide hinteren Antriebswellen erneuert.

Die Idee dahinter ist schnell erklärt. Statt ein altes Auto auszusortieren, sollte gezeigt werden, was sich mit passenden Ersatz- und Zubehörteilen noch daraus machen lässt. Karin Weissenberger, Leiterin eBay Motors Deutschland, bringt den Gedanken so auf den Punkt: „Bei eBay glauben wir daran, dass die beste Version einer Idee oft die ist, die man selbst umsetzt.“
Für uns ist an diesem Morgen allerdings etwas anderes wichtiger: Funktioniert diese Idee auch noch auf den letzten 1.854 Kilometern?

Von Riga zum Hügel der Kreuze
Schon der erste Tag zeigt, dass diese Rückfahrt kein Autobahntransfer werden soll. Von Riga geht es Richtung Litauen und damit zu einem Ort, an dem ich bereits einige Jahre zuvor mit meinem Sohn gestanden hatte: dem Hügel der Kreuze bei Šiauliai.
Wer zum ersten Mal dort ankommt, versteht die Dimension erst, wenn er zwischen den Kreuzen steht. Große Holzkreuze ragen über den Hügel, dazwischen hängen kleine Kreuze, Rosenkränze und Erinnerungsstücke. Manche sind aufwendig gearbeitet, andere bestehen nur aus zwei einfachen Holzstücken. Nach Angaben der litauischen Tourismusorganisation stehen dort inzwischen mehr als 200.000 Kreuze.

Die genaue Entstehungsgeschichte lässt sich nicht auf einen einzigen Moment reduzieren. Eine verbreitete Erklärung führt die Tradition unter anderem auf das 19. Jahrhundert und den Aufstand von 1863 gegen die russische Herrschaft zurück. Später überstand der Ort immer wieder Versuche zaristischer und sowjetischer Behörden, die Kreuze zu beseitigen. Nach der Unabhängigkeit Litauens entwickelte sich der Hügel endgültig zu einem Wallfahrtsort; internationale Bekanntheit brachte ihm zusätzlich der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1993.
Bei meinem zweiten Besuch wollten wir deshalb nicht einfach nur hindurchlaufen und wieder ins Auto steigen. Wir haben selbst ein kleines Kreuz gebaut und zwischen die unzähligen anderen gestellt.

Man kann darüber diskutieren, ob man den Ort religiös, historisch oder einfach als ungewöhnliches Reiseziel betrachtet. Gleichgültig lässt er einen kaum. Zwischen all diesen Kreuzen wird es automatisch leiser – selbst wenn ringsherum Besucher unterwegs sind. Dann wartet wieder der Boxster.
Eine Fähre – und plötzlich fühlt sich Litauen wie eine Insel an
Von hier geht es weiter Richtung Klaipėda. Und dort folgt einer jener Momente, wegen denen Roadtrips so viel interessanter sind als die schnellste Verbindung zwischen zwei Punkten.
Wir fahren auf eine kleine Fähre, setzen von Klaipėda nach Smiltynė über und wenige Minuten später fühlt es sich an, als hätten wir das Festland verlassen. Für Autos erfolgt die Überfahrt über den neuen Fähranleger in Klaipėda; von Smiltynė führt anschließend im Wesentlichen eine Straße durch den litauischen Teil der Kurischen Nehrung bis nach Nida.

Geografisch ist die Kurische Nehrung keine Insel, sondern eine extrem schmale Sandhalbinsel zwischen Ostsee und Kurischem Haff. Insgesamt ist sie rund 98 Kilometer lang und stellenweise gerade einmal etwa 400 Meter breit. Wälder und Dünen prägen große Teile der Landschaft, während nur ein sehr kleiner Teil bebaut ist. Seit dem Jahr 2000 gehört die Kurische Nehrung zum UNESCO-Welterbe.
Vom Fahrersitz aus braucht man diese Zahlen allerdings nicht. Man fährt einfach.

Kilometer für Kilometer zieht sich die Straße durch Wald. Rechts und links stehen Kiefern, hin und wieder zweigt ein Weg zu einem Parkplatz ab. Wer dort den Boxster abstellt und ein Stück weiterläuft, steht plötzlich am Wasser. Dazwischen folgen immer wieder kleine Orte, aber über weite Strecken besteht diese Reise nur aus Straße, Bäumen, Sand und der Frage, warum man hier nicht einfach noch einen Tag bleiben kann.
Gerade mit unserem Boxster passt diese Landschaft erstaunlich gut zusammen. Der schwarze Porsche mit seinen groben Reifen, dem Dachträger und den Zusatzscheinwerfern sieht zwischen Dünen und Kiefern jedenfalls deutlich weniger deplatziert aus, als man bei einem 986 normalerweise erwarten würde.
Wildcampen auf der Kurischen Nehrung? Lieber nicht
So verlockend die Landschaft wirkt: Einfach rechts in den Wald fahren und dort übernachten ist keine gute Idee. Im Nationalpark dürfen Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Flächen abgestellt werden; Zelte, Camper und Wohnmobile dürfen ebenfalls nur auf entsprechend gekennzeichneten beziehungsweise dafür eingerichteten Plätzen über Nacht bleiben.
Für die Einfahrt mit einem Fahrzeug in das von Neringa verwaltete Gebiet wird zudem eine lokale Gebühr erhoben. Sie wird auf der Straße Richtung Nida am Kontrollposten Alksnynė kassiert. Das klingt zunächst nach Einschränkung, trägt aber dazu bei, dass diese schmale Landschaft eben noch so aussieht, wie wir sie auf unserer Fahrt erleben.
Nida und der Blick bis nach Russland
Fast am Ende des litauischen Abschnitts liegt Nida. Dort sollte man den Wagen unbedingt noch einmal stehen lassen.
Südlich des Ortes erhebt sich die Parnidis-Düne. Sie ist rund 52 Meter hoch und gehört zu den charakteristischen Wanderdünen der Kurischen Nehrung. Die Landschaft ist empfindlich, weshalb Besucher auf den freigegebenen Wegen bleiben sollten.
Oben angekommen versteht man endgültig, was diesen schmalen Landstreifen so außergewöhnlich macht. Wasser, Wald und Sand liegen gleichzeitig im Blickfeld. Und dann schaut man nach Süden.

Bei guter Sicht lassen sich von der Parnidis-Düne sogar die Sanddünen auf der russischen Seite der Kurischen Nehrung erkennen. Plötzlich ist Kaliningrad nicht mehr irgendeine Fläche auf der Karte, sondern liegt sichtbar hinter dieser scheinbar endlosen Dünenlandschaft.
Für uns ist die Kurische Nehrung eines der größten Highlights der gesamten Rückfahrt. Nicht wegen einer einzelnen Sehenswürdigkeit, sondern weil schon der Weg selbst das Ziel ist.
Ein langer Fahrtag endet gut: Übernachten in Masuren
Irgendwann müssen wir trotzdem weiter. Von der Kurischen Nehrung geht es zurück auf das Festland und anschließend Richtung Polen. Der erste lange Fahrtag endet in Ruciane-Nida in Masuren.
Unsere Adresse für diese Nacht ist das Hotel Nidzki. Gebucht hatten wir Zimmer mit Seeblick und Balkon, Frühstück inklusive. Im Juni 2026 kostete unser Zimmer rund 142 Euro, private Parkplätze am Hotel lagen damals bei 10 Złoty pro Tag.
Vor allem aber passt die Lage wunderbar zu dieser Etappe. Nach einem Tag voller Kilometer endet die Fahrt nicht auf einem Autobahnparkplatz irgendwo vor der Grenze, sondern in der masurischen Seenlandschaft.

Das Hotel würden wir wieder buchen.
Am nächsten Morgen wartet allerdings keine gemütliche Seerunde auf uns. Die Rallye läuft weiter – und dieser zweite Tag wird historisch deutlich schwerer.
Eine Schleuse im Wald, die nie fertig wurde
Bei rund 30 Grad und strahlendem Sonnenschein fahren wir am 27. Juni mitten hinein in den Wald. Dort steht die sogenannte Oberschleuse Fürstenau am Masurischen Kanal.
Oder besser gesagt: das, was einmal eine Schleuse werden sollte. Die Anlage wurde nie fertiggestellt und ging nie in Betrieb. Geplant war eine Fallhöhe von rund 17 Metern. Die gewaltige Schleusenkammer blieb unvollendet und wurde nie mit Wasser gefüllt.
Heute steht dieser Betonkoloss zwischen Bäumen wie ein Überbleibsel aus einem Endzeitfilm. Genau deshalb gehört der Ort für uns zu den überraschendsten Stopps der Reise. Keine perfekt restaurierte Sehenswürdigkeit, keine schicke Ausstellung – sondern ein riesiges technisches Fragment mitten im Wald. Ein Lost Place im eigentlichen Sinn.

Nur wenige Kilometer später verändert sich die Stimmung vollständig.
Wolfsschanze: beeindruckend, beklemmend, irritierend
Wenn wir ohnehin durch Masuren fahren, liegt ein Besuch der Wolfsschanze nahe. Ein angenehmer Ausflug ist das nicht – aber ein sehenswerter.
Zwischen 1941 und 1944 befand sich hier eines der wichtigsten Hauptquartiere Adolf Hitlers und der Führung der deutschen Wehrmacht. Der Komplex umfasste nach Angaben der polnischen Tourismusorganisation nahezu 200 Gebäude, darunter massive Bunker, Baracken und technische Anlagen. Hier fand 1944 auch das gescheiterte Attentat Claus Schenk Graf von Stauffenbergs auf Hitler statt.

Heute liegen die gesprengten und teilweise gekippten Betonblöcke verstreut zwischen den Bäumen. Einige wirken weniger wie Gebäude als wie riesige, von Moos überwachsene Felsbrocken. An diesem sonnigen Junitag zeigt das Thermometer rund 27 Grad – und trotzdem hat dieser Wald etwas Beklemmendes.

Irritiert hat uns allerdings nicht nur die Vergangenheit: Der Name „Wolfsschanze“ wird vor Ort sehr präsent inszeniert. Im Souvenirshop entdecken wir sogar Handtücher mit entsprechender Aufschrift. Angesichts der Geschichte dieses Ortes wirkt diese Form der Vermarktung auf uns befremdlich. Das muss man nicht größer machen, als es ist – aber es gehört zu unserem Eindruck dieses Besuchs genauso wie die gewaltigen Bunkerreste selbst.
Wir steigen deshalb wieder in den Porsche und fahren weiter.
Kołobrzeg: ein Sanatorium, ein Sauerstoffanschluss und ein unvergessliches Frühstück
Nach dieser Etappe ging es weiter an die polnische Ostseeküste nach Kołobrzeg, vielen hierzulande noch unter dem deutschen Namen Kolberg bekannt. Dort übernachteten wir im Sanatorium Mewa. Und dieses Haus bekam schnell seinen festen Platz unter den erinnerungswürdigsten Stops der Reise.
Zum Schlafen war das Hotel völlig in Ordnung. Das Zimmer war sauber, die Lage zentral, das Haus praktisch. Auch deshalb würden wir es wieder buchen. Gleichzeitig merkt man schnell, dass man eben nicht in einem normalen Stadthotel gelandet ist, sondern tatsächlich in einem Sanatorium mit Hotelbetrieb. Unvergesslich wurde das spätestens mit dem Sauerstoffanschluss direkt am Bett.
Am nächsten Morgen wurde es dann noch spezieller. Der Frühstückssaal war brechend voll, die Lautstärke enorm, und dazu spielte ein Alleinunterhalter mit kleiner Karaoke-Maschine. Wir haben es dort nicht lange ausgehalten und sind wieder gegangen. Das Frühstück war für uns also eine klare Schwäche dieses Hauses.
Trotzdem bleibt das Fazit erstaunlich freundlich. Zum Übernachten würden wir auch dieses Hotel wieder buchen. Man muss nur wissen, worauf man sich einlässt. Und genau solche Orte sind es am Ende oft, die eine Reise im Gedächtnis halten, während perfekt austauschbare Hotels längst verschwunden sind.
Der letzte Tag: zurück nach Hamburg
Am dritten Tag ging es schließlich auf den letzten Abschnitt Richtung Deutschland. Die großen Highlights lagen nun hinter uns, aber die Reise war noch nicht vorbei. Und auch das gehört zu solchen Touren: Irgendwann übernimmt die Straße wieder die Hauptrolle.
Nach drei Tagen summierte sich unsere Strecke auf 1.854 Kilometer. Das ist nur ein Ausschnitt der gesamten Baltic Sea Circle Rallye, aber genug, um die letzten Etappen als eigenen Roadtrip wahrzunehmen. Riga, der Hügel der Kreuze, die Kurische Nehrung, Masuren, die Wolfsschanze, Kołobrzeg – diese Route war dicht genug, um mehr als nur eine Rückfahrt zu sein.

Angekommen sind wir schließlich nicht am Hamburger Fischmarkt, sondern am HQ des Superlative Adventure Club in Hamburg. Das war vielleicht das passendere Ende. Keine künstliche Ziellinie, keine große Eventkulisse, sondern einfach der Moment, in dem ein 25 Jahre alter Boxster nach einer kompletten Rallye und unseren letzten 1.854 Kilometern wieder in Hamburg steht.

Und genau da wird klar, was diese Reise ausgemacht hat. Nicht nur das Auto. Nicht nur die Rallye. Sondern die Mischung aus beidem: ein alter Porsche, der eigentlich nicht für solche Strecken gebaut wurde, und eine Route, die mit jeder Etappe eine andere Stimmung hatte.
Unsere drei Hoteltipps auf der Strecke
Hanza Hotel, Riga: Hier begann unsere Reise. Das 3-Sterne-Hotel liegt in Riga und war für uns eine unkomplizierte Adresse vor der Übernahme des Boxsters. Unser damaliger Buchungspreis lag bei rund 55 Euro für ein Standard-Doppel- beziehungsweise Zweibettzimmer inklusive Frühstück. Öffentliche Parkplätze gab es in der Nähe.
Hotel Nidzki, Ruciane-Nida: Für eine Masuren-Etappe würden wir das Hotel wieder wählen. Unsere Zimmer hatten Seeblick und Balkon, Frühstück war inklusive. Der damalige Preis lag bei rund 142 Euro pro Zimmer.
Sanatorium Mewa, Kołobrzeg: Skurril, sauber und zentral. Die Kombination aus Sanatorium und Hotel muss man mögen, und das Frühstück war für uns wegen des überfüllten Saals und der musikalischen Unterhaltung nichts. Zum Übernachten würden wir trotzdem wiederkommen.
Alle genannten Hotelpreise stammen von unseren Buchungen im Juni 2026 und sind deshalb nur Momentaufnahmen.

Was Ihr für die Strecke wissen solltet
Kurische Nehrung: Mit dem Auto geht es per Fähre von Klaipėda nach Smiltynė. Für die Einfahrt Richtung Nida fällt eine lokale Fahrzeuggebühr an. Parken und Übernachten solltet Ihr nur auf ausgewiesenen Flächen; wildes Campen ist im Nationalpark nicht erlaubt.
Fahrzeug und Dokumente: Die Reiseunterlagen zur Rallye wiesen 2026 unter anderem auf ganzjährige Lichtpflicht in Lettland, Litauen und Polen hin. Für Litauen wurden Feuerlöscher und Warnweste als vorgeschriebene Ausrüstung genannt. Wer nicht selbst Halter des Autos ist, sollte für Polen außerdem eine schriftliche Nutzungsbevollmächtigung dabeihaben. Regeln können sich ändern, deshalb solltet Ihr sie vor der Reise noch einmal aktuell prüfen.
Bezahlen in Polen: Karten werden fast überall akzeptiert. Wird am Terminal gefragt, ob in Euro oder Złoty abgerechnet werden soll, ist die Abrechnung in PLN in der Regel die sinnvollere Wahl. Auch darauf wiesen unsere Reiseunterlagen ausdrücklich hin.
Fazit
Die letzten Etappen der Baltic Sea Circle Rallye waren für uns keine bloße Rückführung eines Autos, sondern ein Roadtrip mit eigenem Charakter. Der Hügel der Kreuze und die Kurische Nehrung gehören für uns zu den stärksten Orten der Reise. Masuren hätte noch mehr Zeit verdient. Die Wolfsschanze bleibt als schwerer, beklemmender Stopp in Erinnerung. Und das Sanatorium in Kołobrzeg war genau die Sorte schräger Übernachtung, die man Jahre später immer noch erzählt.
Der Boxster war dabei nie nur Kulisse. Er war Teil der Geschichte. Nicht, weil ein höhergelegter Porsche automatisch das bessere Reiseauto wäre, sondern weil er jeden Kilometer dieser Tour ein bisschen ungewöhnlicher gemacht hat…
